Das Jüngste Gericht - Spirituelle Werte

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Das Jüngste Gericht

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Das Jüngste Gericht – ein aktuelles Geschehen?

Die besorgniserregenden Entwicklungen unserer Zeit unter einem neuen Blickwinkel
 
Über biblische Texte und Bilder fühlen wir Menschen der Jetztzeit uns meistens erhaben. Geht es um das sogenannte Jüngste Gericht und die Apokalypse, so sehen wohl die meisten darin lediglich eine Panikmache, die von manchen Religionsgruppierungen genutzt wird, um Einfluss auf innerlich zurückgebliebene, leicht einzuschüchternde Anhänger zu gewinnen. Die dort geschilderten Szenarien erscheinen uns archaisch, und die Dimension des Schreckens maßlos übertrieben zu sein.

Andererseits kommen wir nicht darum herum, feststellen zu müssen, dass immer mehr Ereignisse zur Zeit in atemberaubender Geschwindigkeit, oft von einem Tag zum nächsten, auf immer ungemütlichere, unberechenbarere und bedrohlichere Weise auf uns zukommen. Reste einer ethischen Grundausrichtung gehen in den Konflikten völlig verloren, wenn sogar Großmächte in der Verfolgung ihrer eigenen Interessen skrupellos Schulen und Krankenhäuser, Zivilisten und sogar Kinder bombardieren lassen. Religiöse Fanatiker richten Blutbäder auch bei uns an und berauben uns unseres Sicherheitsgefühls.

Im Gebrauch der Sprache, und vermutlich auch in der zukünftigen politischen Ausrichtung mancher westlicher Staaten, darunter eines sehr großen, hat kürzlich das „postfaktische Zeitalter“ begonnen, was kurz und knapp bedeutet: Wir verabschieden uns zunehmend von den Tatsachen, damit von der Wahrheit, und öffnen der Lüge Tür und Tor! Soweit nur einige wenige, aber schon ausreichend bedrohliche Entwicklungen.

Kehren wir zur Apokalypse zurück. Vier Sachverhalte sind bedenkenswert:

1. Die Apokalypse bezieht sich auf eine zukünftig zu erwartende Endzeit. So markiert sie natürlich, wie das Wort Endzeit schon sagt, das Ende, den Abschluss einer ganzen Ära. Da das bisher noch nicht stattgefunden hat, hätten wir das Geschehen also noch zu erwarten.

2. Wenn es um die eben geschilderten Verfallserscheinungen ethischer und allgemein menschlicher Werte geht: Empfinden wir nicht alle mehr oder weniger deutlich, dass aktuelle Ereignisse in einer enormen Beschleunigung fast ausschließlich unheilvolle oder zumindest höchst bedenkliche Formen annehmen? Ist das „Zufall“, oder steht doch etwas anderes, Machtvolles dahinter, gegen das wir kleine Menschlein völlig machtlos sind?

3. Wenn früher Krisenherde entstanden sind, so beschränkten sie sich zuerst auf einzelne Regionen, weiteten sich später auf ganze Staaten aus, auf Kontinente, bis dann in den Weltkriegen große Teile der Erde betroffen waren. Heute erweitert sich das Ganze wirklich auf die ganze Erde und umfasst mittlerweile nicht nur Gebiets- und Machtansprüche, sondern alles! Wir haben Kriege, wir haben Naturkatastrophen, Klimawandel, Artensterben, Flüchtlingskrisen, Finanzkrise, Hunger, Krankheit, zunehmde psychische Instabilität, Folter, Sklaverei, ethnische Massenmorde, sich steigernde Staatswillkür und Ausbeutung auch in Staaten, die schon besser dastanden und nun in die alten, barbarischen Muster zurückfallen, usw.

4. Zum Schluss das Wichtigste, was uns selbst unmittelbar betrifft: Merken wir nicht deutlich, dass auch in uns selbst das Seelenleben immer turbulenter wird? Dass wir nicht mehr als unbeteiligter Beobachter auf das allgemeine Geschehen schauen können, sondern uns zunehmend mit unseren eigenen Schattenseiten auseinandersetzen müssen? Oder dass unsere Neigung zur Projektion auf andere Menschen, also die Fehlersuche bei anderen statt bei uns selbst, größer wird?

Von daher fragen sich viele Menschen sorgenvoll, wie das nun weitergehen und enden soll. Wie aber die aktuellen Entwicklungen auch in Deutschland zeigen, sind die verantwortlichen Politiker damit überfordert, und das ist auch ganz verständlich! Es bahnen sich globale Entwicklungen an, die ganz offensichtlich durch keinen Menschen mehr in den Griff zu bekommen sind!

Gleichzeitig sehen wir, wie sicher geglaubte, große Errungenschaften, wie die europäische Vereinigung und Solidarität, bei der kleinsten Belastung dahinschmelzen wie ein Schneemann in der Sonne. Es treten ungeschminkt nationale Egoismen in Reinkultur ans Tageslicht.

Auch totalitäre Regimes geben sich mittlerweile kaum noch Mühe, ihr menschenverachtendes Handeln noch in irgendeiner Weise zu rechtfertigen – sie handeln einfach so, wie sie es wollen und sehen sich sogar als dazu berechtigt an. Und als Gipfel der Monstrosität errichten fanatische Mörderbanden einen eigenen Staat, der sich ohne weiteres bildhaft als „Außenstation der Hölle“ auf der Erde bezeichnen lässt.

Parallel dazu läuft ein menschengemachter Klimawandel und auch eine sonstige Plünderung unseres Heimatplaneten in unvorstellbaren Ausmaßen, die uns absehbar große Katastrophen bringen werden. Nicht einmal die Bereitschaft zum Gegensteuern ist vorhanden, wie beispielsweise die jetzt einsetzende Verschwendung des kostbaren Öls durch überdimensierte Autos eindrucksvoll beweist! Das Öl ist z. Zt. billig, und deshalb wird es bedenkenlos vergeudet!

Nun stehen wir ratlos vor den sich anbahnenden Entwicklungen und erwarten Gegenmaßnahmen, vor allem von den Politikern. Doch hätten diese tatsächlich den Überblick und die Weitsicht, die nun erforderlichen, sehr drastischen Maßnahmen zu ergreifen, so würden sie spätestens bei der nächsten Wahl verschwinden; denn Eingriffe in das persönliche Lebensverständnis zum Wohle der anderen und der Natur werden keinesfalls im großen Stile akzeptiert. Ändern sollen sich stets die anderen! –

Für unsere Betrachtung ist es deshalb unverzichtbar, die geistige Ebene hinzuzuziehen!

Der Schlüssel zum Verständnis kommenden Geschehens liegt ganz einfach im unabänderlichen Gesetz der Wechselwirkung, das uns stets das bringt, was wir herausgegeben haben. Verfolgen wir also genau die falschen Wege weiter, die uns die bisherigen Probleme gebracht haben, so kann natürlich nichts anderes dabei herauskommen als eine weitere Verschärfung dieser Probleme – denn die Aussaat hat sich nicht geändert!

Neu ist allerdings, dass sich, ohne Zutun der Menschen, nun das Tempo der Rückwirkungen nach und nach erheblich steigert. Der Schöpfer verstärkt nun tatsächlich zum Zwecke einer großen Reinigung und Entscheidung die Energie, die in diesen selbsttätigen Gesetzen liegt. Vereinfacht gesagt: Alles wird energetisch regelrecht aufgeladen und verstärkt den "Druck im Kessel"! Aufgrund dieser gesteigerten Energie erfolgen die Rückwirkungen alles Geschehens in immer schnellerem Tempo, so dass nun jeder Mensch verstärkt mit den Auswirkungen seiner Gesinnungen, seines Denkens, Redens und Handelns konfrontiert wird. Wir werden also damit alle regelrecht gezwungen, die Ergebnisse unseres Tuns ansehen und erleben zu müssen, was natürlich eine große Hilfe ist für alle, die noch bereit sind, daran etwas zu ändern.

Wichtig für uns alle zu wissen ist jedenfalls, dass alle von Menschen beabsichtigten oder eingeleiteten Maßnahmen, auch wenn sie von den wichtigsten Politikern kommen sollten, versagen werden, denn kollektiv gilt für die überwältigende Mehrheit der Menschen immer noch das Sündenbock-Prinzip: Schuld sind immer nur die anderen, niemals man selbst! Diese kollektive, also mehrheitliche Einstellung entscheidet das weitere Geschehen, nicht aber eine kleine Zahl von Politikern, wie mächtig sie uns auch erscheinen mögen.

Außerdem sollen wir das von uns herbeigezwungene Unheil und Chaos erleben, damit wir uns hoffentlich noch sprichwörtlich in letzter Sekunde ändern und in Zukunft versuchen, ein Leben zu führen, das mit den Schöpfungsgesetzen geht und nicht gegen sie, zu unserem eigenen Glück!

Wie das künftige Geschehen naturgesetzmäßig ablaufen wird, darüber klärt uns der folgende Vortrag aus der Gralsbotschaft auf:


    „Jüngstes  Gericht! Jede Verheißung, die damit zusammenhängt, kündet von  Auferweckung aller Toten für das Endgericht. In den Begriff des  Ausdruckes wurde von diesen Menschen aber wiederum ein Irrtum eingelegt;  denn es soll nicht heißen: Auferweckung aller Toten, sondern Auferweckung alles Toten! Das ist: Belebung alles dessen, was ohne Bewegung in der Schöpfung ist, damit es für das Gottgericht lebendig werde, in der Betätigung erhöhet oder ausgerottet!
 
   Nichts  bleibet jetzt bewegungslos; denn die lebende Kraft, die jetzt verstärkt  durch alle Schöpfung flutet, drängt und drückt, zwingt alles zur  Bewegung. Darin wird es erstarken, auch das, was bisher ruhte oder  schlummerte. Es wird erweckt, gekräftigt und muß  damit sich betätigen, wird in erwachender Betätigung so gut wie an das  Licht gezerrt, auch wenn es sich verbergen wollte. Man kann auch sagen,  es kommt selbst ans Licht und muß sich zeigen, kann nicht  weiterschlummern, wo immer es vorhanden ist. Mit volkstümlichen Worten:  »Es kommt an den Tag!«
 
   Alles  wird Leben, Betätigung in dieser ganzen Schöpfung durch das neue  Eindringen des Lichts! Das Licht zieht dabei machtvoll an ... ob mit  oder ob ohne Wollen des in dieser Schöpfung Ruhenden, sich vielleicht  gar Versteckenden, und es kommt auch zuletzt mit diesem Lichte in  Berührung, kann ihm nicht entrinnen, auch wenn es Flügel einer  Morgenröte hätte, kein Ort in der gesamten Schöpfung kann ihm Schutz  davor gewähren. Nichts bleibt unbeleuchtet.
 
    In  der Bewegung des Herangezogenwerdens aber muß an diesem Licht  zerschellen und verbrennen, was die Strahlung nicht verträgt, was also  nicht in sich schon selbst nach diesem Lichte strebt. Lichteingestelltes  aber wird erblühen und erstarken in der Reinheit seines Wollens!
 
   So ist es auch mit allen Eigenschaften  dieser Erdenmenschenseelen. Was bisher darin tot zu ruhen schien, was  schlummerte, den Menschen selbst oft unbekannt, es wird unter der Kraft  erwachen und erstarken, wird zum Gedanken und zur Tat, damit es sich  nach seiner Art in der Betätigung selbst richte an dem Licht! Bedenkt,  es kommt zum Leben, was auch in Euch ruht! Darin liegt Auferweckung alles Toten! Lebendiges Gericht! Jüngstes Gericht!
 
   Ihr  müßt dabei mit allem in Euch fertig werden, müßt Euch reinigen, oder  Ihr zergehet mit dem Übel, wenn es übermächtig in Euch werden kann. Dann  hält  es Euch, schlägt über Eurem Kopfe mit schäumendem Aufzischen zusammen,  um Euch mitzuzerren in den Abgrund der Zersetzung; denn es kann nicht  weiterhin bestehen in dem Glanz göttlicher Kraft!
 
   Euch  gab ich nun das Wort, das den Weg zeigt, der Euch in dem Erwachen  dieser Schöpfung unbeirrbar nach den lichten Höhen führt, der Euch nicht  stürzen läßt, was immer auch geschieht und in Euch aufzuflammen sucht!  Habt Ihr den Blick in treuer Überzeugung nach dem Licht gerichtet, habt  Ihr mein Wort richtig erfaßt, in Euren Seelen aufgenommen, so steigt Ihr  ruhig aufwärts aus den Wirren, gereinigt und geläutert, frei von allem,  was Euch einstens hätte hindern können an dem Eintritt in das Paradies.
 
   Wachet  und betet deshalb, daß Ihr nicht den klaren Blick Euch trüben laßt  durch Eitelkeit und Dünkel, als die ärgsten Fallstricke für diese  Erdenmenschen! Wahret Euch! Wie Ihr den Boden in Euch nun bereitet habt,  so wird es Euch geschehen in der Schöpfungsreinigung!“
 
(Vortrag Band 1, Nr. 26: „Es soll erwecket werden alles Tote in der Schöpfung, damit es sich richte!“)

Bild: A. Dürer, gemeinfrei
 
 
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