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Sündenentstehung und -vergebung (2)  
Sündenvergebung - Zitat Eschenbach

Die Sünde auf dem Entwicklungsweg des Menschen

Wollen wir verstehen, wie es zu unseren Sünden gekommen ist, wie sie uns hemmen und wie wir sie wieder abarbeiten können, ist es notwendig, in einer kurzen Übersicht einen Blick auf unseren gesamten Entwicklungsweg als Mensch zu werfen!
Da wir Menschen alle nur winzige Pünktchen im Weltall sind, und sogar das unfassbar große All nur ein kleiner Teil der gesamten Schöpfung ist, können alle Informationen über unsere Entstehung und unseren vollständigen Entwicklungslauf natürlich nicht von uns selbst erforscht werden, sondern nur auf dem Offenbarungsweg empfangen werden - das liegt in der Natur der Sache. Dabei müssen wir aber große Sorgfalt walten lassen und alles sehr genau auf Folgerichtigkeit und Übereinstimmung mit den Schöpfungsgesetzen hin überprüfen, da es im Zeitalter der "Fake-News" zahlreiche Gestalten gibt, die uns in überbordender Fantasie alle möglichen, aber eher unmöglichen Weltbilder vor Augen stellen wollen. Die folgenden Ausführungen sind der "Gralsbotschaft - Im Lichte der Wahrheit" entnommen, die ich nach langer, gründlicher Prüfung als unbedingt verlässliche und folgerichtige Quelle ansehe, und auf deren Grundlage auch diese komplette Internetseite aufbaut. Sie schildert, unter vielem anderen, auch unsere Entstehung und unseren Entwicklungsweg. Wir betrachten hier also das Geschehen vieler hunderttausend Jahre! Extrem kurz gefasst stellt es sich folgendermaßen dar:
Die gesamte Schöpfung besteht aus vielen Ebenen verschiedener Schwere, gemäß dem Christussatz: "In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen". Die Bewohner der leichtesten, höchsten Ebenen sind die Bewusstesten und Höchstentwickelten. Unser Ausgangspunkt und Ursprung liegt im geistigen Reich, dem sogenannten Paradies, und zwar dort an der untersten Stelle, als unbewusste Geistsamenkörner. Diese Geistsamenkörner, aus denen wir alle entstanden sind, sind also das Schwächste des geistigen Reiches, aber mit den Fähigkeiten und dem Drang ausgestattet, sich zu bewussten und vollwertigen Menschen entwickeln zu können. Um aber zum bewussten Leben kommen zu können, ist eine Wanderung durch die darunter liegenden Ebenen der Stofflichkeit notwendig, bei der die Erde für uns der dichteste Punkt und der Wendepunkt ist. Das beantwortet auch die oft gestellte Frage, warum wir überhaupt das Paradies verlassen müssen und nicht gleich dort bleiben und alle Wonnen genießen können. Es ist also keine Strafe oder Prüfung Gottes, sondern eine Entwicklungsnotwendigkeit!

Bei dieser Wanderung sammeln wir nach und nach die notwendigen Erfahrungen, erleben alles Wesentliche, das uns zur Reife bringen kann. Wir können, wenn wir uns geistig nicht verirrt haben, sondern die gemachten Erfahrungen nutzbringend und aufbauend verwertet haben, nach mehreren irdischen und Jenseitsleben dann am Schluss vollreif in das ewige geistige Reich eintreten, das wir vor langen, langen Zeiten einst verlassen haben - mit dem Unterschied, dass wir auf unserer Weltenwanderung so stark wurden, die hohe geistige Intensität des Paradieses dann bewusst ertragen zu können. Treten wir in dieses ewige Reich ein, sind wir den Formenwechseln der Stofflichkeit mit ihrem Werden und Vergehen, mit Geburt und Tod dann nicht mehr unterworfen und die ewige Weiterexistenz in der geistigen Heimat beginnt damit. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir uns von allem Falschen, Niederziehenden und Beschwerenden, von aller Sünde durch Erkenntnis befreit haben; ansonsten ist das Eintreten ins Paradies aufgrund des Gesetzes der Schwere nicht möglich! Genauso, wie wir mit unserem schweren, irdischen Körper nicht in das feinstofflichere Jenseits eintreten können, was erst nach dem irdischen Tod möglich wird.

Dieser Entwicklungsprozess von unglaublich langer Zeitdauer sollte uns von einem unvollkommenen und unbewussten Zustand in einen immer vollkommeneren und bewussteren Zustand führen - allerdings auf menschlicher Grundlage. Sie ist von göttlicher Vollkommenheit himmelweit entfernt und wird es auch immer bleiben.

Sündenvergebung - Entwicklung im Kleinen und Großen
Wie im Kleinen, so im Großen: die Rosenknospe am Anfang der Entwicklung, und die Supernova eines sterbenden Sterns am Ende eines Laufes.
Unsere menschliche Entwicklung macht hier keine Ausnahme! Wir tauchen unbewusst in die Stofflichkeit mit dem Ziel, bewusst wieder ins ewige geistige Reich zurückzukehren.


Unvollkommenheit, Fehler und Sünde

Jede Unvollkommenheit bedingt in einem gewissen Ausmaß Fehler, die wir machen müssen, um die notwendigen Erfahrungen zu sammeln und das Unterscheiden zu lernen. Wie ein Kind, das auf die heiße Herdplatte fasst, diese Erfahrung dann aber für den Rest des Lebens in sich aufgenommen hat und diesen Fehler in der Regel nicht mehr begeht. Fehler gehören also zu unserem Entwicklungsprozess, und das Gesetz der Wechselwirkung bringt uns die Folgen unserer Fehler. Es ist die korrigierende Kraft, die es uns überhaupt erst ermöglicht, aus unseren Entscheidungen etwas lernen zu können: im Guten durch Ansporn und Bestätigung, im Schlechten durch die Unannehmlichkeiten oder sogar das Leid, das dadurch entsteht.

Am Anfang unserer Entwicklung auf der Erde waren die Fehler eher harmloser Art. Wie das Wort schon sagt: Ein Fehler ist etwas, das fehlt, um zum Richtigen zu kommen. Dann aber fand eine Entwicklung statt, die die Entgleisung der gesamten Menschheit brachte: das Abtauchen in den Materialismus und damit die Vernachlässigung des geistigen Erfassens, das immer mehr verkümmerte, da es nicht mehr gepflegt und bewegt wurde! Unser Verstand wurde damit herrschend, und so irrten wir von unserem geistigen Weg ab, den wir nie hätten verlassen dürfen! Auch das ist alles hier nur kurz gefasst; eine ausführlichere Beschreibung dieses Prozesses und seiner Folgen ist im Artikel "Der Zwiespalt zwischen Kopf und Herz" zu finden.

Sündenvergebung - die Alleinherrschaft des Gehirns
Was allgemein nicht bekannt ist: das Gehirn kann von Natur aus nicht empfinden und hat kein Wertebewusstsein,
wenn es nicht von unserem lebendigen, wachen Geist geleitet wird!
Das sehen wir an zahlreichen schädlichen Entwicklungen der Gegenwart, bedingt durch ein Gehirn, das durch
unser Abtauchen in den Materialismus vielfach alleinherrschend geworden ist.

Da der Verstand aber, wenn er nicht vom Geist geleitet wird, keinen Wertekompass hat, war damit dem Abgleiten in Egoismus und zahllose schlechte Eigenschaften Tür und Tor geöffnet. Und damit entstand das, was wir als Sünde bezeichnen können: die bewusste, aber falsche Eigenwilligkeit, die nur noch nach sich selbst, nicht aber nach den anderen fragt, und die immer stärkere Abwendung von Gott und seinen vollkommenen Gesetzen. So setzte eine Fehlentwicklung ein, auf der wir eigenwillig und hartnäckig bis auf den heutigen Tag beharren, und deswegen befindet sich die Menschheit auch in dem bekannten, höchst kritischen Zustand, den wir tagtäglich erleben können. Mehr noch, sie steht in der akuten Gefahr des Untergangs!

Das bereits erwähnte Gesetz der Wechselwirkung brachte uns natürlich schon am Anfang dieser Menschheitsentgleisung in ferner Vergangenheit die Folgen unseres falschen Handeln, woraus wir ohne weiteres hätten erkennen können, wie falsch der Weg war, den wir einschlugen. Auch ließ uns Gott keineswegs allein, sondern sandte immer wieder Propheten, und in höchster Not sogar seinen eigenen Sohn in Jesus von Nazareth, um uns von unseren falschen Wegen abzubringen! Doch zwecklos - wir verfolgten sie weiter, zogen uns damit aber immer schwerere Rückwirkungen zu und stehen nun endlich kurz vor dem geistigen Ruin. Das alles hält die Menschheit allerdings nicht davon ab, sich weiterhin großartig und als etwas Besonderes zu fühlen, ebenso sich im Recht zu sehen, als letzten Ausdruck dieses Irrsinns nun auch noch die Lebensgrundlage, unseren schönen Planeten Erde, zu zerstören und unbewohnbar zu machen.

... und das mächtige Schöpfungsgesetz des Ausgleichs verlangt von uns eben den Ausgleich dieser schweren Verfehlungen, der nur noch in einer fundamentalen Umkehr bestehen kann, einer Besinnung, einer inneren Reinigung und dem festen Willen zu einer Wiedergutmachung! -

Dieses schwerwiegende Geschehen und die damit verbundene große Schuld spürt natürlich der Geist in uns unterschwellig in hohem Maß! Wir ahnen, wie weit der Rückweg wird, wie groß die Anstrengung dafür sein muss - und so haben Religionsgemeinschaften leichtes Spiel, die sich die menschliche Trägheit zunutze machen, die Beruhigungspillen verteilen, die eine bequeme Erlösung ohne eigenes Bemühen versprechen; und es gipfelt in der Fremderlösung durch den völlig unschuldigen Jesus von Nazareth!


Die wirkliche, schöpfungsgesetzmäßige Sündenerlösung

Kommen wir wieder zurück auf die Natürlichkeit des Gotteswillens: Wenn sich ein Mitmensch uns gegenüber wirklich - nicht nur scheinbar - schuldig gemacht hat, uns geschädigt oder verletzt hat, so ist es doch bei uns schon so, dass eine ehrliche, ernstgemeinte Verzeihung erheblich leichter fällt, wenn dieser Mitmensch sich seiner Schuld bewusst geworden ist, sie erkennbar bereut und sie in irgendeiner Form ausgleichen möchte.

Und so entspricht es auch tatsächlich den Schöpfungsgesetzen: Das Gesetz der Wechselwirkung bringt uns die Folgen unseres Tuns, mit der Möglichkeit, sie so zu erkennen, wie sie wirklich "von oben" aus gewertet werden. Erst kommen die Hinweise eher sanft, wobei natürlich die Schwere unserer Schuld, ebenso wie der Zeitpunkt und die Stärke unserer "Gegenarbeit" schon eine Rolle spielen. Erkennen wir unsere Fehler und bemühen wir uns, sie abzulegen, so setzt spürbar die Hilfe und das Entgegenkommen ein. Zeigen wir uns aber weiterhin beratungsresistent, so müssen diese Folgen immer stärker und schärfer werden, denn das Ziel ist das Erkennen und der Ausgleich.

Umgekehrt geht es im günstigen Fall sogar so weit, dass die "Strafe" durch das Gesetz der Wechselwirkung milde oder fast unfühlbar wird, wenn wir freiwillig an unsere Fehler herangehen und uns ehrlich bemühen, sie abzulegen. Das ist dann die schmerzlose "symbolische" Ablösung, die einen Gnadenakt darstellt, wie er größer gar nicht sein kann. Ändern wir uns aber nicht, dann greift gesetzmäßig das Bibelwort: "Auge um Auge, Zahn um Zahn," und das Schicksal greift in voller Härte ein.

Sündenvergebung - Zitat Lichtenberg
Gesetzmäßig stehen die Auswirkungen des Schicksals in erster Linie mit den Verursachern in Verbindung, und daher ist es gut, nach und nach zu folgender Schlussfolgerung zu kommen: Kümmern wir uns nicht um die Fehler unserer Mitmenschen - das macht schon das Gesetz der Wechselwirkung -, sondern kümmern wir uns lediglich um unsere eigenen! Nehmen wir Abstand von jeder Schuldprojektion, die unsere Probleme auf die Mitmenschen übertragen will, statt sie selbst beherzt anzugehen und abzuarbeiten! Tun wir dies ehrlich, so können wir Wunder über Wunder erleben - allein schon dadurch, dass sich das Verhältnis zu unseren Mitmenschen in hohem Maße verbessert und unverkrampfter wird! Denn diese spüren, dass unsere Kritik und unsere inneren Angriffe gegen sie, und sei es auch "nur" auf der gedanklichen Ebene, immer mehr entfallen.

Wenn wir diesen Weg beschreiten, kommen wir auch zunehmend zu der Erkenntnis, dass diese ausschließliche Arbeit an uns selbst nicht etwa Egoismus oder Selbstbespiegelung ist, zumindest wenn sie in der richtigen Art und nicht in ungesundem Grübeln erfolgt, sondern unser stärkster Beitrag zu einer besseren, friedlicheren Welt; denn wir können nur uns selbst wirklich ändern und niemanden sonst! Und wenn wir uns wirklich geändert haben, dann können wir auch erst richtig den Mitmenschen helfen, die dann auch zunehmend bereit sind, Rat und Hilfe anzunehmen; denn sie spüren, dass die dahinterstehende Gesinnung sauber ist und auch nur dadurch tatsächlich helfen kann! Mit anderen Worten: Sie fassen Vertrauen zu uns!


Gesetze der Sündenvergebung

Wie verläuft nun schöpfungsgesetzmäßig konkret die Sündenvergebung ab?

Schon mehrfach erwähnte ich als das entscheidende Gesetz dafür das Gesetz der Wechselwirkung. Versuchen wir, uns immer mehr an den Gedanken zu gewöhnen, dass ausnahmslos alles, was von uns ausgeht, energetisch wirksam wird! Es gilt also für handfeste Taten, für unsere Worte, aber ebenso für unsere Gedanken, inneren Einstellungen und Gesinnungen - auch diese letzteren, nicht sicht- und fassbaren Seelenzustände sind höchst wirksam! Näheres darüber gibt es im Artikel über die Macht der Gedanken.

Stellen wir uns nun in aller Einfachheit vor, dass alles von uns Ausgegangene in der feinerstofflichen Welt eine Art "Konto" bildet: Das Gute, Aufbauende, Hilfreiche, Fördernde steht auf der "Guthabenseite", das Schädliche, Destruktive, die Egoismen und Hemmendes auf der "Schuldseite". In Wirklichkeit sind es energetische Zentralen, die sich nach dem Gesetz der Anziehung der Gleichart gemäß ihrer Art bilden, und zwar von allen Menschen auf der Erde, die diese Gesinnung pflegen, sowohl im Guten als auch im Schlechten. Neid fließt zu Neid, Hass zu Hass, Habgier zu Habgier, usw. Aber auch im Guten fließt Liebe zu Liebe, Selbstlosigkeit zu Selbstlosigkeit, usw. Daraus folgert, dass die Zentralen, die den höchsten Zufluss aus der Menschheit erhalten, auch die stärksten sind und am massivsten beeinflussen können. Ebenso können sie die für einen Menschen ausstehenden Rückwirkungen erheblich verstärken, gemäß dem Satz: "Wer Wind sät, wird Sturm ernten." (Hosea 8,7) Das ist eine große Hilfe bei gutem Streben, aber auch eine enorme Verstärkung bei schlechten Rückwirkungen. Es ist auch nicht ungerecht, denn wir erhalten immer nur das, was wir herausgegeben haben, nichts anderes.

Diese energetischen Formen sind immer in Bewegung, also in einem gewissen Sinne "lebendig", und bringen uns von Zeit zu Zeit gesetzmäßig die Folgen unseres Tuns: angenehme, schöne, fördernde und Glück bringende Rückwirkungen für unser aufbauendes Handeln; Hemmungen, Schmerz und Leid für unser destruktives Handeln, und das alles erleben wir dann als unser Schicksal, unser Karma. Lösen sich die Folgen einer Schuld bei uns aus, und akzeptieren wir diese Rückwirkung als verdient und gerecht, so ist diese endgültig gelöst. Hadern wir allerdings mit Gott und der Welt und sehen uns als vom Schicksal ungerecht behandelt, so haben wir nichts daraus gelernt, und daher kann es noch tiefer mit uns abwärts gehen. Deshalb ist das Wissen über diese Vorgänge eine unschätzbare Hilfe, richtig mit Schicksals-Auslösungen umgehen zu lernen.

Der größte Trost liegt aber in folgendem schöpfungsgesetzmäßigen Vorgang: Wie ich schon sagte, ist alles, was von uns ausgeht, energetisch hoch wirksam. Alle Energien haben aber eine bestimmte Schwingung, Frequenz, die sich auch wiederum nach Gleicharten sortieren! Wir können uns das bildhaft vorstellen wie beim Radio, wo jeder Sender seine ihm eigene Frequenz hat. Stellen wir uns nun aber um, änderen wir also unseren Weg hin zum Guten, so ändert sich auch die Schwingung in uns allmählich, und wir haben immer weniger Gleichart zu den schädlichen Auswirkungen, die uns treffen. Und so trifft uns die Rückwirkung alter Schuld immer weniger, je mehr wir uns selbst zum Besseren hin verändert haben. Darin liegen höchste Gnadenakte des Schöpfers, der damit jedes gute Wollen und jede freiwillige Besserung schnell in die Waagschale legt. Es verlangt aber auch von uns, ernst zu machen mit dem Aufstieg; denn der wirkliche Befund zählt, nicht das, was wir uns evtl. nur einreden oder selbst vormachen. Es lohnt sich in jedem Fall sehr, den Vortrag "Aufstieg" aus der Gralsbotschaft noch aufmerksam zu lesen, der den Schluss dieses Artikels bildet!


Indizien für die stattgefundene Sündenvergebung

So bleibt noch abschließend die eingangs aufgeworfene Frage zu beantworten: Können wir irgendwie merken, ob die Sündenvergebung stattgefunden hat oder nicht?

Auch hier wirkt ein Schöpfungsgesetz entscheidend mit: das Gesetz der Schwere. Es ist das Gesetz, dass sich sofort auswirkt, wenn eine innere Befreiung oder umgekehrt eine seelische Belastung stattgefunden hat. Dann fühlen wir uns unmittelbar leichter, befreiter, glücklicher oder aber niedergedrückt, schwer oder belastet. Am deutlichsten ist es meistens dann erlebbar, wenn wir uns an einem Mitmenschen schuldig gemacht haben und dann, bei günstiger Gelegenheit, in einem klärenden Gespräch wieder seine ehrliche Verzeihung erlangt haben. Dann fühlen wir uns ganz enorm befreit. Umgekehrt kann es auch gehen, vor allem dann, wenn wir uns über etwas oder jemanden so richtig "beschwert" haben, mit viel dahinterstehender Aggression. Dann passiert das, was schon im Wort liegt: wir haben uns beschwert und fühlen uns anschließend meist nicht gut, auch wenn wir das gerne verdrängen wollen.

Sündenvergebung - chinesisches Zitat
Wenn es um die Befreiung von Sünden geht, so müssen wir uns allerdings klarmachen, dass das in aller Regel immer nur eine Teilbefreiung sein kann! Denn wir müssen meist davon ausgehen, dass wir auf unseren Wanderungen, oder besser gesagt, Irrwegen durch die Jahrtausende hindurch viel Schaden angerichtet haben, und das alles bildet natürlich nicht selten eine Riesenkette, die Glied für Glied gelöst werden muss! Denn es handelt sich dabei ja nicht um eine Schuld, sondern oft hunderte oder gar tausende, die alle bei Gelegenheit abgelöst werden müssen. Die Gelegenheit dazu wird vom Schicksal immer wieder herbeigeführt, aber natürlich dauert das trotzdem gesetzmäßig eine gewisse Zeit - oft auch deshalb, weil wir diese herbeigeführten Gelegenheiten ungenutzt verstreichen lassen.

Haben wir aber das feste gute Wollen in uns, so wird diese Ablösung immer leichter und schneller vonstatten gehen. Oft können sogar spontane gute, hilfreiche Taten eine Sündenablösung herbeiführen und bleiben von uns weitgehend unbemerkt. Hier hilft die geistige Welt kraft- und liebevoll mit; ansonsten hätten wir in vielen Fällen kaum eine Chance, unser "Sündenpaket" noch auszugleichen. Und auch darin liegt eine Gnade von unglaublicher Größe. Voraussetzung ist allerdings das feste, gute Wollen, das anhält.

Wir spüren also mehr oder weniger die Teilbefreiung! Finden aber mit starkem, gutem Wollen dauernd eine Vielzahl dieser Lösungen des Karmas statt, ohne dass neue Schuld in nennenswerter Stärke und Umfang dazukommt, dann ergibt sich daraus natürlich eine immer deutlichere Gesamtbefreiung: das ganze Leben wird leichter, schöner, sonniger - und lebenswerter! Das spüren wir natürlich innerlich ganz deutlich, und allein das schon lohnt die dazu erforderliche innere Anstrengung. Packen wir's an!


Wege zur Sündenvergebung

Der nachfolgende Vortrag "Aufstieg" aus der Gralsbotschaft gibt entscheidende Hinweise auf die schöpfungsgesetzmäßigen Zusammenhänge, die eine wirkliche Sündenvergebung als Grundlage haben:

  "Verstrickt Euch nicht in einem Netze, die Ihr nach Erkenntnis strebt, sondern werdet sehend!
 
  Ein unabänderlicher Sühnezwang lastet durch ewiges Gesetz auf Euch, den Ihr niemals auf andere abwälzen könnt. Was Ihr Euch aufbürdet durch Euere Gedanken, Worte oder Werke, vermag niemand zu lösen als Ihr selbst! Bedenkt, sonst würde göttliche Gerechtigkeit nur leerer Schall sein, mit ihr auch alles andere in Trümmer stürzen.
   
  Deshalb macht Euch frei! Säumt keine Stunde, diesem Sühnezwang ein Ziel zu setzen! Ehrliches Wollen zu dem Guten, Besseren, das durch wahrhaft empfun­denes Gebet größere Kraft erhält, bringt die Erlösung!
 
  Ohne das ehrliche, feste Wollen zu dem Guten kann die Sühne nie erfolgen. Fortlaufend wird das Niedere sich selbst dann immer wieder neue Nahrung geben zu weiterem Bestehen und damit immer wieder neue Sühne fordern, ohne Unterlaß, so daß das stetig sich Erneuernde nur wie ein einzig Laster oder Leiden Euch erscheint! Doch es ist eine ganze Kette ohne Ende, stets neu bindend, noch bevor das Vorhergehende sich lösen konnte.
 
  Es gibt dann niemals die Erlösung, da es dauernd Sühnen fordert. Es ist wie eine Kette, die Euch an den Boden angeschmiedet hält. Dabei ist die Gefahr sehr groß, daß es noch tiefer abwärts geht. Drum rafft Euch endlich auf zu gutem Wollen, Ihr, die Ihr noch im Diesseits oder nach Eueren Begriffen schon im Jenseits seid! Bei stetig gutem Wollen muß das Ende aller Sühnen kommen, da der Gutwollende und also Wirkende nicht neue Nahrung zu erneuter Sühneforderung gewährt. Und dadurch kommt dann die Befreiung, die Erlösung, die allein den Aufstieg zuläßt zu dem Licht. Hört auf die Warnung! Es gibt keinen anderen Weg für Euch! Für niemand!
   
  Damit erhält aber auch jeder die Gewißheit, daß es nie zu spät sein kann. Wohl für die Einzeltat, gewiß, die habt Ihr dann zu sühnen, abzulösen, doch in dem Augenblicke, wo Euer Bestreben zu dem Guten ernsthaft einsetzt, stellt Ihr den Markstein für das Ende Eurer Sühnen, seid gewiß, daß dieses Ende einmal kommen muß, und Euer Aufstieg wird damit beginnen! Dann könnt Ihr freudig an die Abarbeitung aller Sühnen gehen. Was Euch dann noch begegnet, geschieht zu Eurem Heile, bringt Euch der Stunde der Erlösung, der Befreiung näher.
   
  Versteht Ihr nun den Wert, wenn ich Euch rate, mit aller Kraft das gute Wollen, reine Denken zu beginnen? Nicht davon abzulassen, sondern Euch mit aller Sehnsucht, aller Energie daran zu klammern! Es hebt Euch hoch! Es ändert Euch und Euere Umgebung!
   
  Bedenkt, daß jede Erdenlaufbahn eine kurze Schule ist, daß mit dem Ablegen des Fleisches für Euch selbst kein Ende kommt. Ihr werdet dauernd leben oder dauernd sterben! Dauernd Glück genießen oder dauernd leiden!
   
  Wer wähnt, daß mit dem irdischen Begräbnis auch für ihn alles erledigt, alles ausgeglichen ist, der wende sich und gehe seinen Weg; denn damit will er nur sich selbst betören. Entsetzt wird er dann vor der Wahrheit stehen und seinen Leidensweg beginnen ... müssen! Sein wahres Selbst, entblößt vom Schutze seines Körpers, dessen Dichtheit ihn wie ein Wall umgab, wird dann von dem ihm Gleichartigen angezogen, umringt und festgehalten.
   
  Das Aufraffen des ernsten Wollens zu dem Besseren, das ihn befreien, höher bringen könnte, wird ihm schwerer, lange Zeit unmöglich, weil er nur dem Einfluß der gleichartigen Umgebung unterworfen ist, die keinen derartigen Lichtgedanken in sich trägt, der ihn erwecken, unterstützen könnte. Er muß doppelt unter allem leiden, was er sich erschaffen hat.
   
  Aus diesem Grunde ist ein Aufwärtskommen dann viel schwerer als in Fleisch und Blut, wo Gutes neben Bösem wandelt, was nur der Schutz des Erdenkörpers möglich macht, weil ... dieses Erdenleben eine Schule ist, wo jedem »Ich« die Möglichkeit der Fortentwickelung gegeben ist nach seinem freien Willen.
  
  Deshalb rafft Euch endlich auf! Die Frucht jedes Gedankens fällt auf Euch zurück, hier oder dort, Ihr habt sie zu genießen! Kein Mensch kann dieser Tatsache entfliehen!
 
  Was nützt es Euch, wenn Ihr wie Vogel Strauß den Kopf scheu in den Sand zu stecken sucht vor dieser Wirklichkeit? Seht doch den Tatsachen kühn ins Gesicht! Ihr macht es Euch dadurch nur leicht; denn hier ist schneller vorwärts zu kommen.
 
  Beginnt! Aber in dem Bewußtsein, daß das Alte alles ausgeglichen werden muß. Erwartet nicht wie viele Toren, daß das Glück unmittelbar darauf durch Tür und Fenster in den Schoß gefallen kommt. Vielleicht hat mancher unter Euch noch eine Riesenkette abzulösen. Doch wer deshalb verzagt, der schadet sich nur selbst, weil es ihm nicht erspart und abgenommen werden kann. Durch Zö­gern macht er sich alles nur schwerer, vielleicht für lange Zeit hinaus unmöglich.

  Ansporn sollte es ihm sein, nicht eine Stunde länger zu versäumen; denn mit dem ersten Schritt beginnt er erst zu leben! Wohl dem, der sich dazu ermannt, es wird sich von ihm lösen, Glied um Glied. Mit Riesensprüngen kann er vorwärts stürmen, jauchzend und dankend auch die letzten Hindernisse nehmen; denn er wird frei!

  Die Steine, die sein bisheriges falsches Wirken vor ihm aufgetürmt wie eine Mauer, die das Vorwärtsschreiten hindern mußte, werden nun etwa nicht weggeräumt, sondern im Gegenteile sorgsam vor ihn hingelegt, damit er sie erkennt und überwindet, weil er den Ausgleich aller Fehler schaffen muß. Doch staunend und bewundernd sieht er bald die Liebe, welche dabei um ihn waltet, sobald er nur den guten Willen zeigt.
 
  Der Weg wird ihm mit zarter Schonung so erleichtert wie einem Kinde von der Mutter bei den ersten Gehversuchen. Gibt es Dinge seines bisherigen Lebens, die ihn im stillen bangend schreckten und die er lieber dauernd schlafen lassen wollte ... ganz unerwartet wird er dicht davor gestellt! Er muß entscheiden, handeln. Auffallend wird er durch Verkettungen dazu gedrängt. Wagt er es dann, den ersten Schritt zu tun in dem Vertrauen auf den Sieg des guten Wollens, dann löst sich der verhängnisvolle Knoten, er geht hindurch und ist davon befreit.

  Doch kaum ist diese Schuld gelöst, tritt schon die andere in irgendeiner Form an ihn heran, gleichsam verlangend, auch gelöst zu werden.
   
  So springt ein Reifen nach dem anderen, die ihn beengten, niederdrücken mußten. Ihm wird so leicht! Und das Gefühl der Leichtigkeit, das mancher unter Euch ganz sicher schon einmal erlebte, es ist keine Täuschung, sondern Wirkung einer Tatsache. Der so vom Druck befreite Geist wird leicht und schnellt nach dem Gesetz geistiger Schwerkraft hoch, in jene Region, der er nun seiner Leichtigkeit entsprechend angehört.
 
  So muß es stetig aufwärts gehen, dem ersehnten Licht entgegen. Übles Wollen drückt den Geist herab und macht ihn schwer, das gute aber treibt ihn hoch.
 
  Jesus zeigte Euch auch hierfür schon den schlichten Weg, der unfehlbar zum Ziele führt; denn tiefe Wahrheit liegt in den einfachen Worten: »Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!«  
 
  Damit gab er den Schlüssel zu der Freiheit, zu dem Aufstiege! Weil es als unantastbar gilt: Was Ihr dem Nächsten tut, das tut in Wirklichkeit Ihr nur für Euch! Für Euch allein, da alles nach den ewigen Gesetzen unbedingt auf Euch zurückfällt, Gutes oder Böses, sei es nun hier schon oder dort. Es kommt! Drum ist der einfachste der Wege Euch damit gewiesen, wie Ihr den Schritt zum guten Wollen aufzufassen habt.
   
  Mit Eurem Wesen sollt Ihr Eurem Nächsten geben, Eurer Art! Nicht etwa unbedingt mit Geld und Gut. Dann würden ja die Mittellosen von der Möglichkeit des Gebens ausgeschlossen sein. Und in diesem Wesen, in dem »Sichgeben« in dem Umgange mit Eurem Nächsten, in der Rücksicht, Achtung, die Ihr ihm freiwillig bietet, liegt das »Lieben«, das uns Jesus nennt, liegt auch die Hilfe, die Ihr Eurem Nächsten leistet, weil er darin sich selbst zu ändern oder seine Höhe weiter zu erklimmen fähig wird, weil er darin erstarken kann.
   
  Die Rückstrahlungen davon aber heben Euch in ihrer Wechselwirkung schnell empor. Durch sie erhaltet Ihr stets neue Kraft. Mit rauschendem Fluge vermögt Ihr dann dem Lichte zuzustreben...
   
  Arme Toren, die noch fragen können: »Was gewinne ich dabei, wenn ich so vieles Altgewohnte lasse und mich ändere?«
  
  Ist es ein Handel, der geschlossen werden soll? Und wenn sie nur als Mensch an sich gewinnen würden, als solcher in gehobenerem Wesen, so wäre es des Lohnes schon genug. Aber es ist unendlich mehr! Ich wiederhole: Mit dem Beginn des guten Wollens setzt ein jeder auch den Markstein für das Ende seines Sühnezwanges, den er erfüllen muß, dem er niemals entrinnen kann. Kein anderer vermag in dieser Hinsicht für ihn einzutreten.
   
  Er setzt also mit dem Entschluß dem Sühnezwang ein absehbares Ende. Das ist ein Wert, den alle Schätze dieser Welt nicht aufzuwiegen fähig sind. Er ringt sich damit los von Sklavenketten, die er selbst sich dauernd schmiedet. Und deshalb auf vom Schlafe, der entnervt. Laßt endlich das Erwachen kommen!
   
  Fort mit dem Rausch, der lähmend die Einbildung bringt, daß die Erlösung durch den Heiland ein Geleitbrief dafür wurde, daß Ihr Euer Leben lang sorgenlos einer »Ichsucht« frönen dürft, wenn Ihr zuletzt noch gläubig werdet, umkehrt und im Glauben an den Heiland und sein Werk von dieser Erde scheidet! Toren, von der Gottheit solch armseliges lückenhaftes Stückwerk zu erwarten! Das hieße ja das Böse züchten! Denket daran, macht Euch frei!

(Gralsbotschaft: Vortrag 7, Band 1)
 



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