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Liebe - zwischen Traum und Alptraum

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Liebe - zwischen Traum und Alptraum
Liebe und Partnerwahl

Wege zu einer besseren Partnerschaft

Die Liebe - Sehnsucht und Wunschtraum fast aller Menschen und gleichzeitig ein großes Rätsel. Wir erhoffen uns von ihr das große Glück, das dann auch nie zu Ende gehen soll. Nur spielt in der Hinsicht die Wirklichkeit selten so mit, wie wir uns das wünschen! So werden gewohnheitsmäßig Millionen Beziehungen aufrechterhalten, aus denen sich längst jede Harmonie, jedes hohe gemeinsame Ziel und auch gegenseitige Achtung und Zuneigung verabschiedet haben, nicht selten auch überhaupt die Bereitschaft, nach Wegen zu deren Wiederherstellung zu suchen. Trotzdem muss es nicht immer unbedingt in Trennungen enden, aber eine wohltuende Prüfung, ob und wie sich in eine als problematisch erlebte Beziehung wieder Bewegung und Farbe hineinbringen ließe, wäre hilfreich. Ergibt diese Prüfung eine notwendige Trennung, so sollte sie auch erfolgen, um beiden Partnern Chancen und Möglichkeiten auf eine neue Harmonie mit einem passenderen Partner zu eröffnen. Soll aber die bisherige Beziehung noch einmal eine Chance erhalten, so stellt sie uns meist vor die größte Herausforderung: dem schonungslosen Blick auf uns selbst.

Wirkliche Liebe hat von vornherein mit einem hohen Maß an Selbstlosigkeit zu tun, also letztlich mit der Frage: "Was kann ich für den geliebten Menschen tun?" Im Kontrast dazu steht die Frage: "Was habe ich von meinem Partner, meiner Partnerin, zu erwarten? Was muss er oder sie tun, damit ich mich gut fühle und nichts vermisse?" Und da die Selbstlosigkeit einerseits das ist, was uns mit am schwersten fällt - denn sonst wäre das Leben auf der Erde insgesamt ein völlig anderes - andererseits aber gerade die echte Liebe das beste Mittel ist, sie zu erringen, haben wir wertvolle Kriterien, die uns zu Selbstprüfungen dienen können.

Und so befasst sich dieser Artikel mit der wohl schwierigsten Herausforderung: dass jeder der Beteiligten schaut, was er bei sich verbessern kann, und nicht, wo sich der Partner "gefälligst zu ändern hat". Die Forderungen an den Partner zu richten hat sich ja nicht bewährt und zeigt daher, dass der umgekehrte Weg nötig ist; denn beweisen das viele Leid, die zahllosen Trennungen und Therapien nicht, dass wir uns im Wunschdenken einseitig nur auf die schönen Seiten konzentrieren wollen und die Kehrseite der Medaille glatt übersehen? Haben wir nicht in der Phase des Verliebtseins ganz anders auf den Partner geschaut und im Laufe der Jahre diesen Blick verloren? Ist das nicht schade und ein Stück weit wert, wiederhergestellt zu werden?

Schauen wir also einmal unbeschönigt auf manche unserer Triebfedern in der Beziehung, die von ungünstigen Erwartungshaltungen gesteuert sein können und in so einem Fall das Erringen der notwendigen Selbstlosigkeit, als wesentlicher Grundlage richtiger Liebe, erheblich hemmen. Und gehen wir einmal ehrlicherweise davon aus, dass so gut wie kein Mensch wirklich frei von diesen Grundfehlern ist - denn nur das ehrliche Zugeben ermöglicht es uns, sie uns bewusst zu machen und daran arbeiten zu können. Durch Verdrängen oder Schuldprojektion auf andere Menschen geht uns diese Chance wieder verloren und wir kommen der Lösung keinen Schritt näher. --

Gehen wir also nun zu sechs weitverbreiteten Grundmotivationen, die das Aufblühen einer echten und aufbauenden Liebe erheblich stören können:

 
Selbstsucht

Die Selbstsucht zeigt sich letztlich in den bereits erwähnten zwei Fragen, die das Wesen dieses Problems schnell und einfach charakterisieren: "Was habe ich von meinem Partner, meiner Partnerin, zu erwarten? Was muss er oder sie tun, damit ich mich gut fühle und nichts vermisse?" Man verspricht sich also vom Partner das Ausfüllen der Schwachpunkte des eigenen Lebens, die man als unbefriedigend empfindet.  

Auf dem Weg kann aber niemals Liebe entstehen, denn der richtige Ansatz geht genau anders herum! Das liegt daran, dass jeder Mensch nur sich selbst wirklich ändern kann, niemals aber einen anderen - auch den Partner nicht! Haben wir also Fehler und Schwächen - und welcher Mensch hat sie nicht - so kommen wir naturgesetzmäßig nicht darum herum, selbst daran zu arbeiten und sie abzulegen, wenn wir weiterkommen möchten!  

Doch hierbei kann uns die echte Liebe erheblich weiterhelfen. Daher ist eine stabile Beziehung letztlich nichts anderes als eine harmonische Beziehung. Eine Partnerschaft in wirklicher Harmonie ist aber so geartet, dass beide Partner seelische Eigenschaften entwickelt in sich tragen, die dem jeweils anderen fehlen. Und dadurch können sich diese beiden Menschen wunderbar ergänzen, da im Zusammenleben jeder erleben kann, wie der andere in der Lage ist, mit den eigenen Problemfeldern viel souveräner, richtiger und angemessener umzugehen als man selbst.  

Das ist ein großes Geheimnis einer erfüllenden Partnerschaft, in der beide die Chance haben, ein großes Stück in der Persönlichkeitsentwicklung und eigenen Harmonisierung weiterkommen zu können! Aber es bedeutet auch ganz selbstverständlich, dass trotzdem jeder die Arbeit an seinen Schwächen selbst tun muss. Doch die echte Zuneigung zum Anderen hilft dabei ungemein, sich zu überwinden, allein schon dadurch, dass man den Partner nicht kränken oder verletzen möchte, indem man seinen Fehlern freien Lauf lässt - was immer mit Harmoniestörungen verbunden ist.  

Jede Form der Selbstsucht behindert diese Arbeit an sich selbst aber und kann mittel- bis langfristig bei zu starker Ausprägung die Beziehung zum Scheitern bringen. Denn sie verletzt das Schöpfungsgesetz des Ausgleichs, indem man eine nehmende statt einer gebenden Haltung einnimmt, was schnell den "Energiehaushalt" einer Partnerschaft stört; denn es führt dann schnell zu einem regelrechten seelischen "Ausbluten", einem Ausgenutzt-Werden des Partners, der noch stärker zum Geben bereit ist. Diesem bleibt dann bald nichts anderes übrig, als sich mehr und mehr zu verschließen, will er nicht auf der Strecke bleiben.  

Dort, wo das passiert, wird aber so gut wie immer der eigentliche Verursacher die Schuld daran beim Partner suchen und nicht bei sich selbst. Deshalb ist die Schuldprojektion, also das Suchen der Fehler bei den Mitmenschen statt bei sich selbst, mit die verhängnisvollste Angewohnheit, der wir anhängen können! Übrigens nicht nur in Fragen der Liebe, sondern in allen Lebensbereichen und mit allen Mitmenschen!

So würde der kurze Jesussatz: "Geben ist seliger denn nehmen", wenn wir ihn berücksichtigten, die ganze Welt ändern, vom menschlichen Zusammenleben über humanere Wirtschaftskreisläufe bis hin zum Ende der Plünderung unseres schönen, kostbaren Planeten!

Die Überwindung der Eigensucht führt also nicht über die Frage: "Was muss mein Partner für mein Wohlbefinden tun?", sondern umgekehrt darüber: "Was kann ich für meinen Partner tun?"; jeden Tag, immer wieder. Sie ist also eine Daueraufgabe, solange, bis sie als Selbstverständlichkeit in Fleisch und Blut übergegangen ist und dann nicht mehr als Mühe empfunden wird. Sie setzt aber auch voraus, dass beide in der Hinsicht an einem Strang ziehen.

Liebe und Erwartungshaltungen
Wenn gegenseitige Erwartungshaltungen nicht in Erfüllung gehen

 

Eitelkeit und Einbildung

Selbstverliebtheit bringt die Eitelkeit mit sich und damit die fast immer unrichtige Selbsteinschätzung, oder besser gesagt die Einbildung, besonders wichtig und wertvoll zu sein; und in der "Liebe" natürlich besonders begehrenswert! Und so ist durch die zahllosen Menschen, die dem Gedanken gerne anhängen, regelrecht ein "Liebesmarkt" entstanden, in der jeder seinen "Marktwert" taxiert und so gut wie möglich steigern möchte, um eine "möglichst gute Partie zu machen". Dieses Steigern-Wollen kann in der „Liebe“ die unterschiedlichsten Formen annehmen: Mit Schminke, extravaganter Kleidung und Aussehen, Erlernen von „Schmeichel-Techniken“, Fahren eines rasanten Autos, Anhäufung von Reichtum und Luxus, Macht- und Dominanzstreben oder auch Unterwerfung und vielem mehr.  

Genau genommen ist Eitelkeit ein weltumspannendes Problem und zeigt sich in tausenden von Formen. Ursache sind aber immer fragwürdige Eigenwünsche und eine Selbstüberschätzung, aufgrund seiner oft nur eingebildeten Fähigkeiten und Qualitäten eine Sonderstellung einzunehmen und dafür ständig Lob und Anerkennung von den Mitmenschen zu erwarten.  

Übergeordnet ist es auch Eitelkeit, weswegen wir Menschen uns grundsätzlich für so wichtig ansehen, dass wir es nicht für nötig halten, uns bescheiden in die Naturordnung einzufügen, helfend in den Dienst der Mitmenschen einzutreten, uns nützlich zu machen und auch unseren ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Oder wir tun Derartiges mit der Absicht, dadurch aufzufallen und uns damit aus der "Masse der Menschen" herauszuheben, auf diese herabzusehen, also wieder etwas Besonderes sein zu wollen - auch das wäre Eitelkeit. Sie hat praktisch die gesamte Menschheit vergiftet, und daher bleibt so gut wie kein Mensch davon verschont. Wir stehen also in Wirklichkeit alle vor der Herausforderung, in sämtlichen Punkten des Lebens genau zu schauen und vor allem zu empfinden, wo und in welchem Grad sich die Eitelkeit bei uns einnisten konnte.

Bezieht sich die Eitelkeit auf das rein Körperliche, so spielt dabei natürlich das Aussehen eine maßgebliche Rolle, obwohl ja, bei genauer Betrachtung, gerade dieses kaum ein persönlicher Verdienst, sondern ein Geschenk ist. Körperliche Schönheit, die psychologisch erwiesenermaßen viele gesellschaftliche Vorteile bringt, wird aber dem oder der damit Beschenkten zu dem Zweck gegeben, sie aufbauend und hilfreich zu verwerten, nicht aber, um sich in Eitelkeit zu sonnen. Gerade der attraktive Mensch zieht, wie das Wort schon sagt, viel Aufmerksamkeit der Mitmenschen auf sich, was eine deutlich gesteigerte Verantwortung mit sich bringt in dem Sinne, ob man ihr durch Bescheidenheit und einer angenehmen Wesensart gerecht wird, oder aber im Gegenteil durch Spielereien, Tändeleien und der damit verbundenen Respektlosigkeit und Willkür viel Leid bei den anderen erzeugt.

In der "Liebe" und Partnerschaft wirkt sich Eitelkeit so aus, dass der Partner die Selbstbezogenheit immer spiegeln und durch Komplimente unterstützen soll. Ob das dann echt ist oder nicht, spielt für den Eitlen keine große Rolle; in erster Linie muss der Schein gewahrt bleiben. Da der Eitle die meisten seiner eingeredeten Fähigkeiten nicht oder nur zum kleinen Teil hat, genügt ihm selbst ja auch der Schein. Jede Form von ehrlicher Rückmeldung, geschweige denn Kritik, trifft den Eitlen bis ins Mark. Und nichts anderes könnte eine derartige Beziehung so schnell beenden als eine häufige, auch liebevolle Anwendung davon, die in Wirklichkeit ja nur Vorteile hat, sobald der Partner dabei nicht einseitig verfährt und auch selbst offen für konstruktive Verbesserungsvorschläge ist. Das verlangt ebenfalls das Schöpfungsgesetz des Ausgleichs!

Meistens schließen sich aber, dem Schöpfungsgesetz der Anziehung der Gleichart entsprechend, die Eitlen zusammen und pflegen das Spiel der gegenseitig gespielten Wertschätzung, nur um selbst wieder das unersättliche Bedürfnis nach Lob stillen zu können. Je ausgeprägter das aber ist, desto mehr gleitet diese Beziehung in Schein ab, der jedes wirkliche Aneinander-Wachsen, jede echte Arbeit an sich selbst und jede freiwillige Selbstüberwindung zum Wohle des Partners zunichte macht.  

Die eigentliche Ursache dafür ist auch hier, sich selbst höher zu stellen als den Partner. Auch in solchen Fällen kann von wirklicher Liebe keine Rede sein, denn wirkliche Liebe bringt den Drang mit sich, eigene erkannte Fehler schnell abzulegen, um den geliebten Mitmenschen nicht zu kränken oder zu verletzen und damit die beiderseitige Harmonie zu stören.

Was die körperlich begründete Eitelkeit ebenfalls bis ins Mark trifft, ist der ganz normale Alterungsprozess, der dann oft in derartigen Partnerschaften große Krisen bringen kann. Doch in Wirklichkeit kann die natürliche Alterung eine große Chance darstellen: Entweder man betrachtet sie als entscheidende Hilfe zur inneren Umorientierung, zu einem von inneren Werten getragenen Leben, oder aber man versucht, diesen Lehren durch Hinwendung zu jüngeren Partnern oder dem manchmal grotesken Übertünchen der Alterung, z. B. durch Schminke oder Schönheitsoperationen, auszuweichen.

Makeup - den Alterungsprozess verzögern wollen
 

Aufwendiges Makeup - nicht selten der Versuch,
den natürlichen Alterungsprozess optisch hinauszuzögern

 
Schwachheit und Bequemlichkeit

Wie alles in der Schöpfung durch Nichtbetätigung erschlafft und verkümmert, wie jeder Muskel im Körper durch Bequemlichkeit abgebaut und schwach wird, wie auch jede ursprünglich erarbeitete Fähigkeit durch Vernachlässigung verlorengeht, so ist es auch in den Beziehungen! Wer in eine Partnerschaft mit dem oft selbst unbewussten, aber maßgeblich treibenden Drang hineingeht, vom Partner ein besseres, schöneres, angenehmeres, vor allem aber bequemeres Leben zu erwarten, ohne selbst einen vollwertigen Beitrag in eigener Arbeit und Fleiß dazu zu leisten, wird ebenfalls an der Möglichkeit einer erfüllenden Partnerschaft vorbeigehen.  

Auch diese Haltung verletzt ein zentrales Schöpfungsgesetz: das der Bewegung!

Bedenken wir eine wichtige Tatsache: Jede Form der Veränderung, sei es zum Guten oder Schlechten, bedingt eine entsprechende Bewegung durch die darin enthaltene Energie! Ohne Bewegung verharrt alles im "Status quo", im Alten, ohne Bewegung ist alles tot!  

Wer also eine Beziehung auf das Ver- und Umsorgtsein durch den Partner aufbauen möchte, ohne selbst voll und ganz entsprechend mitarbeiten zu wollen, wird scheitern müssen. Auch hier fehlt wieder der ausreichende Respekt vor dem Partner. Man sieht ihn eher als den Diener der eigenen Bedürfnisse an, und das hat selbstverständlich mit ehrlicher Liebe nichts zu tun.

Auch hier ziehen sich meist, nach dem Gesetz der Anziehung der Gleichart, Menschen mit ähnlicher Motivation an. Häufig verrichten beide ihre bezahlte, verpflichtende Alltagsarbeit eher lustlos und landen abends als "Couchpotatoes" vor dem Fernseher. Hinsichtlich der Art der Sendungen sind diejenigen dominant, die vom Anspruch her wenig innere Mitarbeit verlangen, sondern lediglich "unterhalten" wollen. Doch wie das Wort so treffend sagt: Unter-haltung hält die innere Haltung unten, führt selten zu irgendwelchem Nutzen, geschweige denn zu innerem, geistigem Wachstum; also definitiv nicht zu dem, was mit wirklicher Liebe zu tun hat.

Konfliktfrei sind derartige Beziehungen allerdings in der Regel auch nicht, weil zum einen nicht selten über die Verteilung der nicht vermeidbaren Arbeiten gestritten wird, und weil andererseits das Leben in weitgehender Untätigkeit veränderungsarm und damit fade wird. Die Schuld daran trägt, nach Meinung der beiden Partner, in der Regel dann der jeweils andere.

Die Lösung liegt also im Hereinfinden in die unbedingt notwendige Bewegung! Der Anfang dafür liegt meist erst einmal im Entschluss zu körperlicher Bewegung und Arbeit, die bei ausreichender Konsequenz dann später in vielseitigeres Interesse und innere Arbeit an sich selbst übergehen kann.


Triebhaftigkeit

Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, dass sich weltweit in der Menschheit ein Ausmaß der Sexualisierung entwickelt hat, das weite Kreise zieht, das das Geschlechterverhältnis stark belastet und daher gesamtgesellschaftlich große Probleme bringt. Dabei sehen wir sprichwörtlich meist den Wald vor lauter Bäumen nicht und bringen viele gesellschaftliche Probleme nicht mit dieser Übersexualisierung in Verbindung, obwohl gerade dort ein großer, wenn nicht gar der Hauptteil der Ursachen liegen dürfte.  

Wollen wir wenigstens eine Ahnung vom ganzen Schaden bekommen, so müssen wir dringend eine Querverbindung zur Macht und Auswirkung der Gedanken ziehen. Diese sind in Wirklichkeit hochenergetisch und bilden, wie ich schon an anderer Stelle dargelegt habe, in den nächst feineren Ebenen, die uns umgeben, starke Kraftzentralen, die uns um so stärker beeinflussen, je mächtiger und energiegeladener sie sind. Und da sich Milliarden von Menschen mit diesem Thema in nicht gerade hoheitsvoller Art gedanklich beschäftigen, können wir ohne weiteres davon ausgehen, dass die Gedankenzentralen einer durchaus problematischen Sexualität mit zu den stärksten der Erde gehören.  

Diese wirken wiederum so, dass sie auf alle Menschen, die sich auch nur ansatzweise mit ähnlichen Gedanken befassen, sofort schwingungsmäßig in Resonanz treten - denn alles im Kosmos ist Schwingung - und durch diese Resonanz eine enorme Verstärkung bringen! Und da für alle Varianten der Sexualität, auch der ganz schlimmen, entsprechende Gedankenformen im Übermaß bereitstehen, lassen sich alle Auswüchse, die immer wieder Entsetzen hervorrufen, auf dieser Grundlage ganz leicht erklären.  

Es ist sicher nicht nötig, hier in Details zu gehen, denn gerade heute liegt das Problem bei nur ein wenig Beobachtungs- und Kombinationsgabe offen vor Augen. Und doch würde das ganze nicht oder kaum geschehen können, wäre die Gedankenwelt reiner, so dass sie für Verbrechen aller Art keinen Resonanzboden mehr abgeben würde! -

Auch dieses wohl größte Menschheitsproblem ist, wie alles andere, wieder nur durch einen über lange Zeitläufe erfolgten Missbrauch unseres freien Willens entstanden - gegen den Willen des Schöpfers; denn er hat uns weder so geschaffen noch uns Anreize gegeben, derart massiv gegen jedes gesunde Maß und gegen die Schöpfungsordnung zu verstoßen. Und von Anfang an, vor sagenhaft fernen Zeiten, waren bei dieser Entgleisung beide Geschlechter beteiligt, nicht nur eines, wie so mancher Mensch erst einmal gerne vermuten möchte. -

In der Partnerschaft wirkt sich das Problem der Frauenentwertung und Übersexualisierung natürlich besonders stark aus und brachte im Verlaufe von Jahrhunderten und Jahrtausenden die Gesellschaftsform des Patriarchats, der Männerherrschaft, mit vielen unliebsamen Folgen. Insbesondere brachte sie die Degradierung der Menschen, vor allem der Frauen, auf die körperlichen Aspekte und Vorzüge, statt in erster Linie, wie es natürlich wäre, vom Wesen des geliebten Partners auszugehen. Natürlich und damit schöpfungsgesetzmäßig richtig ist es, wenn zwischen den Geschlechtern eine seelische, eine wesensmäßige, eine persönliche Harmonie und damit wirkliche Liebe entsteht, die dann in aller Regel auch zu einer tief empfundenen, schönen Sexualität führen würde.

Doch in vielen Fällen ist es heute umgekehrt: Ein ausgeprägtes Begehren trifft auf den schon oben angesprochenen "Liebesmarkt" und lässt die Hemmschwelle oft so stark sinken, dass durch eine häufige und seelisch nicht fundierte Sexualität Verletzungen in großer Zahl entstehen, denn der eine Mensch meint es vielleicht ernst, der andere nicht. Außerdem entstehen naturgesetzmäßig durch die Sexualität starke Bindungen, die sich zwar verdrängen, nicht aber so leicht aufheben lassen. Diese Bindungen sind als Schutz in die Natur gelegt, damit normalerweise starke und stabile Verbindungen entstünden, die ja auch als Grundlage für eine dauerhafte Beziehung und der meist damit verbundenen Familienplanung sehr, sehr wichtig wären.

Doch über all das, über sämtliche Schöpfungsgesetze, setzen wir Menschen uns immer wieder hinweg und richten damit großen Schaden an. Und wie wir am 9. Gebot sehen können, existiert das Problem schon seit vielen Jahrtausenden. -

Ist also eine Partnerschaft hauptsächlich auf Sexualität und Begehren gegründet, so kann natürlich von einer echten Liebe ebenfalls nicht gesprochen werden, da diese ein ausreichendes Maß an Selbstlosigkeit und Rücksichtnahme fordert. Doch gerade das Begehren wird besonders gerne als "Liebe" bezeichnet, nicht zuletzt, weil mittlerweile auch ein gigantischer, lukrativer Markt mit Billionenumsätzen daraus entstanden ist, wie allein schon ein kurzer Blick ins Internet zeigt. Und da Geld ja bekanntlich die Welt regiert, möchte niemand, der auf diesem Markt kräftig absahnt, in der Hinsicht eine Besserung.

Die Psychologie lehrt uns allerdings, dass diese Art der Beziehung nicht langlebig ist, wenn sie nicht rechtzeitig transformiert wird, denn die körperbetonte, "leidenschaftliche" Sexualität hält nur ein bis maximal drei Jahre. Kann sie dann nicht in eine seelische Vertrautheit und eine gewisse Harmonie überführt werden, so schafft sie im wahren Wortsinne viel Leiden und mündet oft in einer Trennung. Nicht ohne Grund wird heute mindestens jede zweite Ehe geschieden, nicht selten schon nach kurzer Zeit, weil die Vorstellungen und Wünsche der Partner nicht in Erfüllung gegangen sind.

Liebe und Partnerschaft - glückliches altes Paar
Eine Beziehung, die offensichtlich auf seelischer Liebe gründet
und dann bis ins hohe Alter hält

 
Wege zu wahrer Liebe

Soweit das etwas kritische und teilweise sicher desillusionierende Fazit über die bedeutendste, wichtigste und schönste Sache der Welt - aber konsequent umgesetzt der Weg zu einer harmonischeren und erfüllenderen Partnerschaft! Geht es darum, eine bestehende Partnerschaft wieder auf eine neue Grundlage zu stellen, so ergibt sich aus dem bisher Gesagten ein wichtiger Ratschlag: Gehen wir von einer nehmenden in eine gebende Haltung über, und treten wir am Anfang auch erst einmal bewusst in Vorlage! Machen wir also den Anfang, aber immer auf Augenhöhe! Fehlt diese, so wird es in aller Regel leider nicht funktionieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Hinderungsgründe für das Entstehen echter Liebe in zu großem Egoismus liegen können, mit einer damit verbundenen zu geringen Wertschätzung des Partners, oder aber umgekehrt in dessen Überhöhung und einem damit verbundenen eigenen Minderwertigkeitsgefühl. Überwinden wir diese Problematik und fassen wir wirkliche Liebe zum Partner, dann erst ist der Weg frei zum Erfassen dieses besonderen Zaubers und der darin liegenden geistigen Aufstiegsmöglichkeit für alle Beteiligten und deren Umgebung.


Zitate aus der Gralsbotschaft

Die folgenden Zitate aus der "Gralsbotschaft - Im Lichte der Wahrheit", deren Wissen die Grundlage dieser Internetseite bildet, bieten meiner Ansicht nach wertvolle Hinweise für den Weg zu wahrer Liebe. Das erste beschreibt die Art, das Wesen und den Zugang zu wirklicher Liebe, das zweite ist ein vollständiger Vortrag, der die Beschaffenheit einer echte Ehe behandelt, und das dritte ist ebenfalls ein kompletter, aber sehr kurzer Vortrag mit dem Titel "Die Religion der Liebe" mit Bezug zu Jesus  von Nazareth, in dem auch die oben ausführlicher besprochenen Schattenseiten aufgezählt werden.

Vortrag: "Der Mensch und sein freier Wille"

 "Des Schöpfers Weisheit brachte es in der Stofflichkeit mit sich, daß die angegebenen Zeiten nicht die einzigen sind, in denen der Mensch die Möglichkeit zu schneller Hilfe finden kann, in denen er sich selbst und seinen eigentlichen Wert zu finden vermag, sogar einen außergewöhnlich starken Antrieb dazu erhält, damit er aufmerksam darauf wird.

  Diese Zaubermacht, die jedem Menschen während seines ganzen Erdenseins in steter Hilfsbereitschaft zur Verfügung steht, die aber auch aus derselben Verbindung der Sexualkraft mit der Geisteskraft hervorgeht und das Abstoßen des Karmas herbeiführen kann, ist die Liebe! Nicht die begehrende Liebe des Grobstofflichen, sondern die hohe, reine Liebe, die nichts anderes kennt und will als das Wohl des geliebten Menschen, die nie an sich selbst denkt. Sie gehört auch in die stoffliche Schöpfung und fordert kein Entsagen, kein Asketentum, aber sie will immer nur das Beste für den anderen, bangt um ihn, leidet mit ihm, teilt aber mit ihm auch die Freude.

  Als Grundlage hat sie die ähnlichen ideal-sehnsüchtigen Empfindungen der unverdorbenen Jugend bei dem Eintreten der Sexualkraft, aber sie peitscht den verantwortlichen, also reifen Menschen auch zur Vollkraft seines ganzen Könnens auf bis zum Heldentum, so daß die Schaffens- und Streitkraft zu größter Stärke angespannt wird. Hierbei ist dem Alter keine Grenze gesetzt! Sobald ein Mensch der reinen Liebe Raum gewährt, sei es nun die des Mannes zum Weib oder umgekehrt, oder die zu einem Freunde oder einer Freundin, oder zu den Eltern, zu dem Kinde, gleichviel, ist sie nur rein, so bringt sie als erste Gabe die Gelegenheit zum Abstoßen alles Karmas, das sich dann nur noch rein »symbolisch« auslöst, zum Aufblühen des freien und bewußten Willens, der nur nach oben gerichtet sein kann. Als natürliche Folgerung beginnt dann der Aufstieg, die Erlösung von den unwürdigen Ketten, die ihn niederhalten.

  Die erste sich regende Empfindung bei erwachender reiner Liebe ist das sich Unwertdünken dem geliebten Anderen gegenüber. Mit anderen Worten kann man diesen Vorgang mit eintretender Bescheidenheit und Demut bezeichnen, also den Empfang zweier großer Tugenden. Dann schließt sich daran der Drang, schützend die Hand über den anderen halten zu wollen, damit ihm von keiner Seite ein Leid geschähe, sondern sein Weg über blumige, sonnige Pfade führt. Das »Auf-den-Händen-tragen-Wollen« ist kein leerer Spruch, sondern kennzeichnet die aufsteigende Empfindung ganz richtig.

  Darin aber liegt ein Aufgeben der eigenen Persönlichkeit, ein großes Dienenwollen, das allein genügen könnte, alles Karma in kurzer Zeit abzuwerfen, sobald das Wollen anhält und nicht etwa rein sinnlichen Trieben Platz macht. Zuletzt kommt bei der reinen Liebe noch der heiße Wunsch, recht Großes für den geliebten Anderen in edlem Sinne tun zu können, ihn mit keiner Miene, keinem Gedanken, keinem Worte, noch viel weniger mit einer unschönen Handlung zu verletzen oder zu kränken. Zarteste Rücksichtnahme wird lebendig.

  Dann gilt es, diese reinen Empfindungen festzuhalten und allem anderen obenan zu setzen. Niemals wird jemand dann etwas Schlechtes wollen oder tun. Er vermag es einfach nicht, sondern hat im Gegenteil darin den besten Schutz, die größte Kraft, den wohlmeinendsten Berater und Helfer.

  Deshalb weist auch Christus immer wieder auf die Allgewalt der Liebe hin! Nur diese überwindet alles, vermag alles. Aber immer nur vorausgesetzt, daß es nicht die nur irdisch begehrende Liebe ist, die die Eifersucht und ihr verwandte Laster in sich trägt.

  Der Schöpfer hat in seiner Weisheit damit einen Rettungsring in die Schöpfung geworfen, der nicht nur einmal im Erdenleben an jeden Menschen anstößt, daß er sich daran halte und emporschwinge!

  Es ist diese Hilfe für alle da. Sie macht keinen Unterschied, weder im Alter noch im Geschlecht, weder bei arm noch reich, nicht bei vornehm oder gering. Deshalb ist die Liebe auch das größte Geschenk Gottes! Wer es erfaßt, der ist der Rettung aus jeder Not und jeder Tiefe sicher! Er macht sich frei, erhält damit am schnellsten und am leichtesten einen ungetrübten, freien Willen wieder, der ihn nach oben führt.

  Und wenn er in einer Tiefe läge, die ihn zur Verzweiflung bringen muß, die Liebe ist fähig, ihn mit Sturmesgewalt emporzureißen zu dem Licht, zu Gott, der selbst die Liebe ist. Sobald in einem Menschen durch irgendeinen Anstoß die reine Liebe rege wird, hat er auch die direkteste Verbindung mit Gott, dem Urquell aller Liebe, und somit auch die stärkste Hilfe. Wenn aber ein Mensch alles besäße und hätte der Liebe nicht, so wäre er doch nur ein tönend Erz oder eine klingende Schelle, also ohne Wärme, ohne Leben ... nichts!

  Findet er jedoch zu irgendeinem seiner Nächsten die wahre Liebe, die nur darnach strebt, dem anderen geliebten Menschen Licht und Freude zu bringen, ihn nicht durch unsinniges Begehren herabzuzerren, sondern schützend emporzuheben, so dient er ihm, ohne sich dabei des eigentlichen Dienens bewußt zu werden, da er sich dadurch mehr zu einem selbstlosen Geber und Schenker macht. Und dieses Dienen ringt ihn frei!

  Viele werden sich hier sagen: Genau so mache ich es ja, oder strebe es wenigstens schon an! Unter Aufbietung aller Mittel suche ich meiner Frau oder Familie das Erdenleben leicht zu machen, ihnen Genüsse zu bieten, indem ich mich bemühe, so viele Mittel zu beschaffen, daß sie sich ein bequemes, angenehmes Leben leisten können und sorgenfrei sind.

  Tausende werden an ihre Brust schlagen, sich gehoben fühlen und sich für wer weiß wie gut und edel halten. Sie irren! Das ist die lebendige Liebe nicht! Diese ist nicht so einseitig irdisch, sondern drängt gleichzeitig viel stärker nach Höherem, Edlerem, Idealem. Gewiß, niemand darf ungestraft, also ohne Nachteil, die irdischen Notwendigkeiten vergessen, er soll sie nicht außer acht lassen, aber diese dürfen nicht zur Hauptsache des Denkens und Handelns werden. Darüber schwebt groß und stark das für viele so geheimnisvolle Wünschen, das wirklich vor sich selbst sein zu können, was sie vor denen gelten, von denen sie geliebt werden.

  Und dieses Wünschen ist der rechte Weg! Er führt immer nur aufwärts.

  Die wahre, reine Liebe braucht nicht erst noch näher erklärt zu werden. Ein jeder Mensch fühlt ganz genau, wie sie beschaffen ist. Er sucht sich oft nur selbst darüber wegzutäuschen, wenn er seine Fehler dabei sieht und klar empfindet, wie weit entfernt er eigentlich noch davon ist, wahr, rein zu lieben. Aber er muß sich dann zusammenraffen, darf nicht zögernd halten und schließlich zum Versagen kommen; denn es gibt für ihn keinen freien Willen mehr ohne wahre Liebe!"

(aus dem Vortrag: "Der Mensch und sein freier Wille", Bd. 2, Vortrag 22)

 
Vortrag: "Die Ehe"

 "Ehen werden im Himmel geschlossen! Dieser Satz wird oft mit Grimm und Bitterkeit von Verheirateten gerufen. Aber er wird auch gleisnerisch von solchen angewendet, die vom Himmel am weitesten entfernt sind. Die natürliche Folge ist, daß man über diesen Spruch nur noch die Achseln zuckt, lächelt, spottet und sogar auch höhnt.

  Im Hinblick auf alle die Ehen, die ein Mensch im Laufe der Jahre in seiner nächsten und weiteren Umgebung kennenlernt, wird dies verständlich. Die Spottenden haben recht. Nur würde es besser sein, nicht über den Ausspruch zu spotten, sondern über die Ehen selbst! Diese sind es, denen in der Mehrzahl nicht nur Spott und Hohn, sondern  sogar Verachtung gebührt.

  Die Ehen, wie sie heute sind und wie sie schon vor Hunderten von Jahren waren, machen die Wahrheit des Spruches zuschanden, lassen niemand daran glauben. Sie sind mit leider nur sehr seltenen Ausnahmen ein ausgesprochen unsittlicher Zustand, dem ein Ende zu bereiten nicht schnell genug geschehen kann, um Tausende vor dieser Schande zu bewahren, in die sie der Gepflogenheit der Jetztzeit entsprechend blind hineinrennen. Sie wähnen, daß es nicht anders sein kann, weil es so üblich ist. Dazu kommt, daß gerade in der Jetztzeit alles bis zur Schamlosigkeit darauf zugeschnitten ist, jede reinere Empfindung zu trüben und zu ersticken. Kein Mensch denkt daran, die Persönlichkeit auch durch Ehrfurcht dem Körperlichen gegenüber zu dem zu machen, was sie sein sollte, sein kann und sein muß.

  Der Körper hat gleich der Seele etwas Kostbares, deshalb Unantastbares zu sein, das man nicht zur Anlockung zur Schau stellt. Und deshalb läßt sich auf Erden auch in dieser Beziehung der Körper von der Seele nicht trennen. Beides ist gleichzeitig als Unantastbares zu achten und zu bewahren, wenn es irgendeinen Wert haben soll. Sonst wird es Plunder, an dem man sich beschmutzt, dem nur gebührt, in die Ecke geworfen zu werden, um dem ersten besten vorüberziehenden Trödler billig anzugehören.

  Ergießt sich heute ein Heer solcher Trödler und Aufkäufer über die Erde, so finden sie ungeahnte Mengen dieses Plunders. Jeder Schritt bringt ihnen neue Ansammlungen, die schon ihrer harren. Und solche Aufkäufer und Trödler ziehen tatsächlich schon in dichten Scharen umher. Sie sind die Gesandten und Werkzeuge der Finsternis, die gierig die wohlfeile Beute an sich reißen, um sie weiter und weiter triumphierend hinabzuführen in ihr dunkles Reich, bis alles über ihnen schwarz zusammenschlägt und sie den Weg zum Licht nie mehr zurückfinden können.

  Es ist kein Wunder, daß alles lacht, sobald noch jemand ernsthaft davon spricht, daß Ehen im Himmel geschlossen werden!

  Die staatliche Eheschließung ist nichts anderes als ein nüchterner Geschäftsakt. Die sich dadurch Verbindenden nehmen ihn vor, nicht etwa um gemeinsam ernsthaft an ein Werk heranzutreten, das den inneren und äußeren Wert der beteiligten Personen hebt, das sie gemeinsam hohen Zielen zustreben läßt, und somit sich selbst, der Menschheit, sowie der ganzen Schöpfung zum Segen gereicht, sondern als einfachen Vertrag, mit dem sie sich gegenseitig materiell sicherstellen, damit die beiderseitige körperliche Preisgabe ohne rechnerische Bedenken erfolgen kann.

  Die Frau nimmt dabei eine entwürdigende Stellung ein. In achtzig von hundert Fällen verdingt oder verkauft sie sich einfach in den Dienst des Mannes, der nicht einen gleichwertigen Kameraden in ihr sucht, sondern außer einem Schauobjekt eine billige und willige Wirtschafterin, die ihm das Heim behaglich macht, mit der er auch unter dem Deckmantel einer falschen Ehrenhaftigkeit gemeinsam den Begierden ungestört frönen kann.

  Aus den nichtigsten Gründen verlassen junge Mädchen oft das Elternhaus, um eine Ehe einzugehen. Manchmal sind sie des Elternhauses müde, sehnen sich nach einem Wirkungskreise, in dem sie selbst bestimmen können. Andere denken es sich reizvoll, eine junge Frau zu spielen, oder erhoffen mehr Bewegtheit im Leben. Sie glauben vielleicht auch in bessere materielle Verhältnisse zu kommen.

  Ebenso gibt es Fälle, wo junge Mädchen aus Trotz heraus eine Ehe eingehen, um damit einen anderen zu ärgern. Auch rein körperliche Triebe geben die Veranlassung zum Eheschluß. Durch falsche Lektüre, falsche Unterhaltung und Spielerei wurden sie erweckt und künstlich großgezogen.

  Selten ist es wirkliche seelische Liebe, die sie zu diesem ernstesten aller Schritte im Erdenleben veranlaßt. Die Mädchen sind unter treuer Assistenz vieler Eltern angeblich »zu klug«, um sich nur von reineren Empfindungen leiten zu lassen, rennen aber damit erst recht in das Unglück hinein. Solche haben ihren Lohn für diese Oberflächlichkeit zum Teil schon in der Ehe selbst. Zum Teil aber nur! Das bittere Erleben der Wechselwirkung als Folge solcher falschen Ehen kommt viel später; denn das Hauptübel dabei liegt in der Versäumnis, die damit im möglichen Fortschritte leichtsinnig herbeigeführt wird.

  So manches Erdenleben ist dadurch für den eigentlichen Zweck des persönlichen Seins vollkommen verloren. Es bringt sogar noch einen schweren Rückgang, der mühsam wieder nachgeholt werden muß.

  Wie anders, wenn eine Ehe auf rechter Grundlage geschlossen ist und harmonisch sich gestaltet! Freudig, einer im freiwilligen Dienste des anderen, wachsen sie aneinander empor zu geistiger Veredelung, Schulter an Schulter lächelnd den irdischen Mühsalen entgegenblickend. Die Ehe wird dann zum Gewinn fürs ganze Sein, aus Glück heraus. Und in dem Glücke ruht ein Aufschwung nicht nur für die einzelnen, sondern für die ganze Menschheit!

  Wehe deshalb den Eltern, die ihre Kinder durch Überredung, List oder Zwang aus Vernunftsgründen in falsche Ehen treiben. Die Wucht der Verantwortung, die darin weiter greift als nur für ihr Kind, fällt früher oder später so nachhaltig auf sie, daß sie wünschen, nie auf solche »glänzenden Gedanken« gekommen zu sein.

  Die kirchliche Eheschließung nun wird von vielen nur als ein Teil einer rein irdischen Feier angesehen. Die Kirchen selbst oder deren Vertreter wenden das Wort an: »Was Gott zusammengefügt, das soll der Mensch nicht scheiden! «

  Religiösen Kulten liegt der Grundgedanke vor, daß die beiden Eheschließenden durch diese Handlung einer Trauung von Gott zusammengefügt werden. ,,Fortgeschrittene” nehmen statt dessen auch den Sinn, daß die beiden Eheschließenden damit vor Gott zusammengefügt werden. Die letzte Deutung hat immer noch mehr Berechtigung als die erste.

  Gewollt ist aber mit diesen Worten eine derartige Deutung nicht! Sie sollen etwas ganz anderes sagen. Es ist dabei die Tatsache zu Grunde gelegt, daß Ehen wirklich im Himmel geschlossen sind.

  Werden von diesem Satze alle falschen Begriffe und Deutungen entfernt, so hört sofort jede Ursache zum Lachen, Spotten oder Höhnen auf, und der Sinn liegt in seinem ganzen Ernste und seiner unabänderlichen Wahrheit vor uns. Die natürliche Folge ist aber dann auch die Erkenntnis, daß die Ehen ganz anders gemeint und gewollt sind, als die heutigen es sind, das heißt, daß ein Eheschluß nur unter ganz anderen Voraussetzungen, mit ganz anderen Ansichten und Überzeugungen und mit ganz reinen Absichten erfolgen darf.

  »Die Ehen werden im Himmel geschlossen« zeigt in erster Linie, daß schon bei Eintritt in das irdische Leben ein jeder Mensch bestimmte Eigenschaften mitbringt, deren harmonische Entwicklung nur Menschen mit den dazu passenden Eigenschaften bewirken können. Dazu passende Eigenschaften sind aber nicht die gleichen, sondern solche, die ergänzen und durch diese Ergänzung vollwertig machen.

  In der Vollwertigkeit aber erklingen alle Saiten in einem harmonischen Akkord. Wird nun der eine Teil durch den anderen vollwertig gemacht, so wird auch dieser andere dazukommende Teil durch den zweiten ebenso vollwertig, und in dem Zusammenschluß beider, also in dem Zusammenleben und Wirken, wird dieser harmonische Akkord erklingen. So ist die Ehe, die im Himmel geschlossen ist.

  Damit ist aber nicht gesagt, daß für einen Menschen zu einer harmonischen Ehe nur ein ganz bestimmter anderer Mensch auf Erden befähigt ist, sondern es sind meistens einige da, die die Ergänzung des anderen Teiles in sich tragen.

  Man braucht also nicht etwa Jahrzehnte um die Erde zu wandern, um diesen zweiten, wirklich passenden und ergänzenden Teil zu finden. Es heißt nur, den nötigen Ernst dazu zu verwenden, Augen, Ohren und Herz offen zu halten, vor allem von den bisher als Vorbedingung zu einer Ehe gestellten Forderungen abzusehen. Gerade das, was heute gilt, soll nicht sein.

  Gemeinsame Arbeit und hohe Ziele bedingt eine gesunde Ehe ebenso unerläßlich, wie ein gesunder Körper die Bewegung und frische Luft. Wer auf Bequemlichkeit und möglichste Sorglosigkeit rechnet und darauf das Zusammenleben aufzubauen sucht, wird zuletzt nur Ungesundes mit allen Nebenerscheinungen ernten. Deshalb sucht endlich Ehen einzugehen, die im Himmel geschlossen sind. Dann wird das Glück Euch finden!

  Das im Himmel geschlossen sein bedeutet, vor oder mit Eintritt in das Erdenleben schon füreinander vorgesehen zu sein. Das Vorgesehensein liegt aber nur in den mitgebrachten Eigenschaften, mit denen sich zwei gegenseitig voll ergänzen. Solche sind dadurch füreinander bestimmt.

  Bestimmtsein kann man aber ebensogut auch ausdrücken mit »füreinander passen«, sich also wirklich ergänzen. Darin liegt die Bestimmung.

  »Was Gott zusammengefügt, das soll der Mensch nicht scheiden.«

  Das Nichtverstehen dieses Wortes Christi hat schon so manches Unheil angerichtet. Viele wähnten bisher unter: ,,was Gott zusammengefügt” den Eheschluß. Dieser hat mit dem Sinn der Worte bisher so gut wie nichts zu tun gehabt. Das, was Gott zusammengefügt, ist ein Bund, in dem die Bedingungen erfüllt sind, die eine volle Harmonie erfordert, der also im Himmel geschlossen ist. Ob darüber nun die staatliche und kirchliche Erlaubnis erteilt wurde oder nicht, ändert an der Sache nichts.

  Selbstverständlich ist es notwendig, sich dabei auch in die staatliche Ordnung einzufügen. Wird dann eineTrauung bei einem so geschlossenen Bund noch nach dem jeweiligen religiösen Kult in entsprechender Andacht vorgenommen, so ist es ganz natürlich, daß dieser Bund durch die innere Einstellung der Beteiligten eine noch viel höhere Weihe erhält, die wirklichen und starken geistigen Segen über das Paar bringt. Eine solche Ehe ist dann wirklich von und vor Gott zusammengefügt und im Himmel geschlossen.

  Nun folgt die Warnung: ,,das soll der Mensch nicht scheiden!'” Wie klein ist auch der hohe Sinn dieser Worte herabgedrückt worden.

  Dabei liegt die Wahrheit doch so klar zutage! Wo immer auch ein Bund sich findet, der im Himmel geschlossen ist, das heißt, wo zwei sich so ergänzen, daß ein voller harmonischer Akkord entsteht, dort soll kein Dritter versuchen, eine Trennung herbeizuführen. Sei es, um Mißklang hineinzubringen, eine Vereinigung unmöglich zu machen oder eine Trennung herbeizuführen, gleichviel, ein solches Unterfangen wäre Sünde. Ein Unrecht, das sich in seiner Wechselwirkung schwer an den Urheber heften muß, da zwei Menschen gleichzeitig davon betroffen werden, und mit diesen auch der Segen, der durch ihr Glück sich ausgebreitet hätte in die grob- und feinstoffliche Welt.

  Es ist in diesen Worten eine schlichte Wahrheit, die sich nach allen Seiten kenntlich macht. Die Warnung ist zum Schutze nur solcher Bündnisse, die durch die schon vorher erwähnten Vorbedingungen im Himmel geschlossen sind, wofür sie ihre Bestätigung durch die mitgebrachten beiderseitig sich ergänzenden seelischen Eigenschaften haben.

  Zwischen solche soll sich kein Dritter drängen, auch nicht die Eltern! Den beiden Beteiligten selbst wird es nie einfallen, eine Trennung zu wünschen. Die ihnen durch ihre gemeinsamen seelischen Eigenschaften zu Grunde gelegte göttliche Harmonie läßt einen solchen Gedanken nicht aufkommen. Ihr Glück und die Beständigkeit ihrer Ehe ist damit von vornherein gewährleistet.

  Wird ein Antrag auf Scheidung von einem der Ehegatten gestellt, so gibt dieser damit den besten Beweis, daß die notwendige Harmonie nicht zu Grunde liegt, die Ehe also auch nicht im Himmel geschlossen sein kann. In solchem Falle sollte eine Ehe unbedingt geschieden werden; zur Hebung des sittlichen Selbstbewußtseins beider auf solcher ungesunden Stufe lebenden Ehegatten.

  Derartige falsche Ehen bilden jetzt die große Mehrzahl. Dieser Übelstand liegt vorwiegend an dem moralischen Rückgange der Menschheit sowie in der herrschenden Anbetung des Verstandes.

  Das Scheiden dessen, was Gott zusammengefügt, betrifft aber nicht nur die Ehe, sondern auch schon das vorhergehende Sichnähern zweier Seelen, die durch die sich ergänzenden Eigenschaften nur Harmonie entwickeln können, also füreinander bestimmt sind. Ist dann ein solcher Bund geschlossen, und ein Dritter versucht sich hineinzuzwängen durch Verleumdung oder ähnliche bekannte Mittel, so ist diese Absicht schon der vollendete Ehebruch!

  Der Sinn der Worte: »Was Gott zusammengefügt, das soll der Mensch nicht scheiden«, ist so einfach und klar, daß schwer zu begreifen ist, wie hierüber eine irrige Auffassung auftauchen konnte. Es war das nur möglich durch unrichtige Trennung der geistigen Welt von der irdischen Welt, wodurch beschränkte Verstandesauffassung zur Geltung kommen konnte, die noch nie wirkliche Werte zeitigte.

  Aus dem Geistigen wurden diese Worte gegeben, nur aus dem Geistigen können sie deshalb ihre wahre Erklärung finden!"

(Vortrag: "Die Ehe", Gralsbotschaft Bd. 2, Vortrag 17)

 
Vortrag: "Die Religion der Liebe"

 "Die Religion der Liebe ist falsch erfaßt durch vielseitige Verzerrungen und Entstellungen des Begriffes Liebe; denn der wahren Liebe größter Teil ist Strenge!

  Das, was jetzt Liebe genannt wird, ist alles andere mehr als Liebe. Wenn allen sogenannten Lieben unerbittlich auf den Grund gegangen wird, so bleibt dort weiter nichts als Selbstsucht, Eitelkeit, Schwachheit, Bequemlichkeit, Einbildung oder Triebe.

  Wahrhafte Liebe wird nicht darauf sehen, was dem anderen gefällt, was diesem angenehm ist und Freude bereitet, sondern sie wird sich nur darnach richten, was dem anderen nützt! Gleichviel, ob es dem anderen Freude bereitet oder nicht. Das ist wahres Lieben und Dienen.

  Wenn also geschrieben steht: »Liebet Euere Feinde!«, so heißt das: »Tut das, was ihnen nützt! Züchtigt sie also auch, wenn sie nicht anders zur Erkenntnis kommen können!« Das ist ihnen dienen. Nur muß Gerechtigkeit dabei walten; denn Liebe läßt sich von Gerechtigkeit nicht trennen, sie sind eins!

  Unangebrachte Nachgiebigkeit hieße die Fehler der Feinde noch größer ziehen und sie dadurch weiter auf abschüssige Bahn gleiten lassen. Wäre das Liebe? Man würde sich im Gegenteil damit eine Schuld aufbürden!

  Die Religion der Liebe ist nur aus unausgesprochenen Wünschen der Menschen heraus zu einer Religion der Schlaffheit gemacht worden, wie auch die Person des Wahrheitsbringers Christus Jesus zu einer Weichlichkeit und Nachgiebigkeit herabgezerrt wurde, die er nie besaß. Er war gerade durch All-Liebe herb und ernst unter den Verstandesmenschen.

  Seine Traurigkeit, die ihn oft befiel, war im Hinblick auf seine hohe Mission und das dieser gegenüberstehende Menschheitsmaterial nur selbstverständlich. Sie hatte mit Weichheit durchaus nichts zu tun.

  Die Religion der Liebe wird nach Ablegung aller Entstellungen und dogmatischen Beengungen eine Lehre strengster Konsequenz sein, in der keine Schwachheit und unlogische Nachgiebigkeit zu finden ist."

(Vortrag: "Die Religion der Liebe", Gralsbotschaft Bd. 2, Vortrag 8)

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