3. Finanzkatastrophen - gestern, heute und morgen. - Spirituelle Werte

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3. Finanzkatastrophen - gestern, heute und morgen.

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3. Finanzkatastrophen - gestern, heute und morgen



Melken – eine beliebte Methode in unserem Geldwesen



Die größten Einkommen werden ohne Arbeit als Zinseinkommen erzielt. Die dazu notwendige Arbeit leisten andere.Soll im zwischenmenschlichen und gesamtgesellschaftlichen Bereich Harmonie entstehen und verbleiben, so kommt der Mensch um das Erfüllen einer zentralen Schöpfungsgesetzmäßigkeit nicht herum: des unbedingten Ausgleichs zwischen Geben und Nehmen! Wird dieses Gesetz verletzt, so entstehen Disharmonie und in deren Folge Neid, Haß, Unterdrückung und Ausbeutung.

So müßte auch der Umgang mit Geld letztlich auf einen Ausgleich für den tatsächlichen Wert verkaufter Waren und Dienstleistungen hinauslaufen. Geld dürfte nichts anderes sein als ein in der Funktion dienendes Tauschmittel und müßte vom Nennwert her der Summe der Güter, der Handels- und Dienstleistungsprozesse so genau wie möglich entsprechen! Als verläßlicher Maßstab müßte der Wert stabil, also auch inflationsfrei sein, so wie wir es zum Beispiel von Längen- und Gewichtsmaßen ganz selbstverständlich gewöhnt sind. Man stelle sich vor, die Länge eines Meters, die Masse eines Gramms, die Leistung eines Watts usw. würden täglich neu bestimmt und unterlägen einer mehr oder weniger großen „Inflation“! In diesem Falle wäre ein Meter im Jahre 1948 auf heute cirka 20 Zentimeter zusammengeschmolzen!

Darüber hinaus sollte beim Geld die dafür erbrachte Arbeit eine zentrale Stellung einnehmen.

Der Zins im Geldwesen stellt jedoch diese Notwendigkeit regelrecht auf den Kopf! (1) Führen wir uns nochmals die wesentlichen Sachverhalte vor Augen:

– Die mit Abstand größten Einkommen werden derzeit ohne Arbeit als Zinseinkommen erzielt. Die dafür notwendige Arbeit leisten andere, vor allem ärmere Menschen, und erhalten dafür keinerlei Ausgleich. Nicht einen einzigen Cent! (2)

- Die nächsthöheren Einkommen werden normalerweise erzielt, indem man andere Menschen für sich arbeiten läßt, sie aber auch dafür entlohnt. Das ist dann in Ordnung und sogar wünschenswert, wenn der Ausgleich, also die Bezahlung, angemessen ist. Die Tendenz geht aber auch hier eindeutig in Richtung Unterbezahlung bis hin zur Ausbeutung.

- Das geringste Einkommen erhält in der Regel derjenige, der selbst dafür arbeitet und damit den eigentlichen Beitrag zum Funktionieren der Gesellschaft leistet.

- Die Geldmenge explodiert förmlich durch die Wirkung des Zinseszinses. Die Währungen bilden somit keinen verläßlichen, stabilen Maßstab mehr.

In diesen Punkten liegt also viel sozialer Sprengstoff! Besonders die hohen leistungslosen Zinseinkommen, manchmal in mehrfacher Milliardenhöhe, und die auf der Gegenseite daraus entstehenden Schulden ermöglichten es, daß das Geld heute durch Mißbrauch zum zentralen Machtmittel geworden ist, zum Instrument von Willkür, Ausbeutung und Unterdrückung.

Das Zinswesen hat die Eigenschaft, den Lohn anderer wie mit einem riesigen Magneten regelrecht abzusaugen, und ermöglicht es, unverdient zu Reichtum und Macht zu kommen. Es durchzieht das gesamte Geldwesen der Staaten und zerstört gesunde Entwicklungsmöglichkeiten! Und so verwundert es nicht, daß dieser fortwährende Mißbrauch des Geldes immer wieder Katastrophen und großes Leid zur Folge hatte.

Die Ursachen für Finanzkrisen wurden früher und werden heute noch beständig und mehr oder weniger ununterbrochen in die Welt gesetzt. Die Folgen des falschen Umgangs mit Geld zeigen sich jedoch nicht sofort, sondern erst nach einer Zeit der Sammlung und Verdichtung, wie die Entladung bei einem Gewitter.

Hier sollen nun einige Finanzkrisen und falsche Weichenstellungen in Vergangenheit und Gegenwart sowie absehbare Probleme der Zukunft besprochen werden. (3)

Bei den großen Geldkrisen im 20. Jahrhundert spielte in erster Linie der falsche Umgang mit der Gelddruckmaschine die entscheidende Rolle, in Gegenwart und Zukunft greift wieder die exponentielle Geldvermögenssteigerung, insbesondere als Auswirkung des Zinseszinses, verheerend in das Geldwesen ein.


Die große Inflation im Jahr 1923

Eine Inflation bisher nie dagewesenen Ausmaßes erreichte im Jahr 1923 ihren Höhepunkt, derart, daß am Schluß die deutsche Reichsmark auf ein Billionstel ihrer Kaufkraft zusammengeschmolzen war. Diese Inflation stand unmittelbar mit der Finanzierung des Ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 in Zusammenhang. Die Rüstungsausgaben verschlangen (und verschlingen in vielen Ländern auch heute) Unsummen, die man sich damals durch hohe Kriegsanleihen und durch Drucken ungedeckten Geldes beschaffte.

Der Krieg ging gegen die Erwartung verloren, und um wenigstens die Kriegsanleihen pro forma zurückzuzahlen, ließ man die Geldpresse in noch höherem Tempo laufen. Die Kaufkraft des Geldes ging in atemberaubender Geschwindigkeit zurück: schon am Wochenende hatte der Arbeitslohn nur noch einen Bruchteil des Wertes vom Wochenanfang. So schmolzen die Löhne, sämtliche Ersparnisse, aber auf der Gegenseite auch die Schulden, wie ein Schneemann in der Sonne dahin. Wer also Geldguthaben hatte, wurde durch die galoppierende Inflation faktisch enteignet; wer aber rechtzeitig in Sachwerte umgestiegen war und sich womöglich hoch verschuldet hatte, war der Nutznießer und erhielt oft riesige Sachwerte so gut wie umsonst! Auch die Kriegsschulden des Staates von 154 Mrd. Mark waren am Schluß keine vier US-Cent mehr wert! (4)

Die auch damals schon recht komplexe Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur sah sich plötzlich auf den Naturaltausch (5) zurückgeworfen, da jegliches Vertrauen in das Geld geschwunden war. Da dieser Naturaltausch aber nur begrenzt machbar war – so brachten beispielsweise Bergwerksarbeiter im wahrsten Sinne des Wortes „die Kohle“ mit nach Hause – nahmen Diebstahl und auch Raub aus der Not heraus leider dramatisch zu. Die Unter- und auch Mittelschicht fiel in drückendes Elend und erlitt damit einen Identitätsverlust. Der aber wiederum begünstigte wie kaum etwas anderes das Aufkommen extremistischer Strömungen, da die Menschen ja nichts mehr zu verlieren hatten.


Die Weltwährungskrise ab 1929


Silvio Gesell (1862-1930): Die Ideen dieses Geldreformers bilden
die Grundlage zu einem gesunden Geldwesen.



Die große Inflation von 1923 steckte also als tiefer Schock den Menschen in den Knochen, und wie so oft schlug das Pendel in die Gegenrichtung und bereitete damit die sich nur wenige Jahre später vollziehende nächste Finanzkatastrophe vor!

Nach dem Zusammenbruch der Währung hätte eine historische Gelegenheit bestanden, ein anderes, besseres Geldsystem einzuführen. Der weitschauende Geldreformer Silvio Gesell schlug damals die Schaffung eines wirklich funktionierenden Geldsystems vor, das nur zwei Bedingungen erfüllen müßte:

1. die Koppelung der Geldmenge an die Entwicklung des Sozialproduktes;

2. die Abschaffung des (positiven) Zinses und Einrichten einer Umlaufsicherungsgebühr auf gehortetes Geld.

Die Chance wurde jedoch vertan, niemand hörte auf ihn! Das Bedürfnis nach einer stabilen Währung war so groß, daß man sie als „Rentenmark“ zuerst durch Grund und Boden absicherte, um das Vertrauen ins Geld wiederherzustellen.

Ab diesem Zeitpunkt kamen nun die USA mit ins Spiel. Als großer wirtschaftlicher Gewinner des Ersten Weltkrieges verfügten sie über die größten Goldreserven der Welt und hatten deshalb großes Interesse daran, daß möglichst viele Staaten zur (an sich unsinnigen) goldkerngedeckten Währung zurückkehren. Auf Druck der USA kam es dann so, und in Deutschland wurde das Verhältnis von Papiergeld zu Goldmenge auf 3:1 festgesetzt.

Wie nach jedem Krieg florierte auch die deutsche Wirtschaft in den „Goldenen Zwanziger Jahren“, da wiederaufgebaut werden mußte. Das dazu erforderliche Geld wurde durch Kredite und Goldzuflüsse aus den USA abgedeckt. Niemand wollte die große Abhängigkeit sehen, die dadurch gegenüber den USA entstand.

Und das gefährliche Spiel endete bereits 1929. Ausgelöst durch den damaligen Börsenkrach, den sogenannten „Schwarzen Freitag“, platzten in den USA zahlreiche kreditunterlegte Spekulationsblasen und führten zum Massenbankrott und zu Bankzusammenbrüchen.

In der Folge kündigten die USA ihre Kredite und zogen große Goldmengen wieder zurück, Deutschland damit zwingend, die dreifache Menge an Papiergeld aus dem Wirtschaftskreislauf zu ziehen, was dann im wahrsten Wortsinne einen Kreislaufkollaps zur Folge hatte, da das notwendige Tauschmittel Geld einfach nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung stand.

Hätten Regierung und Zentralbank schnell und vernünftig reagiert, indem sie sich sofort aus dieser unsinnigen Goldbindung gelöst hätten, so wäre größeres Unheil vermeidbar gewesen. Doch das geschah nicht, sondern man hielt sich sklavisch an die Vorgaben, zog Unsummen aus dem Geldkreislauf, reduzierte die Staatsausgaben drastisch und produzierte durch die damit hervorgerufenen Bankrotte eine nie dagewesene Arbeitslosigkeit und großes Elend; und das ausgerechnet in einer Zeit, die kurz vorher durch Aufbruchstimmung und Aufschwung gekennzeichnet war.


Als ein „Wunder“ verboten wurde



Freigeldscheine aus Wörgl: Das Geldsystem nach Silvio Gesell brachte
der kleinen Stadt in schwieriger Zeit einen ungeahnten Aufschwung.



Mitten in den verheerenden Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise keimte im kleinen Tiroler Städtchen Wörgl ein zartes, aber gesundes Pflänzchen des Geldwesens auf, das sich mit etwas Glück zur größten Finanzreform der Geschichte hätte entwickeln können.

Grundlage hierzu waren die Überlegungen zum „Freigeld“ des bereits erwähnten Reformers Silvio Gesell, die vom dortigen Bürgermeister Unterguggenberger aufgegriffen und praktisch umgesetzt wurden. Konkret mußte auf jeden Wörgler Freigeldschein monatlich eine Freimarke von 1 Prozent des Nennwertes aufgeklebt werden, damit dieser seine Gültigkeit behielt. Hortete also jemand einen 100 Schilling-Schein ein Jahr lang, so kostete ihn das 12 Schillinge, die für das Gemeinwohl wieder in die Gemeindekasse flossen.

Klar, daß fast jeder dieser Gebühr entgehen wollte, und so gab jeder die erhaltenen Scheine schnellstmöglich wieder aus, viele zahlten sogar ihre Steuern im voraus. (6) Damit war die notwendige Umlaufsicherung in idealer Weise gewährleistet. Was vielleicht im ersten Moment etwas theorielastig klingt, hatte konkrete Auswirkungen: die Arbeitslosigkeit verminderte sich innerhalb eines einzigen Jahres um 25 Prozent, das Wirtschaftsleben kam wieder in Gang, die Not ließ spürbar nach, und neue Hoffnung keimte auf. Sogar den Luxus einer neuen Brücke konnte sich das Städtchen nun leisten, während überall im näheren und weiteren Umkreis nach wie vor bittere Not herrschte! Doch wie so oft hatten die übergeordneten Stellen nicht das Wohl der Menschen, sondern nur ihre eigenen Interessen im Auge, und so wurde das erfolgreiche „Wunder von Wörgl“ gewaltsam beendet. Wohl an die hundert österreichische Gemeinden und darüber hinaus Menschen aus aller Welt interessierten sich für das Wörgler Finanzmodell, weil es offensichtlich so erfolgreich war. Das war aber der österreichischen Zentralbank ein Dorn im Auge! Sie klagte vor Gericht auf ihr alleiniges Geldversorgungsmonopol und bekam recht. Das Freigeld-Experiment wurde verboten – nicht, weil es scheiterte, sondern weil es allzu erfolgreich war!


Geld und Macht im Nationalsozialismus

Ist es statthaft, die Machtübernahme durch die Nazis und den Zweiten Weltkrieg mit dem Geldwesen in Zusammenhang zu bringen? Durchaus! Denn hat irgendein Volk mit wirtschaftlichem und sozialem Wohlergehen die Neigung, extremistischen Kräften zuzustreben und in einen neuen Krieg einzutreten, und das noch relativ kurz nach einem bereits verlorenen großen Krieg? Wohl kaum!

So aber lag Deutschland wiederum am Boden, mit einem Millionenheer an Arbeitslosen, was in diesem Falle fast ausschließlich auf das falsche Geldsystem mit der Goldbindung zurückzuführen war.

Bernd Senf schreibt dazu in seinem Buch „Der Nebel um das Geld“: „Durch die währungspolitische Blindheit sowohl der bürgerlichen wie der marxistischen Parteien, Politiker und Ökonomen war ein Vakuum entstanden, in das die Nationalsozialisten mit ihrer Propaganda voll hineinstoßen konnten – und dies mit unglaublichem Erfolg. Neben ihrer Parole ,Zerreißt die Ketten von Versailles‘ war es vor allem ihr Programm zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit, was viele Menschen mitriß und ihnen neue Hoffnung gab.“ (7)

Der verblüffend schnelle Abbau der Arbeitslosigkeit, von dem heute noch leider manche älteren Menschen und auch viele Neonazis schwärmen, ist übrigens keine besondere Leistung der Nationalsozialisten gewesen, sondern ähnelt vielen anderen Kriegsfinanzierungen: sie ließen einfach wieder die Geldpresse laufen, um damit zum einen das Arbeitslosenheer wieder in Beschäftigung zu bringen und um zum anderen, zum Beispiel durch Autobahnbau und Rüstungsanstrengungen, ihre strategischen Vorbereitungen treffen zu können. Die daraus resultierende Inflation wurde, unter anderem durch Lohn- und Preisstop, gewaltsam unterdrückt und kam ebenfalls erst wieder nach Kriegsende zutage, was erneut eine Währungsreform notwendig machte. So wurde in der Währungsreform von 1948, die die DM brachte, im Verhältnis 10:1 umgetauscht.

Die Nazis hatten es also verdeckt in den wenigen Jahren auf eine Inflation von mehreren hundert Prozent gebracht, was wirklich keine bewundernswerte Leistung ist! Auf unmenschlichste Art erschlossen sie sich darüber hinaus noch eine weitere Geldquelle: durch die Enteignung und Ermordung zahlloser Juden.

Fazit: Durch die rechtzeitige Lösung von der Goldbindung 1929 hätten die Naziherrschaft und der 2. Weltkrieg mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht stattgefunden!


„Bretton Woods“ und die Vormacht der USA

Manche Weichenstellungen, die oft von jahrzehntelanger, weltumspannender Tragweite sind, werden im eher kleinen Kreis und unbeachtet von der davon betroffenen Öffentlichkeit vorgenommen. Eine dieser Unglaublichkeiten, die sich bis zum heutigen Tag auswirkt, sind die Beschlüsse der internationalen Währungskonferenz im amerikanischen Bretton Woods im Jahr 1944.

Das Ziel dieser Konferenz war an sich begrüßenswert. Es ging darum, stabile Wechselkurse zwischen den Währungen festzulegen. Zwei Pläne lagen dazu vor, einer des Engländers John Keynes und ein anderer des Amerikaners Harry White. Objektiv war der Keynes-Plan besser, der die Schaffung einer internationalen Buchgeldwährung namens Bancor vorschlug. An diesem Bancor sollten nun alle anderen beteiligten Währungen ausgerichtet werden.

Beschlossen wurde aber auf Druck der USA der White-Plan, der den Dollar als Leitwährung ins Zentrum stellte und goldgedeckt war: mit 35 $ pro Unze Feingold. Die anderen Währungen wurden nun an den Dollar angekoppelt; so wurde beispielsweise der Kurs von DM zu $ im Beitrittsjahr 1952 mit etwa 4:1 festgelegt. War die Nachfrage nach Dollar auf dem weltweiten Finanzmarkt zu gering, so waren die jeweiligen Zentralbanken der anderen Staaten verpflichtet, diese Dollarbeträge aufzukaufen. Man bezeichnete das mit den harmlos klingenden Worten „Interventionspflicht der Zentralbanken in den Devisenmarkt“.

Die Wortwahl, die in uns den Begriff bildet, ist halt immer entscheidend. So akzeptieren wir zum Beispiel einen „Entsorgungspark“ viel leichter als ein „Lager für hochgiftigen Atommüll“, obwohl doch beide Bezeichnungen ein und dasselbe Ding benennen!

Diese „Interventionspflicht“ bedeutete nichts anderes als einen Zwangsumtausch der Währungen dem Dollar gegenüber! Hätten die USA eine verantwortungsvolle und möglichst stabile Geldpolitik betrieben, so wäre die Koppelung der anderen Währungen an den Dollar notfalls noch akzeptabel gewesen; doch dem war nicht so. Bereits im Vietnamkrieg ließen die USA wieder die Geldpresse laufen, und da alle ans Bretton-Woods-System angeschlossenen Staaten auf Gedeih und Verderb zum Umtausch gezwungen waren, wurde auf diesem Weg ein großer Teil dieser Kriegskosten auf die anderen Staaten abgewälzt, die sich damit an den Grausamkeiten ungewollt beteiligen mußten.

Doch dabei blieb es nicht, sondern es ging weiter in dieser Art. Da die USA als einziges Land keinerlei Sanktionen unterworfen werden konnte, war die Abschöpfung großer Teile des Sozialproduktes der anderen Länder durch das Laufenlassen der Dollarpresse mit anschließendem Zwangsumtausch in andere Währungen ein unglaublich bequemer Weg, sich unermeßliche Beträge ohne jegliche Gegenleistung ins eigene Land zu ziehen, verbunden mit dem entsprechenden Machtzuwachs. Bernd Senf: „Während die USA den anderen Mitgliedsländern, auch noch vermittelt über den IWF (8), währungspolitische Disziplin auferlegten, haben sie selbst in dieser Hinsicht zügellos gesündigt.

,Wasserpredigt – Weingelage‘ – die weit verbreitete Doppelmoral auch in der internationalen Währungspolitik.“ (9)

So waren die USA in der Lage, mit ihrem weit überbewerteten Dollar und dem durch den Zwangsumtausch abgezogenen Geld, das einer gigantischen „Entwicklungshilfe“ ohne Rückzahlungsverpflichtung gleichkam, sich in den besagten Ländern für ungefähr den halben Preis in alle möglichen Investitionsbereiche einzukaufen, was sich bis heute massiv auswirkt!

Bemerkenswert ist das Ende dieses Systems. Als 1969 Frankreich von der Goldeinlösegarantie der USA im vollen Umfang Gebrauch machen wollte, reichten deren Goldreserven kaum aus, um allein dieses eine Land zu bedienen; es drohte also die Zahlungsunfähigkeit.

So erklärte der damalige Präsident Nixon 1971 schlicht die Aufhebung der Goldeinlösegarantie und entzog die USA damit den Zahlungsverpflichtungen in vielfacher Milliardenhöhe. Man stelle sich vor: ein Schuldner geht zu seiner Bank und erklärt mündlich seine Schulden als aufgehoben, kraft seiner Erklärung. Für die USA jedenfalls endete diese Vorgehensweise, die nichts anderes ist als Wirtschaftskriminalität auf höchster Ebene, tatsächlich ohne jegliche Konsequenzen. Durch das Bretton-Woods- System dürften insgesamt Billionenbeträge ohne jeglichen Ausgleich in die USA geflossen sein, dieses Land damit zu einer Macht bringend, die ihm offensichtlich überhaupt nicht gut bekommen ist, wie man gerade heute überdeutlich sehen kann.


Die Überschuldung der Dritten Welt

Die bittere Armut bis hin zum täglichen Verhungern von 100.000 Menschen (10) ist in vielen Fällen das Erbe der Kolonialisierung. So fielen beispielsweise zwischen 1870 und 1914 etliche europäische Staaten in Afrika ein, allen voran England und Frankreich, in einem Wettlauf und erbitterten Gerangel untereinander die dortigen Gebiete unterwerfend.

Mit dem wohlklingenden Argument, diese Ländereien an den Segnungen der europäischen Zivilisation teilhaben zu lassen, wurden einfache, sich selbst gut versorgende Völker unterdrückt und deren Bodenschätze sowie Rohprodukte geplündert, um sie zur Weiterverarbeitung und „Veredelung“ in die Heimatländer zu bringen. Um ihr Überleben zu sichern, blieb nun den Kolonialstaaten vielfach nichts anderes übrig, als die ihnen geraubten Produkte überteuert zu reimportieren, was mit einer zunehmenden Verschuldung einherging, da sie nicht über die Mittel verfügten, sie regulär zu bezahlen.

So entstand zur teilweise tatsächlichen auch noch eine wirtschaftliche Versklavung der betreffenden Staaten. Deren Verschuldung dauert bis heute an und nimmt durch den Zinseszinseffekt immer weiter zu. Laut Schätzung der Hilfsorganisation „Oxfam International“ müssen die unterentwickelten Länder derzeit täglich rund 100 Millionen Dollar für die Tilgung ihrer Verbindlichkeiten aufwenden.

Besser sollte man allerdings nicht von Schulden der Dritten Welt sprechen, sondern eher von der großen Schuld der Kolonialmächte, die solches Elend auf höchst fragwürdige Art und Weise herbeigeführt haben. Auch bei der Rückführung der Länder in die politische, nicht aber finanzielle Unabhängigkeit wurden durch ethnisch unsinnige Grenzziehungen „auf dem Reißbrett“ große Fehler gemacht, die die heutigen erbitterten Kriege und Fehden in Afrika mitverursacht haben.

Afrika ist übrigens nicht so arm, wie es den Anschein hat! Das eigentliche Problem ist die extreme Ungleichverteilung (11). Einige wenige Reiche haben zum Beispiel in Nigeria und Ruanda Gelder in Höhe von 95 Prozent der gesamten Staatsschulden veruntreut und lassen diese auf westlichen Konten verstecken. Es handelt sich dabei vorwiegend um unterschlagene Entwicklungshilfe. (12)


Rüstung: ein renditeträchtiger Bereich!



Die Rüstungsindustrie ist ein Billionengrab für die Staatshaushalte. Besonders teuer
sind Spezialflugzeuge und Raketen bis hin zur Weltraumaufrüstung.



Auch das Thema „Rüstung und Krieg“ ist im Zusammenhang mit dem Geldwesen gerade heute hochaktuell. Kapitalgeber sind an einer möglichst hohen Rendite ihres eingesetzten Geldes interessiert, und durch den Zinseszinseffekt verfügen sie mittlerweile über Billionenbeträge, die sie „zum Arbeitenlassen“ anzulegen haben. Doch gehören dazu, wie wir bereits im zweiten Teil dieser Serie gesehen haben, die Schuldner! Denn diese müssen ja die Kapitalerträge durch ihre Arbeit erwirtschaften!

Die Rüstung ist nun ein besonders renditeträchtiger Bereich, da dort gigantische Beträge gut verzinst auf lange Zeit gebunden werden, ohne in der Volkswirtschaft ein Überangebot an Waren zu erzeugen, was die Preise und damit die Rendite drücken könnte.

Beinahe jeder Staat hat mit den Rüstungsausgaben seine Probleme, was am Überschreiten der Grenze von einer Billion $ für den weltweiten jährlichen Rüstungsetat sichtbar wird! Am auffälligsten jedoch zeigt sich das Phänomen in den USA. Mit etwa 515 Mrd. $ (13) bestreiten sie alleine fast die Hälfte der weltweiten Rüstungsausgaben, also 1.410 Mio $ pro Tag! Diese tägliche Ausgabe würde übrigens genügen, um den Hunger in der Welt für ein Jahr weitgehend zu beseitigen! Weiterhin steigt die US-Staatsverschuldung übrigens parallel zu der Summe der Rüstungsausgaben.

Erklären läßt sich dieses Phänomen durch die in den USA extrem ausgeprägte Lobbyarbeit, an der letztlich kein Politiker und auch nicht der Präsident vorbeikommt, dessen Wahlkampf stets mit Millionen „gesponsert“ wird. So ist es kein Wunder, daß bereits unter Präsident Reagan die Rüstungsanstrengungen in den Weltraum verlagert wurden, denn das ist besonders teuer und bindet damit enorm viel Geld. Daß auch der Irakkrieg 2003, zu dem nachweislich Lügen den Vorwand gaben und der bis heute großes Leid und eine hochgradige Destabilisierung der ganzen Region gebracht hat, vorrangig den Kapitalinteressen der Rüstungs- und den Versorgungsinteressen der Ölindustrie dient, ist angesichts der bisher erhältlichen Informationen keinesfalls als abwegig zu bezeichnen!


Der Ausverkauf des Staates

Auch der Staat (und damit letztlich dessen Bürger) wird durch den Kapitaldienst (14) unerbittlich zu Zahlungen in Milliardenhöhe gezwungen. Deutschland bezahlte für Kredite im Jahr 2007 66 Milliarden Euro (15), Österreich etwa 7 Milliarden. Um diese Last für die Bürger erträglicher zu gestalten und sich nicht allzu unbeliebt zu machen, gehen viele Regierungen den einfachen, aber kurzsichtigen Weg, das „Tafelsilber“ des Staates zu verschachern und gewinnbringende Teile des Volksvermögens in den Besitz der Kapitalanleger zu überführen.

Sogar Bereiche der Grundversorgung, wie Energie und Wasser, werden privatisiert, und gerade im Bereich Energie ist anschaulich zu sehen, wie sich Konzerne durch ständige Preiserhöhungen trotz Milliardengewinnen ungeniert beim Volk bedienen. Solche Entwicklungen beschleunigen die weitere Schuldenaufnahme und erhöhen die Gefahr des Staatsbankrotts.


Die gefährliche Überbewertung des Dollars

In unserer verbogenen Zeit gilt der Grundsatz, daß derjenige das „Recht“ bestimmt, der die Macht hat. Die Macht hat der, der das Geld hat! Zweifellos waren darin jahrzehntelang die USA führend, die es, wie gesagt, auch gut verstanden, ihre Währung als die Leitwährung der ganzen Welt zu plazieren. Geschickt wurde die Begehrtheit des Dollars hochgehalten. Jeder schätzte sich glücklich, im Besitz von Dollarvermögen zu sein, das aufgrund der von den USA diktierten Rahmenbedingungen auch lange Zeit einigermaßen stabil blieb. Durch die Anerkennung des Dollars als Leitwährung brauchten die USA jahrzehntelang nichts anderes zu tun, als die Geldpresse laufen zu lassen, konnten sie doch stets weltweit der Abnahme sicher sein.

Diese Zeit neigt sich nun dem Ende zu! Gerade das stets überreichlich vorhandene Geld wird die USA wahrscheinlich in eine tiefe Krise stürzen! Auf der einen Seite verleitete es fast alle Amerikaner zum konsumorientierten, ressourcenverschwendenden „American way of life“.

Auf der anderen Seite sorgten aber auch die durch den Zinseszinseffekt rasant beschleunigten Kapitaleinkünfte dafür, daß sich der größte Teil der gigantischen Geldvermögen bei wenigen Prozent der Superreichen ansammeln konnte. Diese verlagerten nun aber in der bekannten Unersättlichkeit zur weiteren Gewinnmaximierung große Teile der Produktion und damit der Geldvermögen ins billigere Ausland, was zu immer höherer Arbeitslosigkeit und einer stets größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich führte. Das amerikanische Volk, den aufwendigen Lebensstil gewöhnt, den sinnvollen Umgang mit Geld aber nicht gewöhnt, lebt nun seit langem weit über seine Verhältnisse, auf gut deutsch gesagt, auf Pump. Ein durch niedrige Zinsen angeregter Bauboom auch der ärmeren Schichten brachte Ende 2007 „faule“ Kredite in der Größenordnung von mindestens 900 Milliarden Dollar zum Platzen. (16)

Darüber hinaus wurden die nur fiktiv steigenden Immobilienwerte immer wieder beliehen, nur um fröhlich weiter konsumieren zu können, und das Platzen dieser ungedeckten Kreditkarten-Darlehen scheint ebenfalls unmittelbar bevorzustehen, ähnlich hohe Verluste bringend. Eingekauft wurde und wird übrigens vorwiegend in Asien, allem voran China, dort für einen Wirtschaftsboom sorgend, den USA aber ein gigantisches Handelsbilanzdefizit bringend, das sich allein 2006 schon auf 759 Milliarden Dollar belief. (17) Weiteren Anteil daran haben auch die rasant steigenden Energiekosten, die immerhin die unverantwortliche Verschwendung hoffentlich ein wenig bremsen werden. (18) So befinden sich viele asiatische Staaten und Ölförderländer mit den USA in einer verhängnisvollen gegenseitigen Abhängigkeit:

Wirtschaftlich ist Asien durchaus in einem gewissen Ausmaß abhängig vom ungebremsten Konsum der Amerikaner, beglichen wird das ganze aber durch Dollaranleihen, und darin tickt die Zeitbombe! Allein in sieben asiatischen Staaten befinden sich Währungsreserven von ca. 3,4 Billionen Dollar, davon in China 1,4 Billionen. (19) Nun ist aber das Vertrauen in den Dollar durch das ungehemmte Druckenlassen von Banknoten am Schwinden, da er schlicht und einfach nicht mehr gedeckt ist, und viele Finanzfachleute sehen den Dollar um gut 30 Prozent überbewertet. Leicht vorstellbar, welche Turbulenzen es weltweit auslösen würde, wenn Dollarreserven in Billionenhöhe sich regelrecht in Luft auflösen würden. Und trotzdem scheint dieses Szenario, das sich durch die Leitwährungsfunktion des Dollars ergibt, durchaus als möglich.

Doch man versucht krampfhaft, den ungesunden und auf Dauer absolut zum Zusammenbruch verurteilten heutigen Zustand noch so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.


Der Weg zum globalen Zusammenbruch



Bahn, Energie, Wasser: Sollten wichtige Bereiche der Grundversorgung zur
Vermeidung von Mißbrauch nicht besser in staatlicher Hand verbleiben?



Prognosen sind natürlich immer mit Vorsicht zu betrachten. Trotzdem zeichnen sich bereits bedenkliche Entwicklungen ab, die zum globalen Zusammenbruch führen können, wenn die eingeschlagene Richtung beibehalten wird.

Günther Moewes analysiert in seinem Buch „Geld oder Leben“: „Die exponentielle Vermehrung der Geldvermögen führt in Spätzeiten unausweichlich in die sogenannte Plutokratie (20). In den USA ist dieser Zustand bereits erreicht. Gouverneur oder Präsident kann nur noch werden, wer die Interessen der Megareichen und der Konzerne vertritt und sich in die Abhängigkeit von reichen Finanziers begibt. Die neue Schicht der Plutokraten entwickelt ihre eigenen Gesetze und ihre eigene Moral, national und global.

In Europa ist dieser Zustand ebenfalls im Entstehen begriffen: Er ist an den Parteispenden- und Korruptionsskandalen ablesbar, an den Kampagnen der Medienzaren, an den Millionenabfindungen für Firmenvorstände, die Tausende von Arbeitsplätzen ans Ausland verkaufen.

Gleichwohl hätte die Politik hier noch eine Chance, der Entwicklung zur Plutokratie zu entgehen: wenn es ihr gelänge, die lautlose Umverteilungsmaschine anzuhalten, anstatt sie zu bedienen.“ (21)

Für die Bedienung der Kapitalinteressen ist besonders Präsident George W. Bush ein eindrucksvolles Beispiel. Allein mit einer Steuersenkung in Höhe von 1.350 Milliarden Dollar im Jahr 2001 und bisherigen direkten Kosten von über 800 Mrd. Dollar für den Irakkrieg stürzte er den US-Haushalt in Abgründe. (22)

Gerade die Entwicklungen in den USA mahnen auf das stärkste daran, daß die Vertreter eines entfesselten Kapitalismus jedes Gespür für weise, dem ganzen Volk dienende Entscheidungen vollständig verloren haben. Das Problem heißt Habgier, heute als „Streben nach Gewinnmaximierung“ umschrieben. Sie ist es, die den weiterschauenden Blick auf das Ganze verstellt, somit großen Schaden anrichtet und auch vor massiven Menschenrechtsverletzungen nicht zurückschreckt. Leider lehrt die Geschichte, daß die allerwenigsten Menschen, denen Macht gegeben wurde, auch sinnvoll und nützlich damit umgehen konnten.

Die Lektion müssen wir zur Zeit lernen, daß derjenige, der das Geld hat, auch das Sagen hat. Und da die bestehende Zinsmaschinerie das Geld weiter dorthin scheffelt, wo es sowieso schon ist, die Ungleichverteilung somit immer dramatischer wird, besteht auch zur Zeit keinerlei Aussicht darauf, daß sich das Ganze auf vernünftigen Wegen wieder in geordnete Bahnen lenken läßt.

Die Zinskurve, das Krebsgeschwür im Geldwesen, geht aber momentan in den Steilflug über und schießt bald ins „Unendliche“, was auf der Erde gleichbedeutend ist mit „ins Nichts“!

Und da die Märkte weltweit, in bisher nie dagewesenem Ausmaß, zusammenhängen, steht tatsächlich zu befürchten, daß sich im globalen Geldwesen, und damit auch im Wirtschafts- und Gesellschaftsleben, Krisen ungeahnten Ausmaßes anbahnen könnten. Diese Entwicklung wird allein damit schon belegt, daß sage und schreibe 98 Prozent des Geldes spekulativ unterwegs sind, während es seine eigentliche Aufgabe, ein sinnvolles Tauschmittel darzustellen, nur noch mit den restlichen, kläglichen zwei Prozent erfüllen kann. Das Geldwesen ist also todkrank! Drastische Maßnahmen, vor allem die dazu erforderlichen Gesinnungsänderungen, die diese verhängnisvolle Entwicklung bremsen oder gar aufhalten könnten, sind kaum in Ansätzen zu erkennen.

Damit schließt sich auch das Geldwesen der allgemeinen Tendenz an, daß alles Geschehen momentan auf einen kritischen Kulminationspunkt zutreibt, sich dort entweder reinigt und bewährt oder aber zusammenbricht. Der Maßstab dafür sind nicht die menschlichen, sondern die Schöpfungsgesetze!

So sollten wir, einem wertvollen Hinweis aus dem Werk „Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft“ folgend, aus den problematischen Entwicklungen geistig Nutzen ziehen:

„Die wechselwirkende Gewalt hebt nun die Meister Eurer eignen Sünden an die Spitze, so, daß Ihr davon erdrückt zu werden droht, damit Ihr im Erkennen Euch endlich davon befreit oder daran zugrunde geht.

Das ist Gerechtigkeit und Hilfe gleichzeitig, wie sie nur Gottes Wille in seiner Vollkommenheit Euch bieten kann!“ (23)

Dieser Hinweis gilt für alles, auch für das Geldwesen. Und er bedeutet unter anderem, daß wir uns alle Fehlentwicklungen unbedingt bewußt machen sollten; denn nur so lassen sich Auswege finden und nach dem Zusammenbruch alte Fehler vermeiden. In erster Linie gilt es auch zu prüfen, ob die Fehler, die die gesamtgesellschaftlichen Probleme bringen, nicht auch noch in uns selbst, in unserer Einstellung zu finden sind!

Auch das Geldwesen könnte gesund sein und allen Menschen zu deren Wohl dienen. Der Weg dorthin wäre auch gar nicht sehr schwer und könnte ohne weiteres gegangen werden. Doch nicht ohne die Bereitschaft, Geben und Nehmen wieder in den Ausgleich zu bringen.

Anmerkungen:
1 Siehe 2. Teil der GralsWelt-Serie (Heft 47).
2 Wissenswert ist übrigens noch, daß die immer wieder gescholtenen Managergehälter in Deutschland „nur“ in einer Größenordnung von 400 Millionen Euro liegen, während die leistungslosen Zinseinkommen über tausendmal höher sind, also ca. 400 Milliarden Euro betragen. Trotzdem sind natürlich auch die Managergehälter überhöht. Quelle: Helmut Creutz.
3 Mit Schwerpunkt in Europa und den USA.
4 Czada/Tolksdorf/Yenal: Internationale Währungsprobleme, S. 37.
5 Dessen Problematik ist im ersten Teil der Serie (GralsWelt-Heft 46) aufgeführt.
6 Die verständliche Frage, wie unter diesen Umständen verlustloses Ansparen und Rücklagen möglich sind, wird im 4. Teil dieser Serie behandelt.
7 Senf Bernd, Der Nebel um das Geld, Gauke-Verlag 1996, S. 67.
8 IWF = Internationaler Währungsfond.
9 Senf Bernd, Der Nebel um das Geld, S. 185.
10 Siehe auch Teil 1 dieser Serie (GralsWelt-Heft 46).
11 Siehe Grafik Teil 1 dieser Serie: „Gini-Koeffizient“.
12 Quelle: Moewes Günther, Geld oder Leben, Signum-Verlag.
13 Süddeutsche Zeitung v. 5.2.2008.
14 Als Kapitaldienst bezeichnet man die Summe der Belastungen, die aus der Aufnahme von Krediten entstehen, also Zins, Zinseszins und andere Nebenkosten.
15 Quelle: „Bund der Steuerzahler“.
16 www.manager-magazin.de, 8.1.2008.
17 Spiegel: Heft 48, 2007.
18 Etwa ein Viertel des weltweiten Energieverbrauchs entfällt allein auf die USA.
19 dto., Stand Aug. 2007.
20 Plutokratie = Geldherrschaft. Die Herrschaft wird aufgrund des Geldvermögens legitimiert.
21 Moewes Günther, Geld oder Leben, Signum 2004.
22 Indirekte Kosten erhöhen die Gesamtlast des Irakkrieges auf ca. 1,5 Billionen Dollar! Quelle: Süddeutsche Zeitung, 27.11.2007.
23 Band 1, Vortrag 21

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