Gralsbotschaft - Kult - Spirituelle Werte

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Gralsbotschaft - Kult

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Einführung in die Gralsbotschaft


Kult
 
 
Wir Menschen haben uns zu einer sehr unvollkommenen Spezies entwickelt, die unglaublich weit unter ihren Möglichkeiten lebt!
 
Von Natur aus grundsätzlich mit der Fähigkeit ausgerüstet, vernünftig und logisch zu denken und daraus wichtige Schlussfolgerungen zu ziehen, die uns selbst und der ganzen Erde einen aufbau­enden Weg, Frieden, Glück und Wohlstand bescheren würden, ordnen wir diese Gabe freiwillig unseren kurzsichtigen, eigennützigen Wünschen und selbstgeschaffenen Sachzwängen unter und verwenden sie damit gerade zum Gegenteil.
 
Vernünftiges Denken müsste seinen Ursprung natürlich in einem gesunden Empfinden haben, das alles Geschehen, im Großen wie im Kleinen, wachsam betrachtet, die Folgen des verschiedenen Denkens, Redens und Handelns wahrnimmt und daraufhin nach und nach alles Schadenbringende vermeidet, was automatisch zu einem wirklichen Fortschritt und Aufstieg führen würde.
 
Dabei hätten wir zu der Erkenntnis kommen müssen, dass wirklicher Aufbau nicht dadurch zu bewerkstelligen ist, dass man nur „seine Schäfchen ins Trockene bringt“ und jedes Leid, das dadurch bei anderen entsteht, übersieht, sondern dass ein echtes Aufblühen immer allen in irgendeiner Weise zugute kommen muss.
 
Schauen wir uns um: Trotz aller technischen Fortschritte wissen die allermeisten Menschen bis heute nicht, woher sie kommen, wozu sie auf diesem kleinen Planeten leben, und wohin sie gehen; ja, nicht einmal, ob es überhaupt nach dem Tod weitergeht und ob man von einer Sinnhaftig­keit des Lebens ausgehen kann oder nicht! Wir lehnen es ab, uns mit den Naturgesetzen zu befassen, die unser Leben weitreichend bestimmen und wundern uns trotzdem, wenn uns die unan­genehmen Folgen ereilen.
 
Ungeschminkt ausgedrückt: Die Mehrzahl aller Menschen will überhaupt keine Antwort auf die alles bestim­menden, existentiell wichtigen Fragen!

Mittlerweile sind wir so weit, dass wir nicht einmal mehr das vor der Nase liegende irdische Geschehen in den Griff bekommen. Wir lassen uns von einem selbstgeschaffenen System mit Wachstumszwang in Stress versetzen und durch das Leben hetzen, wir lassen uns von Spekulanten und einer Finanzkrise, die kinderleicht zu beheben wäre, in Not und Elend stürzen, wir dulden ein System, das Millionen von Menschen verhungern lässt, um wenigen eine große Rendite zu bringen, und wir bringen sogar die Ökosysteme unseres Heimatplaneten zum Kippen.
 
Und trotz all der Verheerungen sind wir immer noch der Meinung, gerade die höchstentwickelte, weiseste Menschheit aller Zeiten zu sein: „Homo sapiens sapiens“, so bezeichnen wir uns ironischerweise.

Unser Geist, unser spiritueller Kern, schläft aber in Wirklichkeit, während sich unser Verstand, der ohne eine Führung durch den Geist keine Moral und Ethik kennt, sich momentan unkontrolliert austobt.

Seit Jahrtausenden, bis in die jüngste Vergangenheit hinein, sind immer wieder Wegbereiter, Propheten und Lichtgesandte bemüht gewesen, uns die notwendigsten Erkenntnisse zu vermitteln, die uns vom abwärtsführenden Weg abbringen könnten – doch umsonst! Wir Menschen haben uns in der überwiegenden Mehrheit nie dazu bereit erklärt, Belehrungen, die uns hätten weiterbringen können, anzunehmen, sondern stets besserwisserisch die eigenen, falschen Wege weiter verfolgt - bis heute! Wäre es anders, so wären wir nicht mehr hier auf der Erde inkarniert, sondern könnten uns längst in weit höheren Schöpfungsregionen bewegen.

Sogar in der Religionsausübung und dem damit verbundenen Kult verfolgen wir meist uns von anderen Menschen vorgegebene Wege, die nach deren Gutdünken und deren Interessenlage bestimmt wurden und fast immer der Empfindung entgegenstehen. Denn kämen die Formen aus dem Empfinden heraus, so könnte weltweit keine Konfrontation, geschweige denn Kampf oder sogar Krieg zwischen den Religionen entstehen, da das nicht unterdrückte Empfinden ja das Richtige, Gottgewollte widergeben würde.

So zeigt uns auch der Anfang des achten Vortrags der Gralsbotschaft mit dem Titel „Kult“, wie sehr sich unser Verstand auch in diesen Bereich einmischt, von dem er ja in Wirklichkeit überhaupt kein Begreifen haben kann, und welche Folgen das bringt:


  „Kult soll das formgewordene Bestreben sein, etwas irdisch Unerfaßbares dem Erdensinnen irgendwie aufnehmbar werden zu lassen.

  Das formgewordene Bestreben soll es sein, aber es ist leider noch nicht so; denn sonst würde vieles ganz andere Formen haben müssen, wenn diese aus dem Bestreben selbst hervorgegangen wären. Der rechte Weg dazu bedingt gerade das aus dem Innersten herausbrechende Hervorgehen der äußeren Formen. Alles aber, was wir heute sehen, ist ein verstandesmäßiger Aufbau, in den dann erst die Empfindungen hineingepreßt werden sollen. Es wird dabei also der umgekehrte Weg eingeschlagen, den man natürlich ebensogut den verkehrten oder falschen Weg nennen kann, der niemals wirklich lebendig in sich zu sein vermag.

  Dadurch gestaltet sich so manches plump oder aufdringlich, was in anderer Form dem eigentlichen Wollen viel näher kommen würde, womit sich dann auch erst die überzeugende Wirkung verbinden kann.

  So manches Gutgemeinte muß abstoßen, anstatt zu überzeugen, weil die rechte Form dafür noch nicht gefunden wurde, die der Verstand für irdisch Unerfaßbares nie geben kann!

  So ist es auch in den Kirchen. Zu deutlich drängt sich der Verstandesaufbau dabei hervor, der auf irdischen Einfluß gerichtet ist, und so manches Gute verliert dabei an Eindruck, weil es unnatürlich wirkt.

  Unnatürlich kann wiederum nur wirken, was den Schöpfungsgesetzen nicht entspricht. Gerade solche Dinge gibt es aber in den jetzigen Kulten sehr viel, wo einfach alles, was den natürlichen Schöpfungsgesetzen entgegensteht, in geheimnisvolles Dunkel gehüllt wird.

   Gerade damit aber, daß die Menschen unbewußt in solchen Dingen nie von einem geheimnisvollen Lichte reden, sondern immer nur von einem Dunkel, treffen sie das Rechte; denn das Licht kennt keine Verschleierung, also auch keine Mystik, die in der Schöpfung, welche aus dem vollkommenen Willen Gottes erstand und nach unverrückbarem Rhythmus selbsttätig arbeitet, auch keinen Raum haben dürfte. Nichts ist klarer in seinem Weben als gerade die Schöpfung, die das Werk Gottes ist!

   Darin ruht das Geheimnis des Erfolges und Bestandes oder des Zusammenbruches. Wo auf diese lebendigen Schöpfungsgesetze gebaut ist, dort helfen sie, bringen Erfolg und auch Bestand. Wo diese Gesetze aber nicht beachtet werden, sei es aus Nichtwissen oder Eigenwillen heraus, dort muß unfehlbar nach kürzerer oder längerer Zeit der Zusammenbruch erfolgen; denn es vermag sich nicht für die Dauer zu halten, weil es auf keinem festen, unverrückbaren Grunde steht.

  Deshalb ist auch so vieles Menschenwerk vergänglich, was es nicht zu sein brauchte. Dazu gehören Kulte mancherlei Arten, die immer wieder Veränderungen unterworfen werden müssen, wenn sie nicht ganz in sich zusammenbrechen sollen.“

 
 Im Folgenden geht die Gralsbotschaft konkret auf den Marienkult der katholischen Kirche ein und begründet stichhaltig, warum dieser der Christuslehre entgegensteht und damit einer Folgerich­tigkeit entbehrt. Mit dem letzten Wort dieses Zitats, dem „Besserwissenwollen“, wird auch einer der bereits erwähnten wundesten Punkte unserer menschlichen Einstellungen dem Schöpfer gegenüber angesprochen: Wir basteln uns unsere Anschauungen kurzsichtig selbst zurecht, ohne mit der notwendigen Schonungslosigkeit zu überprüfen, ob sie auch wirklich folgerichtig sind. Religion wird so zum Freiland für zahllose unschlüssige Gedankengänge, zu einem Gebiet, in dem man sich von aller Logik verabschieden zu können wähnt und deshalb eben nur noch blind daran glauben muss. Ein verhängnisvoller Irrtum!

Zuerst also die falschen Anschauungen hinsichtlich des Marienkultes:


  „Der Gottessohn gab in einfachster und klarster Weise den Erdenmenschen in seinem Worte den rechten Weg, auf dem sie diesem Schöpfungsweben entsprechend ihr Erdenleben führen sollen, um von den Gesetzen Gottes, die in dem Weben der Schöpfung sich auswirken, helfend getragen und emporgehoben zu werden in lichte Höhen, um Frieden und Freude auf der Erde zu erhalten.

  Leider hielten sich aber die Kirchen nicht an den vom Gottessohne selbst ganz genau erklärten und gegebenen Weg zur Erlösung und Hebung der Menschen, sondern sie fügten seiner Lehre noch manches aus eigenem Denken hinzu und richteten damit naturgemäß Verwirrung an, die Spaltungen nach sich ziehen mußte, weil es den Schöpfungsgesetzen nicht entsprach und deshalb auch, so sonderbar es klingen mag, gegen die klare Lehre des Gottessohnes ist, nach dem sie sich doch als Christen bezeichnen.

  So ist es zum Beispiel mit dem Marienkult der päpstlichen Christen. Hat Jesus, der die Menschen alles lehrte, wie sie denken und handeln, ja sogar auch reden und beten sollten, um das Richtige, im Gotteswillen Liegende zu tun, jemals auch nur mit einem Worte etwas von derartigem gesagt? Nein, das hat er nicht! Und das ist ein Beweis dafür, daß er es auch nicht wollte, daß es nicht sein sollte!

  Es gibt sogar Aussprüche von ihm, die das Gegenteil beweisen von dem, was der Marienkult bedingt.

  Und Christen wollen sich doch in ehrlichem Tun nur nach Christus richten, sonst würden sie ja keine Christen sein.

  Wenn von den Menschen nun noch mehr hinzugesetzt wurde und die päpstlichen Kirchen anders handeln, als es Christus lehrte, so ist damit der Beweis gegeben, daß sich diese Kirche in Vermessenheit über den Gottessohn stellt; denn sie sucht seine Worte zu verbessern, indem sie Handlungen einsetzt, die der Gottessohn nicht wollte, da er sie sonst nach alledem, was er den Menschen gab, auch unbedingt gelehrt haben würde.

  Gewiß, es gibt eine Himmelskönigin, die nach irdischen Begriffen auch Urmutter genannt werden könnte und doch reinste Jungfräulichkeit hat. Diese aber ist von Ewigkeit her in den höchsten Höhen und war niemals in irdischer Verkörperung!

  Diese ist es auch, deren Strahlungsbild, aber nicht sie selbst in Wirklichkeit, hier und da einmal von tieferschütterten Menschen »gesehen« oder »empfunden« werden kann. Durch sie kommen auch oft beschleunigte Hilfen, Wunder genannt.

  Ein wirkliches, persönliches Erschauen dieser Urkönigin ist selbst dem gereiftesten Menschengeiste aber niemals möglich, da jede Art nur immer die gleiche Art zu schauen fähig ist nach den unverbiegbaren Schöpfungsgesetzen. So kann das irdische Auge nur Irdisches schauen, das feinstoffliche Auge nur Feinstoffliches, das geistige Auge nur Geistiges und so fort.

  Und da der Menschengeist nur das Geistige erschauen kann, aus dem er selbst hervorgegangen ist, so vermag er auch nicht in Wirklichkeit die Urkönigin zu erschauen, die viel höherer Art ist, sondern, wenn er einmal dazu begnadet ist, nur deren geistiges Strahlungsbild, das aber wie lebendig erscheint und in der Strahlung schon so stark sein kann, daß es Wunder bewirkt dort, wo es einen dazu bereiteten Boden findet, der durch unerschütterlichen Glauben oder tiefgehende Bewegung in Leid oder Freude gegeben ist.

  Das liegt in dem Schöpfungswirken, das von dem vollkommenen Gotteswillen ausgeht und getragen wird. In diesem Wirken liegen auch alle Hilfen für die Menschen von Anfang an und in alle Ewigkeit, wenn diese sich nicht selbst davon abwenden im Besserwissenwollen.“


 
Eine weitere, naturgesetzmäßig unhaltbare Betrachtungsweise der kirchlichen Lehre folgt: die „unbefleckte Empfängnis“, die ja allgemein in der Art betrachtet wird, dass bei Maria von Nazareth die Schwangerschaft ohne eine Zeugung durch einen Menschen aus Fleisch und Blut eingetreten ist:

 
  „In der Schöpfung wirkt Gott; denn sie ist sein vollkommenes Werk.

  Und gerade aus dieser Vollkommenheit heraus mußte bei der irdischen Geburt des Gottessohnes auch eine irdische Zeugung vorausgegangen sein. Wer das Gegenteil behauptet, zweifelt an der Vollkommenheit der Werke Gottes, somit auch an der Vollkommenheit Gottes selbst, aus dessen Willen die Schöpfung hervorging.

  Unbefleckte Empfängnis ist eine Empfängnis in reinster Liebe, die im Gegensatz steht zu einer Empfängnis in sündiger Lust! Aber keine irdische Geburt ohne Zeugung.

  Wenn eine irdische Empfängnis, also eine irdische Zeugung an sich nicht unbefleckt sein könnte, dann müßte ja jede Mutterschaft als Beschmutzung angesehen werden!“


 
Wir sind dringend dazu aufgerufen, auch in Fragen, die das Jenseits, alles Höhere und Gott betreffen, den Boden der gesunden Wachsamkeit und vor allem der Natürlichkeit nicht zu verlassen. Der Schöpfer offenbart seinen Willen ununterbrochen in seinen Gesetzen, die er in die Natur gelegt hat – wir müssen nur wieder lernen, auch wirklich hinzuschauen und unsere Schlussfolgerungen daraus zu ziehen!


 
  „Durch die Schöpfung spricht Gott auch, zeigt deutlich seinen Willen.

   Diesen Willen zu erkennen ist des Menschen Pflicht. Und der Gottessohn wies in seinem Heiligen Worte den rechten Weg dazu, weil sich die Menschen nicht darum bemühten und sich deshalb in die selbsttätigen Gesetze der Schöpfung immer mehr verstrickten.

   Dieses unverbiegbare Schöpfungsweben mußte die Menschen bei Unkenntnis und falscher Anwendung mit der Zeit vernichten, während es die Menschheit hoch emporhebt, wenn sie richtig nach dem Gotteswillen lebt.

  Lohn und Strafe für den Menschen liegen in dem Schöpfungsweben, das durch Gottes Willen selbst andauernd gleichbleibend geleitet wird. Darin liegt auch Verwerfung oder die Erlösung! Es ist unerbittlich und gerecht, stets sachlich, ohne Willkür.

  Darin liegt die unsagbare Größe Gottes, seine Liebe und Gerechtigkeit. Also in seinem Werke, das er dem Menschen neben vielen anderen von Wesenheiten mit als Wohnung und als Heimat überließ.“

 
Betrachten wir die Darlegungen in der Gralsbotschaft, so können wir sehen, dass hier eine wirkliche Synthese von Religion und Wissen, von Glaube und Folgerichtigkeit vorliegt, die wir aufgrund unseres bisherigen falschen Begriffes vom „Glauben“ nicht sehen konnten oder wollten!
 
Gestehen wir uns ein, dass gerade der falsche, unlogische und blinde „Glaube“ bis heute nicht funktioniert hat und uns in Not und Elend gestürzt hat. Deshalb müssen wir uns davon verabschie­den und den falschen Glauben durch ein belastbares Wissen ersetzen, das uns den Schlüssel zu Gottes Vollkommenheit und Weisheit wieder zurückgibt. Diese dringende Notwendig­keit betont auch der Schluss dieses Vortrags:


  „Es ist die Zeit, daß nun die Menschen zu dem Wissen davon kommen müssen, um mit voller Überzeugung zur Erkenntnis von dem Wirken Gottes zu gelangen, das in seinem Werk zum Ausdruck kommt!

  Dann steht jeder Erdenmensch ganz unerschütterlich mit dem freudigsten Schaffenswollen hier auf Erden, in dem dankbarsten Aufblicke zu Gott, weil das Erkennen ihn für alle Zeit verbindet durch das Wissen!

  Um den Menschen solches Wissen zu vermitteln, das ihnen übersichtliche und verständliche Überzeugung von dem Wirken Gottes in seiner Gerechtigkeit und Liebe gibt, schrieb ich das Werk »Im Lichte der Wahrheit«, das keine Lücke läßt, auf jede Frage Antwort in sich birgt, den Menschen Klarheit bringt, wie wunderbar die Wege in der Schöpfung sind, die viele Diener seines Willens tragen.

 
Heilig aber ist nur Gott!“

 

 
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