Zusammenfassung und Zitate (4) - Spirituelle Werte

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Zusammenfassung und Zitate (4)

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Die Macht der Gedanken (4)

Zusammenfassung und Zitate - wie Gedanken wirken

Die vorangegangen Seiten bieten eine kurze und schlüssige Erklärung der Wirkungsweise der Gedanken. Selbstverständlich stammt dieses Wissen nicht von mir, sondern ist, wie alles über den jetzigen Kenntnisstand der Menschheit Hinausreichende, der Gralsbotschaft - Im Lichte der Wahrheit entnommen. Ich empfehle allen Leserinnen und Lesern, sich zur Erweiterung und Ergänzung des bisher Gesagten in die nachstehenden Aussagen zu vertiefen, da sie zahlreiche offene Fragen beantworten können.

Zusammenfassung:

  • Gedanken sind hochwirksame energetische Gebilde, die über unseren Körper hinaus wirken.

  • Sie bilden eine dem Inhalt des jeweiligen Gedankens entsprechende feinerstoffliche, also nicht sichtbare Form und haben, der Art der Gedanken entsprechend, eine aufbauende oder aber zerstörerische Energie.

  • Sie verlassen das Umfeld unseres Körpers, ziehen hinaus und verbinden sich mit gleichartigen Gedankenformen anderer Menschen.

  • Durch diesen Zusammenschluss verstärkt sich die gesammelte Energie dieser Gedankenart ungemein und bildet oft riesige Gedankenzentralen.

  • Mit diesen Gedankenzentralen stehen alle Erzeuger dieser Gedankenart dauernd in Verbindung und werden durch deren Energieströme sehr oft stark beeinflusst.

  • Da schädliche Gedankenformen, wie Hass, Neid, Geiz, Habgier, Missgunst usw., leider durch falsches Wollen der Menschheit die stärksten Zentralen gebildet haben und daher auf mehr Menschen zurückwirken als die guten Gedankenzentralen, wie Selbstlosigkeit, Liebe, Freude usw., werden enorme Verheerungen unter der Menschheit durch deren Beeinflussung angerichtet.

  • Freikommen von derartigen Beeinflussungen können wir nur dann, wenn wir, dem Gesetz der Wechselwirkung entsprechend, unsere Einstellungen und unser Denken reinigen, so dass schädliche Gedanken sich nicht mehr mit uns verbinden können, da die Gleichart fehlt.

  • Der Schlüssel für eine bessere und schönere Welt liegt daher in der Reinigung unserer Gedanken, die deshalb für uns höchste Priorität haben sollte!


Zitate aus der Gralsbotschaft

  "Wer in sich festes Wollen zu dem Guten trägt und sich bemüht, seinen Gedanken Reinheit zu verleihen, der hat den Weg zum Höchsten schon gefunden! Ihm wird dann alles andere zuteil."

(Band 1, Vortrag 1: "Was sucht Ihr?")


 "Im Weltall wirkt ein ewiges Gesetz: daß nur im Geben auch empfangen werden kann, wenn es um Werte geht, die bleibend sind! Das greift so tief, durchzieht die ganze Schöpfung wie ein Heiliges Vermächtnis ihres Schöpfers. Selbstlos geben, helfen, wo es not tut, und Verständnis haben für das Leid des Nächsten wie für dessen Schwächen, heißt empfangen, weil es der schlichte, wahre Weg zum Höchsten ist!

  Und dieses ernsthaft wollen, bringt Euch sofort Hilfe, Kraft! Ein einziger, ehrlich und tief empfundener Wunsch zum Guten, und wie mit einem Flammenschwert wird von der anderen Euch jetzt noch unsichtbaren Seite schon die Wand zerschnitten, die Euere Gedanken bisher selbst als Hindernis errichtet hatten; denn Ihr seid ja eins mit dem von Euch gefürchteten, geleugneten oder ersehnten Jenseits, seid mit ihm eng und unlösbar verbunden.

  Versucht es; denn Eure Gedanken sind die Boten, die Ihr ausschickt, die mit dem von Euch Gedachten schwer beladen wiederkehren, sei es nun Gutes oder Böses. Es geschieht! Denket daran, daß Euere Gedanken Dinge sind, sich geistig formen, oft zu Gebilden werden, die das Erdenleben Eures Körpers überdauern, dann wird Euch vieles klar.

  So kommt es auch, daß es ganz richtig heißt: »denn ihre Werke folgen ihnen nach!« Gedankenschöpfungen sind Werke, die Euch einst erwarten! Die lichte oder dunkle Ringe um Euch bilden, die Ihr durchwandern müßt, um in die Geisteswelt zu dringen. Kein Schutz, kein Eingriff kann da helfen, weil Ihr die Selbstbestimmung habt. Der erste Schritt zu allem muß deshalb von Euch geschehen. Er ist nicht schwer, er liegt nur in dem Wollen, das sich durch Gedanken kündet. So tragt Ihr Himmel wie die Hölle in Euch selbst.

  Entscheiden könnt Ihr, doch den Folgen Euerer Gedanken, Eures Wollens seid Ihr dann bedingungslos verfallen! Ihr schafft sie selbst, die Folgen, deshalb rufe ich Euch zu:

  »Haltet den Herd Eurer Gedanken rein, Ihr stiftet damit Frieden und seid glücklich!«

  Vergeßt nicht, daß ein jeder der Gedanken, von Euch erzeugt und ausgeschickt, auf seinem Wege alle Gleichart anzieht oder anderen anhaftet, dadurch stärker, immer stärker wird und zuletzt auch ein Ziel trifft, ein Gehirn, das vielleicht nur sekundenlang sich einmal selbst vergißt und damit solchen schwebenden Gedankenformen Raum gibt, einzudringen und zu wirken.

  Denkt nur daran, welche Verantwortung dann auf Euch fällt, wenn der Gedanke einst zur Tat ersteht, durch irgendwen, auf den er wirken konnte! Diese Verantwortung löst sich schon dadurch aus, daß jeder einzelne Gedanke dauernd Verbindung mit Euch hält, gerade wie durch einen unreißbaren Faden, um dann zurückzukehren mit der unterwegs erlangten Kraft, um Euch selbst wieder zu belasten oder zu beglücken, je nach der Art, die Ihr erzeugtet.

  So steht Ihr in der Gedankenwelt und gebt mit der jeweiligen Denkungsart auch Raum den dieser ähnlichen Gedankenformen. Deshalb vergeudet nicht die Kraft des Denkens, sondern sammelt sie zur Abwehr und zum scharfen Denken, das den Speeren gleich hinausgeht und auf alles wirkt."


(Band 1, Vortrag 5: "Erwachet!")


  "Zuckt ein Gedanke in Dir auf, so halte ihn zurück, sprich ihn nicht sofort aus, doch nähre ihn; denn er verdichtet durch Zurückhaltung im Schweigen und gewinnt an Kraft wie Dampf im Gegendruck.

  Der Druck und die Verdichtung zeugen die Eigenschaft einer magnetischen Betätigung nach dem Gesetz, daß alles Stärkere das Schwache an sich zieht. Gleichartige Gedankenformen werden dadurch allseitig herangezogen, festgehalten, verstärken immer mehr die Kraft des eigenen, ursprünglichen Gedankens und wirken trotzdem so, daß die zuerst erzeugte Form durch das Hinzugesellen fremder Formen abgeschliffen wird, sich ändert und bis zur Reife wechselnde Gestalt bekommt. Du fühlst das alles wohl in Dir, doch denkst Du stets, es sei Dein eigenes Wollen ganz allein. Du gibst aber bei keiner Sache ganz Dein eigenes Wollen, hast immer fremdes mit dabei!
...
  Zurück zu dem Gedanken, der die fremden Formen an sich zog und dadurch stark und immer stärker wurde. Er tritt zuletzt in festgeschlossenen Kraftwellen über Dich hinaus, durchbricht die Aura Deiner eigenen Person und übt auf weitere Umgebung einen Einfluß aus.

  Das nennt die Menschheit Magnetismus der Person. Uneingeweihte sagen: »Du strahlst etwas aus!« Je nach der Eigenart, Unangenehmes oder Angenehmes. Anziehend oder abstoßend. Es wird gefühlt!

  Doch Du strahlst nichts aus! Der Vorgang zur Erzeugung des Gefühls in diesen anderen hat seinen Ursprung darin, daß Du alles geistig Gleichartige magnetisch an Dich ziehst. Und dieses Ziehen macht sich für die Nächsten fühlbar. Doch auch hierin liegt die Wechselwirkung. In der Verbindung fühlt der andere dann deutlich Deine Stärke, und die »Sympathie« erwacht dadurch.

  Halte Dir immer vor Augen: Alles Geistige ist, nach unseren Begriffen ausgedrückt, magnetisch, und es ist Dir auch bekannt, daß stets das Stärkere das Schwache überwindet durch die Anziehung, durch Aufsaugung. Dadurch wird »dem Armen auch noch das wenige genommen, was er hat.« Er wird abhängig.

  Darin liegt kein Unrecht, sondern es vollzieht sich nach den göttlichen Gesetzen. Der Mensch braucht sich nur aufzuraffen, richtig zu wollen, und er ist davor geschützt.

  Nun wirfst Du wohl die Frage auf: Was dann, wenn alle stark sein wollen? Wenn niemand mehr etwas zu nehmen ist? Dann, lieber Freund, wird es ein freiwilliger Austausch werden, dem das Gesetz zu Grunde liegt, daß nur im Geben auch empfangen werden kann. Es wird kein Stillstand deshalb, sondern alles Minderwertige ist ausgelöscht.

  So kommt es, daß durch Trägheit viele abhängig im Geiste werden, manchmal zuletzt kaum noch die Fähigkeit besitzen, eigene Gedanken großzuziehen.

  Hervorzuheben ist, daß nur das Gleichartige angezogen wird. Deshalb das Sprichwort: »Gleich und gleich gesellt sich gern.« So werden sich die Trinker immer finden, Raucher haben »Sympathien«, Schwätzer, Spieler und so fort; doch auch die Edlen finden sich zu hohem Ziel zusammen.

  Nun geht es aber weiter: Was sich geistig anstrebt, wirkt sich zuletzt auch physisch aus, da alles Geistige ins Grobstoffliche überdringt, wodurch wir das Gesetz der Rückwirkung ins Auge fassen müssen, weil ein Gedanke stets Verbindung mit dem Ursprung hält und in dieser Verbindung Rückstrahlung bewirkt.

  Ich spreche hier nur immer von den wirklichen Gedanken, die Lebenskraft der seelischen Empfindung in sich tragen. Nicht von der Kraftvergeudung Dir zum Werkzeug anvertrauter Hirnsubstanz, die nur verflüchtende Gedanken formt, die sich in wildem Durcheinander nur als schemenhafte Dünste zeigen und zum Glück sehr bald zerflattern. Solche Gedanken kosten Dich nur Zeit und Kraft, und Du verschleuderst damit ein Dir anvertrautes Gut.

  Grübelst Du zum Beispiel über irgend etwas ernstlich nach, so wird dieser Gedanke in Dir stark magnetisch durch die Macht des Schweigens, zieht alles Ähnliche heran und wird somit befruchtet. Er reift und tritt über den Rahmen des Gewöhnlichen hinaus, dringt sogar dadurch auch in andere Sphären, und erhält von dorther Zufluß höherer Gedanken ... die Inspiration! Daher muß bei Inspiration der Grundgedanke von Dir selbst ausgehen, im Gegensatz zu Medialität, muß eine Brücke zu dem Jenseits bilden, der geistigen Welt, um dort bewußt aus einem Born zu schöpfen.

  Inspiration hat deshalb mit der Medialität gar nichts zu tun.

  Dadurch wird der Gedanke in Dir ausgereift. Du trittst an die Verwirklichung heran und bringst durch Deine Kraft verdichtet das zur Ausführung, was schon in unzähligen Einzelheiten vorher als Gedankenformen in dem Weltall schwebte.

  Auf diese Art schaffst Du mit geistig längst Bestehendem durch den Zusammenschluß und die Verdichtung eine neue Form! So wechseln in der ganzen Schöpfung immer nur die Formen, da alles andere ewig und unzerstörbar ist.

  Hüte Dich vor verworrenen Gedanken, vor aller Flachheit in dem Denken. Flüchtigkeit rächt sich bitter; denn es wird Dich schnell zu einem Tummelplatz fremder Einflüsse erniedrigen, wodurch Du sehr leicht mürrisch, launenhaft und ungerecht zu Deiner näheren Umgebung wirst.

  Hast Du einen wirklichen Gedanken und hältst daran fest, so muß zuletzt die gesammelte Kraft auch zur Verwirklichung hindrängen; denn der Werdegang von allem spielt sich vollkommen geistig ab, da jede Kraft nur geistig ist! Was Dir dann sichtbar wird, sind immer nur die letzten Auswirkungen eines vorangegangenen geistig-magnetischen Prozesses, der sich nach feststehender Ordnung dauernd gleichmäßig vollzieht.

  Beobachte, und wenn Du denkst und fühlst, ist Dir bald der Beweis erbracht, daß alles eigentliche Leben in Wahrheit nur das geistige sein kann, in dem allein der Ursprung und auch die Entwicklung liegt. Du mußt zur Überzeugung kommen, daß alles das, was Du mit körperlichen Augen siehst, tatsächlich nur Auswirkungen des ewig treibenden Geistes sind.

  Jede Handlung, selbst die geringste Bewegung eines Menschen, ist ja vorher stets geistig gewollt. Die Körper spielen dabei nur geistig belebte Werkzeuge, die selbst erst zur Verdichtung kamen durch die Kraft des Geistes. So auch Bäume, Steine und die ganze Erde. Alles wird von dem schaffenden Geiste belebt, durchströmt, getrieben.

  Da die ganze Materie aber, also das irdisch Sichtbare, nur Auswirkung des geistigen Lebens ist, so fällt es Dir nicht schwer zu fassen, daß je nach der Art des uns zunächst umgebenden Geisteslebens auch die irdischen Verhältnisse sich bilden. Was daraus logisch folgert, ist klar: Dem Menschen selbst ist durch die weise Einrichtung der Schöpfung Kraft gegeben, sich die Verhältnisse zu formen mit der Kraft des Schöpfers selbst. Wohl ihm, wenn er sie nur zu Gutem nützt! Doch wehe, läßt er sich verleiten, sie in Schlechtem anzuwenden!

  Der Geist ist bei den Menschen nur umgeben und verdunkelt durch das irdische Begehren, das wie Schlacken an ihm haftet, ihn beschwert und niederzieht. Seine Gedanken sind nun Willensakte, in denen Kraft des Geistes ruht. Der Mensch hat die Entscheidung, gut zu denken oder böse, und kann somit göttliche Kraft zum Guten wie zum Bösen lenken! Darin liegt die Verantwortung, die der Mensch trägt; denn Lohn oder die Strafe dafür bleibt nicht aus, da alle Folgen der Gedanken zurück zum Ausgangspunkte kommen durch die eingesetzte Wechselwirkung, welche nie versagt, und die darin ganz unverrückbar, also unerbittlich, ist. Damit auch unbestechlich, streng, gerecht! Sagt man nun nicht dasselbe auch von Gott?"

(Band 1, Vortrag 6: "Das Schweigen")



  "»An ihren Werken sollt Ihr sie erkennen!«  Dieses Christuswort gilt allen Lesern meiner Botschaft in erster Linie! An ihren Werken heißt, in ihrem Wirken, also ihrem Denken, ihrem Tun im Alltage des Erdenseins! Zu Tun gehört auch Euer Reden, nicht nur Euer Handeln; denn das Reden ist ein Handeln, das Ihr bisher in der Wirkung unterschätztet. Es gehören sogar die Gedanken schon dazu.

  Die Menschen sind gewöhnt, zu sagen, daß Gedanken »zollfrei« sind. Damit wollen sie andeuten, daß sie für Gedanken irdisch nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, weil diese auf einer Stufe stehen, die für Menschenhände unerreichbar ist.

  Deshalb spielen sie oft in leichtfertigster Weise mit Gedanken, oder besser ausgedrückt, sie spielen in Gedanken. Leider oft ein sehr gefährliches Spiel, im leichtfertigen Wahne, daß sie daraus unangetastet hervorgehen können.

  Darin irren sie jedoch; denn auch Gedanken sind der Grobstofflichkeit zugehörig und müssen unter allen Umständen auch darin abgelöst werden, bevor ein Geist sich frei emporzuschwingen fähig wird, sobald er die Verbindung mit dem Erdenkörper löste.

  Sucht deshalb schon mit Eueren Gedanken in dem Sinne meiner Botschaft stets zu schwingen, derart, daß Ihr nur das Edle wollt und nicht in Niederungen steigt, weil Ihr Euch einbildet, daß es ja niemand sehen oder hören kann.

 Gedanken, Worte und die äußerliche Tat gehören allesamt ins Reich der Grobstofflichkeit dieser Schöpfung!

  Die Gedanken wirken in der feinen Grobstofflichkeit, Worte in der mittleren, und die äußeren Handlungen formen sich in der gröbsten, also dichtesten Grobstofflichkeit. Grobstofflich sind diese drei Arten Eures Tuns!

  Aber die Formen aller drei sind miteinander eng verbunden, ihre Auswirkungen greifen ineinander. Was das für Euch bedeutet, wie einschneidend es sich oft bestimmend auswirkt in dem Wandel Eures Seins, könnt Ihr im ersten Augenblicke nicht ermessen.

  Es sagt nichts anderes, als daß auch ein Gedanke, selbsttätig in seiner Art noch weiterwirkend, eine Gleichart in mittlerer Stofflichkeit verstärken und dadurch zu kraftvolleren Formen bringen kann, ebenso, dann folgernd, in dieser Verstärkung wieder weiterwirkend zur sichtbaren auswirkenden Form in gröbster Stofflichkeit ersteht, ohne daß Ihr selbst unmittelbar dabei beteiligt zu sein scheint.

  Es ist erschütternd, das zu wissen, sobald man dieser Erdenmenschen Leichtfertigkeit und Sorglosigkeit in ihrem Denken kennt.

  Ihr seid dadurch an mancher Tat beteiligt, ohne es zu wissen, die irgendeiner Eurer Mitmenschen vollbringt, nur weil dieser die Verstärkung in der von mir soeben Euch erklärten Art erhielt, die ihn zu einer gröbsten Ausführung von etwas in ihm bisher Ruhenden zu treiben fähig wurde, mit dem er vorher immer nur in den Gedanken spielte.

  So stehet mancher Erdenmensch sehr oft mißbilligend vor irgendeiner Tat eines seiner Nebenmenschen, diese mit Zorn verwerfend und verurteilend, an der er aber vor den ewigen Gesetzen Gottes mitverantwortlich ist! Es kann sich dabei um einen ihm völlig fremden Menschen handeln und um eine Tat, die er nie in der gröbsten Stofflichkeit selbst ausgeführt haben würde.

  Denkt Euch einmal hinein in derartige Vorgänge, Ihr werdet dann erst recht verstehen, daß ich Euch in meiner Botschaft zurufe: »Haltet den Herd Eurer Gedanken rein, Ihr stiftet damit Frieden und seid glücklich!«

  Wenn Ihr dann aber stark genug darin geworden seid in Eurer eigenen Reinigung, so werden auf der Erde vielerlei Verbrechen weniger geschehen als bisher, an denen viele mitschuldig gewesen sind, ohne es zu wissen.

  Zeit und Ort solcher Taten, an denen Ihr mitschuldig werden könnt, spielen dabei keine Rolle. Auch wenn es am entgegengesetzten Ende der Erde geschehen ist von der Stelle, an der Ihr selbst Euch aufhaltet, an Orten, welche Euer Fuß niemals betreten hat, von deren Bestehen Ihr gar keine Kenntnis habt. Verstärkungen durch Euere Gedankenspielereien treffen dort auf, wo sie Gleicharten entdecken, unabhängig von Entfernungen, Nation und Land.

  So können Haß- und Neidgedanken mit der Zeit auf Einzelmenschen, Gruppen oder ganze Völker stürzen, wo sie Gleichart finden, sie zu Taten zwingend, die in ihren auslösenden Formen ganz verschieden sind von denen, die mit Eueren Gedankenspielereien erst erstanden.

  Auswirkend vermag es sich dann so zu zeigen, wie der Ausübende zur Zeit der Tat empfindet. So könnt Ihr zu der Ausübung von Taten beigetragen haben, an deren Entsetzlichkeit Ihr selbst in Wirklichkeit niemals gedacht habt, und doch steht Ihr damit in Verbindung und ein Teil der Rückwirkung muß Euren Geist belasten, muß sich an ihn hängen als Gewicht, wenn er sich von dem Körper löst.

  Doch umgekehrt könnt Ihr auch noch weit stärker beitragen zum Frieden und zum Menschheitsglücke, könnt durch reines, frohes Denken teilhaben an Werken, die durch Euch ganz fernstehende Menschen sich entfalten.

  Davon strömt selbstverständlich auch der Segen mit auf Euch zurück und Ihr wißt nicht, weshalb er zu Euch kommt.

  Wenn Ihr nur einmal sehen könntet, wie die unverrückbare Gerechtigkeit des Allheiligen Willens Gottes sich in den selbsttätigen Gesetzen dieser Schöpfung stets erfüllt für jeden einzelnen Gedanken, den Ihr hegt, so würdet Ihr mit allen Euren Kräften dahin wirken, Reinheit Eures Denkens zu erhalten!"


(Gralsbotschaft, Band 1, Vortrag 12: "Der erste Schritt")



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