Der Unterschied zwischen Verstand und Geist - Spirituelle Werte

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Der Unterschied zwischen Verstand und Geist

SINNFRAGEN > Zwiespalt Kopf-Herz
Grenzen und Fehlsteuerungen unseres Verstandes

Kommen wir zurück zu der Frage: Wo liegen die Grenzen unseres Verstandes und wie kommen dessen Fehlleistungen zustande, die sich als Verstoß gegen die Naturordnung zeigen?

Fehlsteuerungen im geistigen Sinne kommen nur dort vor, wo entweder eine gezielt böswillige Absicht zugrunde liegt, wie z. B. bei Sabotage, oder wenn die steuernde Stelle zu enge Grenzen und zu wenig Überblick hat, um das Ganze sinnvoll lenken zu können.

Können wir aber über die Möglichkeiten und Grenzen unseres Verstandes heute überhaupt schon etwas Verbindliches aussagen? Denn stehen wir nicht in einem Prozeß verblüffender technischer Entwicklungen, dessen Ende noch nicht absehbar ist und der uns möglicherweise alle unsere Probleme lösen wird?

Doch überfällt uns andererseits nicht gleichzeitig das schon erwähnte ungute Gefühl, daß die ursprünglich harmonische Naturordnung erst durch das Auftreten und Wirken des Menschen erheblich gestört wurde, und zwar nur durch ihn?

Eine Antwort darauf bekommen wir, wenn wir den Rahmen der Erfassungsmöglichkeiten des Verstandes klar abstecken! Der ist nämlich keineswegs unbegrenzt, sondern naturgesetzmäßig eingeschränkt! Also gibt es für das rein verstandesmäßige Erfassen eine klare Grenze, die nicht überschritten werden kann, und zwar weder jetzt noch in fernster Zukunft!

Auch hier hilft uns die Kenntnis der Naturgesetze, die man genausogut auch Schöpfungs- oder Gottgesetze nennen kann, weiter, um in dieser Frage zu einem klaren und plausiblen Wissen kommen zu können. Sie können darüber hinaus übrigens Antwort auf alle wesentlichen Fragen geben und stehen selbstverständlich auch nicht im Widerspruch zu gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, da ja letztlich alles aus einer vollkommenen Quelle stammt!

Und sind diese Schöpfungsgesetze kompliziert zu erfassen? Nein! Wir alle können sie begreifen, wenn wir nur ehrlich wollen! Damit beschreiten wir auch den vorhin erwähnten Weg, der zur Einheit von Glaube und Wissen, damit aber auch zu wertvollem seelischem Neuland und zu innerem Frieden führt! -

Was ist unser Verstand, was ist unser Geist?

Bevor wir die Frage beantworten können: „Was kann unser Verstand?” müssen wir erst noch klären: „Was ist unser Verstand?”

Der Verstand ist das Ergebnis der Arbeit des vorderen Gehirns, das auch als Großhirn bezeichnet wird. Wir brauchen es auf zwei Wegen: auf dem Weg von innen nach außen, und umgekehrt von außen nach innen. Also von unserem spirituellen Wesenskern in die Welt hinaus, und von dort zurück. Der Verstand sollte dabei nur als Durchgangsstation dienen, ähnlich wie ein Transformator, der den Hochspannungsstrom herunterregelt, damit er im Haushalt verwendbar wird. Wichtig ist dabei, daß wir unseren Verstand nicht, wie es oft passiert, mit unserem lebendigen Wesenskern, dem Geist, verwechseln!

Nehmen wir einen Vergleich, so entspricht das Gehirn einem Computer, der Verstand dem eingespeicherten Computerprogramm, aber erst der Geist ist in diesem Vergleich der Programmierer selbst! Diese Analogie ist zwar eingeengt, aber im Prinzip stimmig.

Nun werden Sie, meine Damen und Herren, vielleicht fragen: Wenn Geist und Verstand etwas völlig Verschiedenes sind, was ist denn dann der Geist?

Unter Geist können wir uns den eigentlichen Menschen vorstellen, das, was wir sind und was unser Wesen ausmacht. Unser Geist belebt den ganzen Körper einschließlich des Gehirns; verläßt er diesen wieder endgültig, so nennen wir das den Tod! Dieser Tod tritt für unseren Körper und damit auch für unser Gehirn ein, nicht aber für unseren Geist mit seinen seelischen Hüllen, der dann seine weiteren Wege im sogenannten „Jenseits“ wandert!

Der Geist hat also mit Denktätigkeit nichts zu tun, sondern er äußert sich im Gemüt des Menschen, in seiner Wesensart und in dem Ausmaß von innerer Wärme, die ein Mensch geben kann. Empfinden wir also einen Menschen als lebendig, gemütvoll, gütig, offen, innerlich beweglich und von warmer, angenehmer Wesensart, so ist das ein Zeichen, daß der Geist dieses Menschen wach und regsam ist. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob er sehr schlicht lebt oder ein Universitätsprofessor ist; also auch völlig nebensächlich, ob er als mehr oder weniger intelligent angesehen wird!

Das Empfinden unseres Geistes ist es also, was wir als das Herz bezeichnen! Auch die Wärme, die wir dabei spüren oder wenigstens ersehnen sowie die Sicherheit der inneren Stimme kommen von unserem Geist! Da wir aber leider in unserem Sprachgebrauch Geist und Verstand meistens in einen Topf werfen, obwohl sie nicht zusammengehören, so ist es auch schwer, den Zwiespalt zwischen Kopf und Herz zu lösen! Es ist deshalb wirklich wichtig, die Begriffe ‚Geist’ und ‚Verstand’ zu trennen, um den Zwiespalt zwischen Kopf und Herz verstehen und anschließend lösen zu können!

Um nochmals zwei Vergleiche aus der Kunst zu nehmen: Der Geist entspricht dem Bildhauer, der Verstand der Arbeit an der Skulptur, das Gehirn dem Hammer und Meißel. Oder der Geist entspricht dem Musiker mit seinem künstlerischen Wollen, der Verstand den technischen Fähigkeiten auf dem Instrument, die das Wollen des Musikers hörbar umsetzen sollen, und das Gehirn entspricht z. B. der Violine oder der Oboe als dem zum Musizieren notwendigen Instrument.

Wir sehen also, daß das Gehirn eine ganz wichtige Rolle als ausführendes Werkzeug zu verrichten hat, ohne das es grundsätzlich nicht geht: denn ein Programmierer ohne Computer, ein Bildhauer ohne Hammer und Meißel und ein Musiker ohne Instrument wären selbst bei größter Genialität schlichtweg aufgeworfen. -

Nachdem wir geklärt haben, was der Verstand ist, müssen wir noch schauen, was er kann.

Ist es, meine Damen und Herren, nicht auffallend, daß das Lebendigste in uns, unser Bewußtsein, unsere Wünsche, Wollen, Pläne, unsere Freude und Leid, vielleicht Haß und Neid oder aber Liebe und Sympathie, noch niemals bei einer Obduktion gefunden oder in irgendeiner Form mit Meßgeräten analysiert werden konnten! Unsere ganze Innenwelt ist also, rein materiell betrachtet, sehr ungreifbar! Nur Nervenimpulse und Gehirnströme als Folge unserer Gefühle und Empfindungen können erfaßt werden, nicht aber die Innenwelt, die Psyche, oder wie man es auch nennen will, selbst.

So ist es naheliegend, daß unser ganzes Innenleben mit unseren Gefühlen und Empfindungen einer anderen Welt, einer nicht direkt greifbaren, anderen Beschaffenheit angehören, denn sie sind ja zweifellos vorhanden, wie wir alle deutlich spüren. Sie können nicht ein „Nichts” sein!

Versuchen wir bitte einmal den Schritt zur Grundannahme, daß unsere Empfindungen, Gefühle und Gedanken Formen und auch Kraft haben, denn sonst könnten sie ja keine Wirkung haben. Aber sie sind so verfeinert, daß wir sie nicht sehen und auch nicht messen können.



 
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