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Atheismus und Plausibilität

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Atheismus und Plausibilität (2)

Weshalb zahlreiche spirituelle Phänomene und die Wahrscheinlichkeitsrechnung Zweifel bringen

Es bleibt, trotz aller berechtigten Kritik an den zahllosen Auswüchsen fehlgeleiteten und nicht selten fanatisierten Glaubens, die zentrale Frage: Vertritt seinerseits der Atheismus ein umfassend schlüssiges Konzept, oder schüttet er nicht doch das Kind mit dem Bad aus?

Natürlich darf und soll der Atheismus die Religionen auf den Prüfstand stellen und die vielen, regelrecht faulen Stellen der Lehren aufdecken. Das ist ja nichts anderes als ein Dienst an der Wahrheit! Doch gleiches Recht für alle: Auch der Atheismus sollte sich dann fragen lassen, ob er in sich
logisch ist. Tut er das nicht, so könnte er sich dem Vorwurf aussetzen, einfach ein neues Dogma mit umgekehrten Vorzeichen zu sein. Ein in sich verriegeltes System, das sich neuen Erkenntnissen gegenüber genau so verschließen muss wie vorher die konfessionellen Dogmen.

Mit zwei weiteren wesentlichen Fragestellungen hat der Atheismus daher zu kämpfen:

  • Was ist mit den zahlreichen Phänomenen, die nicht in das traditionell materialistische System passen?

  • Wie sind Herkunft und Wirkungsweise der Naturgesetze zu erklären?

Gehen wir nun einmal diesen Fragestellungen nach.

Hinsichtlich scheinbar
unerklärlicher Phänomene hat die moderne Thanatologie, die Todesforschung, mittlerweile gezeigt, dass Bewusstsein völlig unabhängig vom Gehirn und überhaupt vom Körper ist, was alte Betrachtungsweisen vollständig über den Haufen wirft. Der englische Biologe Rupert Sheldrake hat u. a. zahlreiche Phänomene im Tierreich beobachtet, die sich ohne das Vorhandensein feinerstofflicher "intelligenter" Kräfte und Felder nicht befriedigend erklären lassen. Reinkarnationsforscher wie Ian Stephenson haben sehr viele höchst erstaunliche Fälle zusammengetragen, die einen Bewusstseins-Übergang von einem Körper, der zu Tode gekommen ist, zu einem neuen anderen fast zwingend nahelegen; also eine Wiedergeburt in einem neuen Körper. Der Biophysiker Fritz-Albert Popp hat nachgewiesen, dass lebende Zellen nicht nur Photonen erzeugen können, was vorher als unmöglich angesehen wurde, sondern dass diese Biophotonen aller Wahrscheinlichkeit nach sogar die vollständige Koordination aller Körperzellen untereinander bewirken, denn diese ist hochkomplex. Der Japaner Masaru Emoto fasziniert die ganze Welt mit seinen Wasserkristallbildern, die belegen, dass Wasser ein höchst bedeutender Informationsträger ist und beispielsweise sogar auf Musik, Sprache und Schriftrollen deutlich reagiert. Ebenso werfen die Erkenntnisse der Quantenphysik zunehmend altverwurzelte Vorstellungen regelrecht über den Haufen.

Im Hinblick auf die schon am Beginn des Artikels genannten
Gesetze der Wahrscheinlichkeitsrechnung ist weiterhin die Frage offen, wie es möglich ist, dass in jeder Sekunde in jedem Organismus unzählige, geordnete Stoffwechselprozesse ablaufen können, ohne die dieser Körper binnen Sekunden zu einem biochemischen Brei zerfallen würde. So besteht unser menschlicher Körper aus etwa 90 Billionen Zellen, und in jeder Sekunde unseres Lebens laufen geschätzt etwa 1 Trillion = 1 000 000 000  000 000 000 Stoffwechselprozesse weitestgehend geordnet ab. Damit stehen wir doch vor einem erstaunlichen Phänomen – denn schon nur eine winzige Fehlerquote von 0,0001 % würde pro Sekunde 1 Billion falsche und damit schädliche Stoffwechselprozesse auslösen, mit unabsehbaren Folgen! Um eine ungefähre Vorstellung dieser Zahl zu bekommen: es sind in etwa die Kilometer, die das Licht in 38 Tagen bei einer Geschwindigkeit von 300 000 km/s zurücklegt. Sind es die Gene, die das bewirken können? Wer oder was hat diese dann mit den übermenschlichen Fähigkeiten ausgerüstet?

Nun könnte eingewendet werden, dass Krankheiten ja Störungen im Stoffwechselprozess darstellen. Das hat jedoch in Wirklichkeit eine völlig andere Ursache, die im Gesetz der Wechselwirkung begründet liegt und im Artikel über Gesundheit-Krankheit dargelegt wird. Krankheiten haben, geistig gesehen, nichts mit statistischer Fehlfunktion des Körpers zu tun.

Darüber hinaus hat schon vor ca. 50 Jahren der Makromolekularforscher Bruno Vollmer in seinem Buch "Was Darwin nicht wissen konnte und was Darwinisten nicht wissen wollen" bis heute unwiderlegt dargelegt, dass schon das Entstehen einfacher Bausteine des Lebens aus der Ursuppe allen Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung widerspricht und damit so gut wie unmöglich ist, denn die wenigen Jahrmilliarden reichen, selbst bei günstigsten Voraussetzungen, nicht dazu aus. Ganz zu schweigen von den Trillionen von hochkomplexen, funktionierenden Organismen, die ja nicht nur aus einem, sondern aus zahllosen Bausteinen des Lebens bestehen - wie es im Wort "Baustein" ja völlig richtig ausgedrückt ist.

Doch selbst bei einem Gelingen würde sich immer noch die Frage stellen, was denn die hochkomplexen Lebensvorgänge weiter am Laufen hält und intelligent steuert. Ebenso, woher das Bewusstsein der Lebewesen seinen Ursprung hat, da es ja, wie schon geschildert, nicht an den Körper gebunden ist.



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