Der Weg nach innen und nach außen - Spirituelle Werte

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Der Weg nach innen und nach außen

SINNFRAGEN > Zwiespalt Kopf-Herz
Der Weg nach außen und innen

Denken Sie bitte einmal, meine Damen und Herren, an Ihren eigenen Willen, an Ihre Ideen, Empfindungen und Gefühle. Wenn Sie diese ausdrücken wollen, so brauchen Sie dazu unbedingt Ihr Gehirn! Es ist auf dem Weg von innen nach außen eine Verdichtungsstation, die das Unsichtbare verarbeitet und unseren Körperorganen die Befehle gibt, was sie sprechen, schreiben oder tun sollen.

Denken wir einmal bei dieser Verdichtung an Fernsehwellen, die vom Sender ausgehen, von der Antenne aufgefangen und im Fernsehgerät so verarbeitet werden, daß wir einen Film sehen können. Auch hier macht das Fernsehgerät nicht das Programm, sondern es ist nur notwendiges Werkzeug zu dessen Übermittlung.

Oder nehmen wir den Hausbau: Es kann kein Haus gebaut werden, ohne daß die Idee, die Vorstellung des Hauses beim Architekten oder beim Bauherrn vorausgeht. Diese Idee wird durch den Verstand verdichtet, konkretisiert und kommt dann erst aufs Papier. Auf der Grundlage dieses Bauplans entsteht anschließend das reale Gebäude.

Ist es eigentlich nicht faszinierend, daß auch nicht die kleinste Handlung, das kleinste Wort möglich ist ohne das vorherige, materiell absolut ungreifbare Wollen, für das der Verstand die Verdichtungsarbeit leistet?

Ein klares Bild der Verdichtung von etwas Unsichtbarem zum Sichtbaren hin finden wir übrigens im Weltall, und zwar bei der Entstehung von Sternen. Scheinbar aus dem „Nichts” heraus entstehen feinste kosmische Nebel, die sich immer mehr konzentrieren und in spiralförmiger Drehung sich zu Sternen und letztlich auch Galaxien bilden. Auch dort kommen diese feinsten Nebel nicht aus dem „Nichts”, sondern aus einer verfeinerten Stufe der Stofflichkeit, die unseren Sinnen und Instrumenten noch nicht zugänglich ist und die nicht wenigen Menschen als die „astrale” Welt bekannt ist.

Ein Teil dieser astralen Welt ist beispielsweise der als „Aura” bekannte Strahlungskranz, der alles Lebendige bis hin zur kleinsten Körperzelle umgibt und mit speziellen fotografischen Verfahren ansatzweise abgebildet werden kann.  -

Kehren wir zurück. Es ging eben also um den Weg von innen nach außen, also wie wir unser Wollen in die Welt hineinbringen. Genau so wichtig ist auch der umgekehrte Weg. Wir wissen alle, wie wichtig für unser Leben und Reifen die Begegnungen und die Eindrücke von außen sind. Hier hat unser Gehirn die umgekehrte Aufgabe: Es muß die groben äußeren Eindrücke so verfeinern, daß sie weitergereicht werden können an unseren Geist. Denn der kann diese Eindrücke nicht unmittelbar aufnehmen, da er eine andere, viel verfeinertere Beschaffenheit hat.

Dieses Weiterreichen des äußeren Geschehens durch das Gehirn sollte im Idealfall ganz neutral erfolgen. Stellen Sie sich bitte das Bild eines guten Boten vor, der die zu vermittelnde Information unverfälscht überbringt.

Die Verstandesherrschaft

Nun kommen wir an den Punkt, der die Krise der Menschheit ausmacht, die uns auch den rätselhaften Zwiespalt zwischen Kopf und Herz beschert:

Im Laufe längerer Entwicklungsperioden der Menschheit ist leider die folgenschwerste Entgleisung geschehen, und zwar haben wir Menschen unseren Verstand durch zu einseitige Beschäftigung mit vorwiegend nur Materiellem unter Vernachlässigung des Spirituellen unverhältnismäßig und über alle gesunden Maße hinaus großgezogen! So kam es, daß er unseren lebendigen Geist und unser Seelenleben unterdrücken, blockieren oder zumindest stark einschränken konnte. Denn eins ist sehr wissenswert: Der Verstand kann von Natur aus weder Ethik, Moral, Wertebewußtsein noch irgendwelche höheren Erkenntnisse erfassen! Diese Fähigkeiten können nur vom Geist kommen und im Idealfall durch den Verstand vermittelt werden!

So kommt es auch, daß das ganze Leid der Welt, die zahllosen Kriege, die Umweltzerstörung, die grausamen Tierversuche, die Folter, umstrittene Technologien und vieles mehr lediglich die Folgen dieser schwerwiegenden Ur-Verfehlung sind, die ich wegen ihrer Bedeutung nochmals wiederholen möchte: Die Menschheit hat freiwillig das Werkzeug zum Meister gemacht, den Verstand zum Herrscher über den Geist erhoben! Der Anfang davon liegt in sagenhaft ferner Vergangenheit, betrifft uns aber gerade heute in der Auswirkung außergewöhnlich stark; und zwar in Form der seelisch-geistigen Entgleisung der Menschheit! Um das Bild des eben genannten Boten wieder aufzugreifen: Der Bote ist eigenwillig geworden und verfälscht oder unterläßt die ihm von seinem Herrn aufgetragene Aufgabe.

Nach einem meiner Vorträge erhielt ich von einem Zuhörer ein Zitat von Albert Einstein, das den Sachverhalt ausgezeichnet widergibt, auch wenn Einstein, wie üblich, das Wort „Geist“ in zwei verschiedenen Bedeutungen benutzt:

„Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“

Die eben erwähnte globale Entgleisung ahnen wir nur zu gut, da wir immer wieder mit den schweren Folgen des menschlichen Handelns konfrontiert werden oder zumindest davon erfahren. Wir trösten uns nur immer wieder darüber hinweg, indem wir uns einreden, daß einer allein ja sowieso nichts bewirken kann. Das heißt aber, wir beugen uns den scheinbar übermächtigen Sachzwängen. Daß aber Sachzwänge und die ganzen falschen gesellschaftlichen Strukturen nur deswegen überhaupt lebensfähig sind, weil zu viele Menschen sich ihnen beugen und sie damit natürlich anerkennen und stützen, das wird zu oft übersehen!

Wenn einerseits alles, was wir Menschen anpacken, immer mehr aus dem Lot gerät, andererseits aber alle übergeordnet ablaufenden Vorgänge in der Natur und im Weltall deutlich erkennbare Gesetzmäßigkeiten und Ordnungen aufweisen, so bleibt uns nichts anderes übrig, als bei uns selbst nach den Ursachen suchen, die diese  Fehlsteuerungen hervorbringen!

Für den Menschen, der sich dabei mit höheren Sinnfragen, also auch mit Gott beschäftigen will, taucht noch eine weitere wichtige Frage auf: Wollen wir den Urheber der uns bekannten Natur- oder Lebensgesetzmäßigkeiten und gleich­zeitig den Erschaffer des Menschen „Gott” nennen, so ergeben sich die folgenden zwei logischen Möglichkeiten:

1. Möglichkeit: Der Mensch ist eine Fehlkonstruktion; Gott wäre demnach eine sogenannte „Panne” passiert. Das würde auch bedeuten, daß Er selbst unvollkommen wäre.
2. Möglichkeit: Der Mensch mißbraucht seinen freien Willen, um alle aufbauenden Kräfte und höheren Hilfen eigenwillig und gewaltsam außer Kraft zu setzen.

Diese Frage hat schon sehr viele Menschen beschäftigt.

Doch sind wir einer plausiblen Antwort eigentlich nicht schon sehr nahe? Sie besteht aus zwei Punkten:

1. Wir überschätzen unseren Verstand und seine Möglichkeiten.
2. Wir überschätzen ebenso alle Menschen, die sich stolz zum Materialismus bekennen. Denn diese sehen auch, genau betrachtet, im Verstand die allein maßgebende Instanz und werden damit blind gegenüber seinen Grenzen!

Haben wir damit nicht eine gute Erklärung für das große Versagen? Wie unser besagter Bote eigenwillig vermeint, die Botschaft seines Herrn, die er nicht richtig verstanden hat, verbessern zu müssen und dabei in Wirklichkeit alles verdirbt.

Hören wir auch nicht immer wieder den Spruch, alles angerichtete Elend und Chaos müsse, wie es so unbewußt entlarvend gesagt wird, bekämpft werden, anstatt es als die zwingende Folge vorheriger, langandauernd gemachter menschlicher Fehlentscheidungen anzusehen? So wäre die einfachste und wirkungsvollste Lösung die, die vielen falschen Ursachen in Zukunft zu vermeiden, damit wir den immer kritischer werdenden Folgen entgehen können!

Sagte es nicht auch der weitschauende Albert Schweitzer schon so treffend: „ Die Welt wird erst dann wieder vom Kopf auf die Füße kommen, wenn sie sich beibringen läßt, daß das Heil nicht in neuen Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht!”

Doch diese Gesinnungsänderungen sind meines Erachtens grundsätzlich erst dann möglich, wenn wir die eingangs erwähnten kosmischen Regeln, die gleichbedeutend mit Schöpfungs- oder Gottgesetzen sind, wieder kennen- und natürlich auch befolgen lernen.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen nun durch ein Zitat ein Werk vorstellen, auf dessen Grundlage auch mein heutiger Vortrag aufbaut: die „Gralsbotschaft - Im Lichte der Wahrheit“.

Sie enthält in diesem Zusammenhang die folgenden Worte:

„Da die Gesetze in der Schöpfung selbsttätig und lebendig wirken, ehern, unverrückbar, mit einer Kraft, gegen die Menschengeister völlig machtlos sind, so ist es eigentlich nur selbstverständlich, daß das dringendste Bedürfnis eines jeden Menschen das sein muß, diese Gesetze restlos zu erkennen, deren Auswirkungen er in jedem Falle wirklich wehrlos preisgegeben bleibt!

Und doch ist diese Menschheit so beschränkt, daß sie über diese so klare, einfache Notwendigkeit sorglos hinwegzugehen sucht, trotzdem es etwas Näherliegendes gar nicht gibt! Die Menschheit kommt bekanntlich niemals auf die einfachsten Gedanken. Ein jedes Tier ist darin sonderbarerweise klüger als der Mensch. Es fügt sich in die Schöpfung ein und wird darin gefördert, solange es der Mensch nicht davon abzuhalten sucht.

Der Mensch aber will herrschen über etwas, dessen selbständigem Wirken er stets unterworfen ist und unterworfen bleiben wird. In seinem Dünkel wähnt er schon Gewalten zu beherrschen, wenn er nur kleine Ausläufer von Strahlungen für seine Zwecke zu verwenden lernt, oder die Auswirkung der Luft, des Wassers und des Feuers ganz im Kleinen nützt! Dabei bedenkt er nicht, daß er bei diesen im Verhältnis immer noch sehr kleinen Nutzanwendungen erst vorher lernen muß, beobachten, um schon vorhandene Beschaffenheiten oder Kräfte ganz in deren Eigenart zu nützen. Er muß sich dabei anzupassen suchen, wenn Erfolg sein soll! Er ganz allein!

Das ist kein Herrschen, kein Bezwingen, sondern ein Sichbeugen, ein Sicheinfügen in die bestehenden Gesetze.   . . . . .

Ein Menschengeist zeigt sich nicht groß, bewundernswert, sondern nur lächerlich, wenn er die Tatsachen, die er täglich in ihren Auswirkungen überall erkennen muß, starrköpfig und verblendet abzulehnen sich bemüht, sobald er sie nicht nur in seiner Tätigkeit und aller Technik, sondern auch für sich und seine Seele grundlegend verwenden soll! Er hat in seinem Erdensein und Wirken stets Gelegenheit, die unbedingte Festigkeit und Gleichheit aller Grundauswirkungen zu sehen, sobald er sich nicht leichtsinnig oder gar böswillig verschließt und schläft.” -



 
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