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Atheismus und geistiges Wissen


Warum vernünftiges spirituelles Wissen unbedingt der Logik standhalten muss.

Wissenswertes über die innere Motivation der zwei atheistischen Grundtypen.


Die persönlichen Gründe für den Atheismus sind vielfältig - trotzdem lassen sich vermutlich zwei große Grundgruppen benennen, die unterschiedliche Motivationen für die Wahl des Atheismus haben: Die eine hat verheerend schlechte Erfahrungen mit Religionsgemeinschaften, Kirchen und dem sogenannten Glauben gemacht, oft in ferner Vergangenheit, und möchte nun nichts anderes als frei sein. Die andere genießt die im Atheismus bestehende Überzeugung, keinerlei Verantwortung einer höheren Macht gegenüber tragen zu müssen und konzentriert sich lieber auf handfeste, irdische Dinge. Der folgende Artikel greift Lösungs- und Klärungsmöglichkeiten für die erste Gruppe auf, und er geht der Frage nach, ob der gewählte Ansatz der zweiten Gruppe auf Dauer funktionieren kann.

Zum Glück leben wir nach langer Zeit endlich wieder in einem Kulturkreis mit sehr weitgehender Meinungsfreiheit und dem grundlegenden Recht auf Gesinnungs- und Religionsfreiheit. So darf jeder Mensch auch in Religionsfragen seine eigene Überzeugung leben - und so kommen viele zu der Auffassung, dass sie besser ohne Gott fahren, um zufrieden und sinnerfüllt leben zu können. Allerdings steht andererseits jeder ernsthafte, bewusste Atheist vor drei entscheidenden Fragen:

  • Spricht etwas zwingend gegen eine Koexistenz von Wissenschaft und Spiritualität?

  • Ist eine Gleichsetzung von Gott, Kirche und Religion legitim?

  • Ist der Atheismus nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung plausibel?

Meiner Ansicht nach ist ein wesentlicher Grund für eine atheistische Einstellung schon einleitend erwähnt: Viele Menschen sind froh, dass sie nach jahrhundertelanger "Glaubenspflicht" oder "Glaubenszwangsbeglückung" nun endlich selbst entscheiden dürfen, was sie glauben möchten und was nicht.
Außerdem bestätigen die Nachrichten tagtäglich, dass die schlimmsten Konflikte, Morde und Kriege dieser Welt von sogenannten Glaubensrichtungen oder -gemeinschaften verübt werden, während in den Staaten, die eine stärkere Trennung von Staat und Religion praktizieren, die Verhältnisse weitaus besser und liberaler sind.


Hinzu kommt noch, dass so gut wie alle Glaubensrichtungen sehr rückwärtsgewandte, archaische Muster pflegen und sich von jeglicher Logik in ihren Gedankengebäuden verabschiedet haben. Sie verlangen nichts anderes als einen blinden Glauben, der sich aller Vernunft und allen Erfahrungsgrundsätzen entzieht! Ja, mehr noch: Je unglaublicher es ist, an das ein Mensch glaubt und je weniger Zweifel er dabei hat, selbst wenn sein sogenannter Glaube allen Naturgesetzmäßigkeiten widerspricht, desto "gottwohlgefälliger" lebt er - der Meinung der Angestellten dieser Glaubensrichtungen zufolge! Der Grund ist klar: Sie wollen unbequeme Fragen vermeiden, auf die sie selbst keine Antwort haben und schieben sie lieber auf den angeblich von ihnen vertretenen Gott, "dessen Wege eben unergründlich sind".


Damit haben sie aber ein Gottes-Zerrbild geprägt, das voller Willkür, Unfreiheit und Unterdrückung ist - in der Regel nur aus dem Bestreben heraus, ihre eigene Existenz zu sichern und größere Macht zu entfalten. Die Geschichte lehrt ja bis auf den heutigen Tag, dass Vertreter und Mitglieder vieler Konfessionen weltweit mit abscheulichen, menschverachtenden Methoden, mit Folter, Verbrennungen, Verstümmelungen, Ruf- und sonstigen Morden, Unterdrückung und seelischer Grausamkeit gearbeitet haben bzw. arbeiten, nur um ihre Machtbestrebungen durchzusetzen. Das alles mit dem Namen "Gott" auf den Lippen, dem die Greueltaten angeblich wohlgefällig sind und den sie damit mitverantwortlich machen wollen. So wird natürlich jedes Vertrauen, jeder innige Bezug zu ihm zerstört und der Gottesbegriff regelrecht ruiniert.


Von daher ist es nicht nur verständlich, sondern sogar in höchstem Maße begrüßenswert, wenn ein denkender Mensch sich von derartigen Zerrbildern der höchsten Macht innerlich verabschiedet; es ist letztlich ein Zeichen, dass sich dieser Mensch seine eigenen Gedanken macht, seine persönliche Freiheit in Anspruch nimmt und nicht stumpf entstellenden Gottesbildern hinterherläuft!

So schreibt Werner Huemer treffend in Bezug auf Jesus von Nazareth: "Eigentlich ist das Bild, das die Kirchen vom „Christus des Glaubens“ zeichnen, im Grunde genommen beschämend: Man sieht in ihm den allmächtigen Wundertäter, der durch allerlei Kunststücke wie Brotvermehrung, Krankenheilung oder Totenerweckung die Naturgesetze außer Kraft setzt, dadurch die Glaubensgunst seines staunenden Publikums erwirbt, und der zuletzt im Auftrag seines Vaters für die Menschheit sein Leben lässt, um diese stellvertretend von aller Schuld zu befreien ...

Diese Vorstellung ist deshalb beschämend, weil man sie nur entweder glauben kann – und zwar blind, da logisches Denken darin keinen Anhaltspunkt findet – oder eben ablehnen muss, sofern man daran gewöhnt ist, dass das Streben nach Wahrheit immer auch ein Streben nach Klarheit ist. Sie ist beschämend, weil sie tiefer denkende und empfindende Menschen ausschließt, vielleicht sogar in den Atheismus treibt und damit eigentlich einen Verrat an der Mission Jesu begeht."




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