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Sündenentstehung und -vergebung (2)  
Sündenvergebung - Zitat Eschenbach

Die Sünde auf dem Entwicklungsweg des Menschen

Wollen wir verstehen, wie es zu unseren Sünden gekommen ist, wie sie uns hemmen und wie wir sie wieder abarbeiten können, ist es notwendig, in einer kurzen Übersicht einen Blick auf unseren gesamten Entwicklungsweg als Mensch zu werfen!
Da wir Menschen alle nur winzige Pünktchen im Weltall sind, und sogar das unfassbar große All nur ein kleiner Teil der gesamten Schöpfung ist, können alle Informationen über unsere Entstehung und unseren vollständigen Entwicklungslauf natürlich nicht von uns selbst erforscht werden, sondern nur auf dem Offenbarungsweg empfangen werden - das liegt in der Natur der Sache. Dabei müssen wir aber große Sorgfalt walten lassen und alles sehr genau auf Folgerichtigkeit und Übereinstimmung mit den Schöpfungsgesetzen hin überprüfen, da es im Zeitalter der "Fake-News" zahlreiche Gestalten gibt, die uns in überbordender Fantasie alle möglichen, aber eher unmöglichen Weltbilder vor Augen stellen wollen. Die folgenden Ausführungen sind der "Gralsbotschaft - Im Lichte der Wahrheit" entnommen, die ich nach langer, gründlicher Prüfung als unbedingt verlässliche und folgerichtige Quelle ansehe, und auf deren Grundlage auch diese komplette Internetseite aufbaut. Sie schildert, unter vielem anderen, auch unsere Entstehung und unseren Entwicklungsweg. Wir betrachten hier also das Geschehen vieler hunderttausend Jahre! Extrem kurz gefasst stellt es sich folgendermaßen dar:
Die gesamte Schöpfung besteht aus vielen Ebenen verschiedener Schwere, gemäß dem Christussatz: "In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen". Die Bewohner der leichtesten, höchsten Ebenen sind die Bewusstesten und Höchstentwickelten. Unser Ausgangspunkt und Ursprung liegt im geistigen Reich, dem sogenannten Paradies, und zwar dort an der untersten Stelle, als unbewusste Geistsamenkörner. Diese Geistsamenkörner, aus denen wir alle entstanden sind, sind also das Schwächste des geistigen Reiches, aber mit den Fähigkeiten und dem Drang ausgestattet, sich zu bewussten und vollwertigen Menschen entwickeln zu können. Um aber zum bewussten Leben kommen zu können, ist eine Wanderung durch die darunter liegenden Ebenen der Stofflichkeit notwendig, bei der die Erde für uns der dichteste Punkt und der Wendepunkt ist. Das beantwortet auch die oft gestellte Frage, warum wir überhaupt das Paradies verlassen müssen und nicht gleich dort bleiben und alle Wonnen genießen können. Es ist also keine Strafe oder Prüfung Gottes, sondern eine Entwicklungsnotwendigkeit!

Bei dieser Wanderung sammeln wir nach und nach die notwendigen Erfahrungen, erleben alles Wesentliche, das uns zur Reife bringen kann. Wir können, wenn wir uns geistig nicht verirrt haben, sondern die gemachten Erfahrungen nutzbringend und aufbauend verwertet haben, nach mehreren irdischen und Jenseitsleben dann am Schluss vollreif in das ewige geistige Reich eintreten, das wir vor langen, langen Zeiten einst verlassen haben - mit dem Unterschied, dass wir auf unserer Weltenwanderung so stark wurden, die hohe geistige Intensität des Paradieses dann bewusst ertragen zu können. Treten wir in dieses ewige Reich ein, sind wir den Formenwechseln der Stofflichkeit mit ihrem Werden und Vergehen, mit Geburt und Tod dann nicht mehr unterworfen und die ewige Weiterexistenz in der geistigen Heimat beginnt damit. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir uns von allem Falschen, Niederziehenden und Beschwerenden, von aller Sünde durch Erkenntnis befreit haben; ansonsten ist das Eintreten ins Paradies aufgrund des Gesetzes der Schwere nicht möglich! Genauso, wie wir mit unserem schweren, irdischen Körper nicht in das feinstofflichere Jenseits eintreten können, was erst nach dem irdischen Tod möglich wird.

Dieser Entwicklungsprozess von unglaublich langer Zeitdauer sollte uns von einem unvollkommenen und unbewussten Zustand in einen immer vollkommeneren und bewussteren Zustand führen - allerdings auf menschlicher Grundlage. Sie ist von göttlicher Vollkommenheit himmelweit entfernt und wird es auch immer bleiben.

Sündenvergebung - Entwicklung im Kleinen und Großen
Wie im Kleinen, so im Großen: die Rosenknospe am Anfang der Entwicklung, und die Supernova eines sterbenden Sterns am Ende eines Laufes.
Unsere menschliche Entwicklung macht hier keine Ausnahme! Wir tauchen unbewusst in die Stofflichkeit mit dem Ziel, bewusst wieder ins ewige geistige Reich zurückzukehren.


Unvollkommenheit, Fehler und Sünde

Jede Unvollkommenheit bedingt in einem gewissen Ausmaß Fehler, die wir machen müssen, um die notwendigen Erfahrungen zu sammeln und das Unterscheiden zu lernen. Wie ein Kind, das auf die heiße Herdplatte fasst, diese Erfahrung dann aber für den Rest des Lebens in sich aufgenommen hat und diesen Fehler in der Regel nicht mehr begeht. Fehler gehören also zu unserem Entwicklungsprozess, und das Gesetz der Wechselwirkung bringt uns die Folgen unserer Fehler. Es ist die korrigierende Kraft, die es uns überhaupt erst ermöglicht, aus unseren Entscheidungen etwas lernen zu können: im Guten durch Ansporn und Bestätigung, im Schlechten durch die Unannehmlichkeiten oder sogar das Leid, das dadurch entsteht.

Am Anfang unserer Entwicklung auf der Erde waren die Fehler eher harmloser Art. Wie das Wort schon sagt: Ein Fehler ist etwas, das fehlt, um zum Richtigen zu kommen. Dann aber fand eine Entwicklung statt, die die Entgleisung der gesamten Menschheit brachte: das Abtauchen in den Materialismus und damit die Vernachlässigung des geistigen Erfassens, das immer mehr verkümmerte, da es nicht mehr gepflegt und bewegt wurde! Unser Verstand wurde damit herrschend, und so irrten wir von unserem geistigen Weg ab, den wir nie hätten verlassen dürfen! Auch das ist alles hier nur kurz gefasst; eine ausführlichere Beschreibung dieses Prozesses und seiner Folgen ist im Artikel "Der Zwiespalt zwischen Kopf und Herz" zu finden.

Sündenvergebung - die Alleinherrschaft des Gehirns
Was allgemein nicht bekannt ist: das Gehirn kann von Natur aus nicht empfinden und hat kein Wertebewusstsein,
wenn es nicht von unserem lebendigen, wachen Geist geleitet wird!
Das sehen wir an zahlreichen schädlichen Entwicklungen der Gegenwart, bedingt durch ein Gehirn, das durch
unser Abtauchen in den Materialismus vielfach alleinherrschend geworden ist.

Da der Verstand aber, wenn er nicht vom Geist geleitet wird, keinen Wertekompass hat, war damit dem Abgleiten in Egoismus und zahllose schlechte Eigenschaften Tür und Tor geöffnet. Und damit entstand das, was wir als Sünde bezeichnen können: die bewusste, aber falsche Eigenwilligkeit, die nur noch nach sich selbst, nicht aber nach den anderen fragt, und die immer stärkere Abwendung von Gott und seinen vollkommenen Gesetzen. So setzte eine Fehlentwicklung ein, auf der wir eigenwillig und hartnäckig bis auf den heutigen Tag beharren, und deswegen befindet sich die Menschheit auch in dem bekannten, höchst kritischen Zustand, den wir tagtäglich erleben können. Mehr noch, sie steht in der akuten Gefahr des Untergangs!

Das bereits erwähnte Gesetz der Wechselwirkung brachte uns natürlich schon am Anfang dieser Menschheitsentgleisung in ferner Vergangenheit die Folgen unseres falschen Handeln, woraus wir ohne weiteres hätten erkennen können, wie falsch der Weg war, den wir einschlugen. Auch ließ uns Gott keineswegs allein, sondern sandte immer wieder Propheten, und in höchster Not sogar seinen eigenen Sohn in Jesus von Nazareth, um uns von unseren falschen Wegen abzubringen! Doch zwecklos - wir verfolgten sie weiter, zogen uns damit aber immer schwerere Rückwirkungen zu und stehen nun endlich kurz vor dem geistigen Ruin. Das alles hält die Menschheit allerdings nicht davon ab, sich weiterhin großartig und als etwas Besonderes zu fühlen, ebenso sich im Recht zu sehen, als letzten Ausdruck dieses Irrsinns nun auch noch die Lebensgrundlage, unseren schönen Planeten Erde, zu zerstören und unbewohnbar zu machen.

... und das mächtige Schöpfungsgesetz des Ausgleichs verlangt von uns eben den Ausgleich dieser schweren Verfehlungen, der nur noch in einer fundamentalen Umkehr bestehen kann, einer Besinnung, einer inneren Reinigung und dem festen Willen zu einer Wiedergutmachung! -

Dieses schwerwiegende Geschehen und die damit verbundene große Schuld spürt natürlich der Geist in uns unterschwellig in hohem Maß! Wir ahnen, wie weit der Rückweg wird, wie groß die Anstrengung dafür sein muss - und so haben Religionsgemeinschaften leichtes Spiel, die sich die menschliche Trägheit zunutze machen, die Beruhigungspillen verteilen, die eine bequeme Erlösung ohne eigenes Bemühen versprechen; und es gipfelt in der Fremderlösung durch den völlig unschuldigen Jesus von Nazareth!


Die wirkliche, schöpfungsgesetzmäßige Sündenerlösung

Kommen wir wieder zurück auf die Natürlichkeit des Gotteswillens: Wenn sich ein Mitmensch uns gegenüber wirklich - nicht nur scheinbar - schuldig gemacht hat, uns geschädigt oder verletzt hat, so ist es doch bei uns schon so, dass eine ehrliche, ernstgemeinte Verzeihung erheblich leichter fällt, wenn dieser Mitmensch sich seiner Schuld bewusst geworden ist, sie erkennbar bereut und sie in irgendeiner Form ausgleichen möchte.

Und so entspricht es auch tatsächlich den Schöpfungsgesetzen: Das Gesetz der Wechselwirkung bringt uns die Folgen unseres Tuns, mit der Möglichkeit, sie so zu erkennen, wie sie wirklich "von oben" aus gewertet werden. Erst kommen die Hinweise eher sanft, wobei natürlich die Schwere unserer Schuld, ebenso wie der Zeitpunkt und die Stärke unserer "Gegenarbeit" schon eine Rolle spielen. Erkennen wir unsere Fehler und bemühen wir uns, sie abzulegen, so setzt spürbar die Hilfe und das Entgegenkommen ein. Zeigen wir uns aber weiterhin beratungsresistent, so müssen diese Folgen immer stärker und schärfer werden, denn das Ziel ist das Erkennen und der Ausgleich.

Umgekehrt geht es im günstigen Fall sogar so weit, dass die "Strafe" durch das Gesetz der Wechselwirkung milde oder fast unfühlbar wird, wenn wir freiwillig an unsere Fehler herangehen und uns ehrlich bemühen, sie abzulegen. Das ist dann die schmerzlose "symbolische" Ablösung, die einen Gnadenakt darstellt, wie er größer gar nicht sein kann. Ändern wir uns aber nicht, dann greift gesetzmäßig das Bibelwort: "Auge um Auge, Zahn um Zahn," und das Schicksal greift in voller Härte ein.

Sündenvergebung - Zitat Lichtenberg
Gesetzmäßig stehen die Auswirkungen des Schicksals in erster Linie mit den Verursachern in Verbindung, und daher ist es gut, nach und nach zu folgender Schlussfolgerung zu kommen: Kümmern wir uns nicht um die Fehler unserer Mitmenschen - das macht schon das Gesetz der Wechselwirkung -, sondern kümmern wir uns lediglich um unsere eigenen! Nehmen wir Abstand von jeder Schuldprojektion, die unsere Probleme auf die Mitmenschen übertragen will, statt sie selbst beherzt anzugehen und abzuarbeiten! Tun wir dies ehrlich, so können wir Wunder über Wunder erleben - allein schon dadurch, dass sich das Verhältnis zu unseren Mitmenschen in hohem Maße verbessert und unverkrampfter wird! Denn diese spüren, dass unsere Kritik und unsere inneren Angriffe gegen sie, und sei es auch "nur" auf der gedanklichen Ebene, immer mehr entfallen.

Wenn wir diesen Weg beschreiten, kommen wir auch zunehmend zu der Erkenntnis, dass diese ausschließliche Arbeit an uns selbst nicht etwa Egoismus oder Selbstbespiegelung ist, zumindest wenn sie in der richtigen Art und nicht in ungesundem Grübeln erfolgt, sondern unser stärkster Beitrag zu einer besseren, friedlicheren Welt; denn wir können nur uns selbst wirklich ändern und niemanden sonst! Und wenn wir uns wirklich geändert haben, dann können wir auch erst richtig den Mitmenschen helfen, die dann auch zunehmend bereit sind, Rat und Hilfe anzunehmen; denn sie spüren, dass die dahinterstehende Gesinnung sauber ist und auch nur dadurch tatsächlich helfen kann! Mit anderen Worten: Sie fassen Vertrauen zu uns!


Gesetze der Sündenvergebung

Wie verläuft nun schöpfungsgesetzmäßig konkret die Sündenvergebung ab?

Schon mehrfach erwähnte ich als das entscheidende Gesetz dafür das Gesetz der Wechselwirkung. Versuchen wir, uns immer mehr an den Gedanken zu gewöhnen, dass ausnahmslos alles, was von uns ausgeht, energetisch wirksam wird! Es gilt also für handfeste Taten, für unsere Worte, aber ebenso für unsere Gedanken, inneren Einstellungen und Gesinnungen - auch diese letzteren, nicht sicht- und fassbaren Seelenzustände sind höchst wirksam! Näheres darüber gibt es im Artikel über die Macht der Gedanken.

Stellen wir uns nun in aller Einfachheit vor, dass alles von uns Ausgegangene in der feinerstofflichen Welt eine Art "Konto" bildet: Das Gute, Aufbauende, Hilfreiche, Fördernde steht auf der "Guthabenseite", das Schädliche, Destruktive, die Egoismen und Hemmendes auf der "Schuldseite". In Wirklichkeit sind es energetische Zentralen, die sich nach dem Gesetz der Anziehung der Gleichart gemäß ihrer Art bilden, und zwar von allen Menschen auf der Erde, die diese Gesinnung pflegen, sowohl im Guten als auch im Schlechten. Neid fließt zu Neid, Hass zu Hass, Habgier zu Habgier, usw. Aber auch im Guten fließt Liebe zu Liebe, Selbstlosigkeit zu Selbstlosigkeit, usw. Daraus folgert, dass die Zentralen, die den höchsten Zufluss aus der Menschheit erhalten, auch die stärksten sind und am massivsten beeinflussen können. Ebenso können sie die für einen Menschen ausstehenden Rückwirkungen erheblich verstärken, gemäß dem Satz: "Wer Wind sät, wird Sturm ernten." (Hosea 8,7) Das ist eine große Hilfe bei gutem Streben, aber auch eine enorme Verstärkung bei schlechten Rückwirkungen. Es ist auch nicht ungerecht, denn wir erhalten immer nur das, was wir herausgegeben haben, nichts anderes.

Diese energetischen Formen sind immer in Bewegung, also in einem gewissen Sinne "lebendig", und bringen uns von Zeit zu Zeit gesetzmäßig die Folgen unseres Tuns: angenehme, schöne, fördernde und Glück bringende Rückwirkungen für unser aufbauendes Handeln; Hemmungen, Schmerz und Leid für unser destruktives Handeln, und das alles erleben wir dann als unser Schicksal, unser Karma. Lösen sich die Folgen einer Schuld bei uns aus, und akzeptieren wir diese Rückwirkung als verdient und gerecht, so ist diese endgültig gelöst. Hadern wir allerdings mit Gott und der Welt und sehen uns als vom Schicksal ungerecht behandelt, so haben wir nichts daraus gelernt, und daher kann es noch tiefer mit uns abwärts gehen. Deshalb ist das Wissen über diese Vorgänge eine unschätzbare Hilfe, richtig mit Schicksals-Auslösungen umgehen zu lernen.

Der größte Trost liegt aber in folgendem schöpfungsgesetzmäßigen Vorgang: Wie ich schon sagte, ist alles, was von uns ausgeht, energetisch hoch wirksam. Alle Energien haben aber eine bestimmte Schwingung, Frequenz, die sich auch wiederum nach Gleicharten sortieren! Wir können uns das bildhaft vorstellen wie beim Radio, wo jeder Sender seine ihm eigene Frequenz hat. Stellen wir uns nun aber um, änderen wir also unseren Weg hin zum Guten, so ändert sich auch die Schwingung in uns allmählich, und wir haben immer weniger Gleichart zu den schädlichen Auswirkungen, die uns treffen. Und so trifft uns die Rückwirkung alter Schuld immer weniger, je mehr wir uns selbst zum Besseren hin verändert haben. Darin liegen höchste Gnadenakte des Schöpfers, der damit jedes gute Wollen und jede freiwillige Besserung schnell in die Waagschale legt. Es verlangt aber auch von uns, ernst zu machen mit dem Aufstieg; denn der wirkliche Befund zählt, nicht das, was wir uns evtl. nur einreden oder selbst vormachen. Es lohnt sich in jedem Fall sehr, den Vortrag "Aufstieg" aus der Gralsbotschaft noch aufmerksam zu lesen, der den Schluss dieses Artikels bildet!


Indizien für die stattgefundene Sündenvergebung

So bleibt noch abschließend die eingangs aufgeworfene Frage zu beantworten: Können wir irgendwie merken, ob die Sündenvergebung stattgefunden hat oder nicht?

Auch hier wirkt ein Schöpfungsgesetz entscheidend mit: das Gesetz der Schwere. Es ist das Gesetz, dass sich sofort auswirkt, wenn eine innere Befreiung oder umgekehrt eine seelische Belastung stattgefunden hat. Dann fühlen wir uns unmittelbar leichter, befreiter, glücklicher oder aber niedergedrückt, schwer oder belastet. Am deutlichsten ist es meistens dann erlebbar, wenn wir uns an einem Mitmenschen schuldig gemacht haben und dann, bei günstiger Gelegenheit, in einem klärenden Gespräch wieder seine ehrliche Verzeihung erlangt haben. Dann fühlen wir uns ganz enorm befreit. Umgekehrt kann es auch gehen, vor allem dann, wenn wir uns über etwas oder jemanden so richtig "beschwert" haben, mit viel dahinterstehender Aggression. Dann passiert das, was schon im Wort liegt: wir haben uns beschwert und fühlen uns anschließend meist nicht gut, auch wenn wir das gerne verdrängen wollen.

Sündenvergebung - chinesisches Zitat
Wenn es um die Befreiung von Sünden geht, so müssen wir uns allerdings klarmachen, dass das in aller Regel immer nur eine Teilbefreiung sein kann! Denn wir müssen meist davon ausgehen, dass wir auf unseren Wanderungen, oder besser gesagt, Irrwegen durch die Jahrtausende hindurch viel Schaden angerichtet haben, und das alles bildet natürlich nicht selten eine Riesenkette, die Glied für Glied gelöst werden muss! Denn es handelt sich dabei ja nicht um eine Schuld, sondern oft hunderte oder gar tausende, die alle bei Gelegenheit abgelöst werden müssen. Die Gelegenheit dazu wird vom Schicksal immer wieder herbeigeführt, aber natürlich dauert das trotzdem gesetzmäßig eine gewisse Zeit - oft auch deshalb, weil wir diese herbeigeführten Gelegenheiten ungenutzt verstreichen lassen.

Haben wir aber das feste gute Wollen in uns, so wird diese Ablösung immer leichter und schneller vonstatten gehen. Oft können sogar spontane gute, hilfreiche Taten eine Sündenablösung herbeiführen und bleiben von uns weitgehend unbemerkt. Hier hilft die geistige Welt kraft- und liebevoll mit; ansonsten hätten wir in vielen Fällen kaum eine Chance, unser "Sündenpaket" noch auszugleichen. Und auch darin liegt eine Gnade von unglaublicher Größe. Voraussetzung ist allerdings das feste, gute Wollen, das anhält.

Wir spüren also mehr oder weniger die Teilbefreiung! Finden aber mit starkem, gutem Wollen dauernd eine Vielzahl dieser Lösungen des Karmas statt, ohne dass neue Schuld in nennenswerter Stärke und Umfang dazukommt, dann ergibt sich daraus natürlich eine immer deutlichere Gesamtbefreiung: das ganze Leben wird leichter, schöner, sonniger - und lebenswerter! Das spüren wir natürlich innerlich ganz deutlich, und allein das schon lohnt die dazu erforderliche innere Anstrengung. Packen wir's an!


Wege zur Sündenvergebung

Der nachfolgende, durchaus strenge Vortrag "Trägheit des Geistes" aus der Gralsbotschaft gibt Hinweise auf wichtige schöpfungsgesetzmäßige Zusammenhänge, die eine wirkliche Sündenvergebung bedingen und geht auf die Rolle ein, die die Kirchen dabei spielen:

  "Irdisch erkennbar dröhnen nun die Schläge der Weltenuhr die zwölfte Stunde durch das All! Bang hält die Schöpfung ihren Atem an, furchtsam duckt sich alle Kreatur; denn Gottes Stimme schwingt herab und fordert! Fordert Rechenschaft von Euch, die Ihr in dieser Schöpfung leben durftet!

   Ihr habt das Lehen schlecht verwaltet, das Euch Gott in Liebe über­ließ. Ausgestoßen werden nunmehr alle Knechte, die an sich nur dachten, nie an ihren Herrn! Und alle die, welche sich selbst zum Herrn zu machen suchten.-

   Ihr Menschen stehet scheu vor meinen Worten, denn Ihr sehet Strenge nicht als göttlich an! Doch dies ist Eure Schuld allein, weil Ihr Euch alles Göttliche, alles von Gott Herabkommende bisher weichlich liebend und alles vergebend dachtet, da die Kirchen es Euch also lehrten!
 
   Diese falschen Lehren aber waren nur verstandesmäßige Berechnun­gen, welche als Ziel den Massenfang der Erdenmenschen­seelen in sich trugen. Zu jedem Fange braucht man einen Köder, wel­cher anziehend auf alles wirkt, auf das es abgesehen ist. Die rechte Auswahl eines Köders ist die Hauptsache für jeden Fang.

   Da dieser nun den Menschenseelen galt, wurde geschickt mit deren Schwächen ein Plan aufgebaut. Das Lockmittel mußte der Haupt­schwäche entsprechen! Und diese Hauptschwäche der Seelen war Bequemlichkeit, die Trägheit ihres Geistes!

   Die Kirche wußte ganz genau, daß der Erfolg für sie groß werden mußte, sobald sie dieser Schwäche weit entgegenkam und nicht etwa verlangte, daß sie abzulegen sei
 
   Mit dieser richtigen Erkenntnis zimmerte sie den Erdenmenschen einen breiten und bequemen Weg, der angeblich zum Lichte führen sollte, hielt ihn lockend diesen Erdenmenschen vor, die lieber ein Zehntel ihrer Arbeitsfrüchte gaben, auf den Knien lagen, hundertfach Gebete murmelten, als auch nur einen Augenblick sich geistig zu bemühen!
 
   Die Kirche nahm ihnen die Geistesarbeit deshalb ab, vergab auch alle Sünden, wenn die Menschen ihr irdisch und äußerlich gehorsam waren und ausführten, was die Kirche irdisch von ihnen verlangte!
 
   Sei es nun in den Kirchbesuchen, Beichten, in der Anzahl von Gebe­ten, in den Abgaben oder in den Geschenken und Vermächtnis­sen, gleichviel, die Kirche war damit zufrieden. Sie ließ die Gläubigen in einem Wahne, daß für alles, was sie für die Kirche gaben, ihnen auch ein Platz im Himmelreich erstand.

   Als ob die Kirche diese Plätze zu vergeben hätte!
 
   Die Leistungen und der Gehorsam aller Gläubigen aber verbindet diese nur mit ihrer Kirche, nicht mit ihrem Gott! Die Kirche oder de­ren Diener können einer Menschenseele nicht ein Stäubchen ihrer Schuld abnehmen oder gar vergeben! Ebensowenig wie sie eine Seele heilig sprechen dürfen, um damit einzugreifen in vollkommene, ewige Schöpfungsurgesetze Gottes, welche unverrückbar sind!
 
   Wie können Menschen es wagen, über Dinge abzustimmen und auch zu entscheiden, welche in der Allmacht, der Gerechtigkeit und der Allweisheit Gottes ruhen! Wie dürfen Erdenmenschen ihren Nebenmenschen derartiges glaubhaft machen wollen! Und nicht ge­ringer frevelhaft ist es von Erdenmenschen, solche Anmaßungen gläu­big hinzunehmen, die so deutlich nur Herabzerrung der Größe Gottes in sich tragen!
 
   Derartig Unglaubliches kann nur bei den gedankenlosen Herdenmen­schen möglich werden, die sich durch solches Tun einen Erkennungsstempel größter Geistesträgheit geben; denn einfachstes Nachdenken muß jedermann sofort und leicht erkennen lassen, daß solche Anmaßungen nicht einmal mit Menschheitsdünkel oder Größenwahn erklärbar sind, sondern daß darin schwere Gottesläste­rungen liegen!
 
   Unheimlich muß die Wechselwirkung werden!
 
   Die Zeit der Langmut Gottes ist nun auch vorüber. Heiliger Zorn schlägt in die Reihen dieser Frevler ein, welche die Erdenmenschheit damit zu betören suchen, um ihr Ansehen zu steigern und zu wahren, während sie in sich genau empfinden, daß es sich hierbei um Dinge handelt, zu denen aufzuschwingen sie niemals berechtigt werden kön­nen!
 
   Wie dürfen sie verfügen über das Reich Gottes in der Ewigkeit? Der Strahl göttlichen Zornes wird sie auferwecken aus dem unerhörten Geistesschlafe über Nacht und ... richten!
 
   Was gibt ein Mensch mit dem Kirchengehorsam seinem Gott! Er hat dabei in sich nicht einen einzigen, natürlichen Empfindungsdrang, der ihm allein aufwärts zu helfen fähig ist.
 
   Ich sage Euch, die Menschen können Gott in Wirklichkeit nur die­nen mit gerade dem, was durch die Kirchen nicht zum Leben kam: mit dem eigenen Denken, selbständigen Prüfen! Ein jeder hat allein die Mühlen zu durchwandern, das Räderwerk der göttlichen Gesetze in der Schöpfung. Und deshalb ist es nötig, daß ein jeder selbst die Art der Mühlen und den Gang derselben kennenlernt zu rechter Zeit.
 
   Gerade das aber haben so manche Kirchen vorenthalten in Beharrlich­keit, damit die Gläubigen nicht zu dem notwendigen eige­nen Nachdenken und Empfinden kommen konnten. Dadurch beraub­ten sie den Menschen jenes Stabes, der allein ihn ungefährdet führen kann und lichtwärts lenkt, und suchten dafür jedem Menschen eine Deutung aufzuzwingen, die in Befolgung nur der Kirche Nutzen brin­gen mußte. Nutzen, Einfluß und Macht!
 
   Nur mit Regewerden des eigenen Geistes können Menschenseelen ihrem Schöpfer dienen! Damit in erster Linie aber gleichzeitig auch sich selbst. Allein ein Menschengeist, der hell und wach in dieser Schöpfung steht, bewußt ihrer Gesetze, sich diesen einfügt in dem Denken und dem Tun, der ist Gott wohlgefällig, weil er dann den Da­seinszweck damit erfüllt, den jeder Menschengeist in dieser Schöp­fung trägt!

   Das aber liegt niemals in den Gebräuchen, die die Kirchen von den Gläubigen verlangen! Denn diesen fehlt Natürlichkeit und freie Über­zeugung, Wissen, als Haupterfordernis des wahren Gottesdienens! Es fehlt die Frische und die Freude, hilfreich alle Kreatur zu fördern, deren Seelen aufjauchzen zu lassen in dem Glücke des Bewußtseins, mitwirken zu können an der Schönheit dieser Schöpfung, als ein Stück von ihr, dem Schöpfer damit dankend und ihn ehrend!
 
   Statt frohe, freie Gottverehrer hat die Kirche Kirchensklaven sich erzogen! In der Menschheit freien Aufblick hat sie sich geschoben! Damit wahres Licht verdunkelnd. Hat die Menschengeister nur ge­bunden und geknebelt, anstatt zu erwecken, zu befreien. Sie hat die Geister frevelnd in dem Schlaf verhalten, unterdrückt, das Wissen­wollen und das Wissen selbst ihnen verwehrt mit Vorschriften, welche dem Gotteswillen widersprechen, ihm entgegenstehen! Dies alles, um eigene Macht sich zu erhalten.
 
   Wie die Kirchen schon früher vor dem Quälen, Foltern, vor dem Morde nicht zurückschreckten in vielfältiger Art, so scheuen sie sich heute nicht, Mitmenschen zu verleumden, ihnen Übles nachzureden, deren Ansehen zu untergraben, gegen sie zu hetzen, ihnen alle zu­gänglichen Hemmungen auf ihren Weg zu legen, wenn diese sich nicht in die Schar der Kirchensklaven willig einreihen wollen! Sie wirken mit den unlautersten Mitteln nur für ihren Einfluß, ihre Erdenmacht.

   Gerade dieses kommt nun in der Wechselwirkung auch zuerst ins Wanken und zum Stürzen; denn es ist das Gegenteil von dem, wie Gott es will! Es zeigt, wie weit entfernt sie davon sind, Gott demütig zu dienen!-
 
   Endlose Scharen ließen sich durch Lockung zugelassener Trägheit des Geistes hinziehen zum einschläfernden Schoß der Kirchen! Der frevelhafte Wahn billiger Sündenablösung wurde geglaubt, und mit den geistesträgen Mengen mehrte sich der Erdeneinfluß mit dem End­ziel einer Erdenmacht! Die Menschen sahen nicht, daß mit der fal­schen Anschauung und Lehre jede Heilige Gerechtigkeit des All­mächtigen Gottes verdunkelt wurde und beschmutzt, sie sahen nur den damit vorgetäuschten breiten und bequemen Weg zum Lichte, welcher in Wirklichkeit gar nicht besteht! Er führt in dem willkürlichen Ver­gebungswahne zu dem Dunkel und zu der Vernichtung!

   Die gottfeindliche Selbstherrlichkeit aller Kirchen trennt ihre Gläubi­gen von Gott, anstatt sie zu ihm hinzuführen. Die Lehren waren falsch! Doch das hätten die Menschen selbst und leicht erkennen müs­sen, da sie dem einfachsten Empfinden von Gerechtigkeit ja deutlich widersprechen! Und deshalb sind die Kirchengläubigen genau so schuldig wie die Kirchen selbst!
 
   Die Kirchen verkünden in den Worten Christi aus dem Evangelium Johannes':
 
   »Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird Euch in alle Wahrheit leiten. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen um der Sünde und um der Gerechtigkeit willen! Und wird bringen das Gericht. Ich aber gehe zum Vater und Ihr werdet mich hinfort nicht sehen. Ich bin vom Vater ausgegangen und kom­men in die Welt. Wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater!«
 
   Verständnislos werden die Worte in den Kirchen vorgelesen; denn es wird von dem Gottessohne ja ganz klar gesagt, daß ein anderer kommt als er, die Wahrheit zu verkünden und das Gericht zu bringen. Der Geist der Wahrheit, welcher ist das lebendige Kreuz! Und doch lehrt die Kirche auch hierin falsch und gegen diese klaren Worte.
 
   Trotzdem auch Paulus einst an die Korinther schrieb: »Unser Wis­sen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören!«

   Darin zeigt der Apostel, daß das Kommen dessen, der die vollkom­mene Wahrheit künden wird, erst zu erwarten ist und des Gottessoh­nes Verheißung darüber nicht auf die bekannte Ausgießung der Kraft des Heiligen Geistes bezogen werden soll, die damals bereits vorüber war, als Paulus diese Worte schrieb.

   Er bezeugt damit, daß die Apostel diese Kraftausgießung nicht für die Erfüllung der Sendung des Trösters, des Geistes der Wahrheit, hielten, wie es jetzt im Pfingstfest sonderbarerweise viele Kirchen und Gläubige auszulegen suchen, weil ihnen diese Dinge anders nicht in ihren Glaubensaufbau passen, sondern eine Lücke bilden würden, die bedenkliche Erschütterungen dieses falschen Baues bringen müßte.

   Doch es nützet ihnen nichts; denn die Zeit der Erkenntnis alles des­sen ist nun da und alles Falsche stürzt!
Gralsbotschaft und Wahrheitsfindung - bestellen

   Bisher konnte der Menschheit noch kein wahres Pfingsten werden, die Erkenntnis in der Geisterweckung konnte ihr nicht kommen, da sie sich so vielen falschen Deutungen ergab, an denen namentlich die Kirchen großen Anteil haben!

   Es wird ihnen nichts nachgelassen an der großen Schuld!-
 
   Nun steht Ihr Menschen staunend vor dem neuen Wort, und viele von Euch sind gar nicht mehr fähig zu erkennen, daß es aus den lich­ten Höhen kommt, weil es so anders ist, als Ihr Euch eingebildet habt! Lebt doch auch noch in Euch zum Teil die zähe Schläfrigkeit, in die Euch Kirchen und die Schulen hüllten, damit Ihr brave Anhänger ver­bleibt und nicht Verlangen nach dem Wachsein Eures eignen Geistes tragt!
 
   Was Gott verlangt, das war dem Erdenmenschen bisher gleichgiltig! Ich aber sage Euch noch einmal: »Der breite und bequeme Weg, wel­chen die Kirchen bisher vorzutäuschen sich bemühten um des eignen Vorteils willen, er ist falsch! In dem dabei verheißenen, willkürlichen Vergebungswahne führt er nicht zum Licht!«

(Gralsbotschaft Vortrag 24, Band 1: "Trägheit des Geistes")


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