Smetana - Moldau - Spirituelle Werte

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Smetana - Moldau

MUSIK > Werkbesprechungen

Wenn Wasser in Musik verwandelt wird …Bedrich Smetana - die Moldau

Die Moldau – ein Meisterwerk des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana.


Smetana zählt zu den drei größten tschechischen Komponisten.Tschechien kann auf begnadete Komponisten zurückblicken: Bedrich Smetana zählt mit Antonin Dvorak und Leos Janácek zu den drei größten seines Landes. Sein inniger Bezug zu seinem Heimatland regte ihn an, unter anderem in den Jahren 1874-79 einen großen, sechsteiligen romantischen Zyklus mit dem Titel „Mein Vaterland“ zu komponieren.

Aus diesem Zyklus wurde besonders das 2. Stück weltberühmt: „Die Moldau“.

Das Werk zählt zur Gattung der Programmusik, und das heißt nichts anderes, als dass die Musik eine Geschichte erzählt: Hier den Weg der Moldau von der Quelle mit verschiedenen Stationen und „Erlebnissen“ bis zur Mündung.

Bei vielen Musikfreunden ist die Programmmusik nicht unumstritten, muss sie doch mit klangmalerischen Mitteln etwas leisten, was mit den Möglichkeiten einer meisterhaft verwendeten Sprache sowohl von der Klarheit, der Eindeutigkeit als auch vom seelischen Gehalt her eher leichter zu bewerkstelligen geht! Das unmittelbar Anrührende, das seelisch tief Ergreifende der „absoluten“ Musik, die keine Geschichte erzählt, sondern einfach für sich steht und klingt, will sich denn auch tatsächlich bei so mancher Programmusik trotz genialer Orchesterbehandlung einfach nicht oder nur schwer einstellen!

Nicht jedoch bei der „Moldau“! Smetana schrieb sie kurz nach seiner Ertaubung in nur 19 Tagen. Welch einschneidendes und aufrührendes Geschehen das Taubwerden besonders für einen Musiker bedeutet, kann sicher jedermann leicht ermessen! Doch gerade in dieser vermutlich großen Seelennot Smetanas entstanden seelisch ungemein ergreifende Werke. Eine Meisterleistung allein schon dadurch, dass die Möglichkeit des Anspielens und des Kontrollhörens fehlt!

Smetana - Moldau - Quelle - Quellflüsse

Der Beginn: Die 2. Flöte, dann ab dem 3. Takt beide Flöten, spielen leise die kleinen, rieselnden Wellen der Quelle.
Einzelne springende „Tropfen“ werden durch die Harfe (Arpa) und die Violinen gezupft.



Auch „Die Moldau“ darf zu den großen, sehr gehaltvollen Werken Smetanas gezählt werden. Sie ist ein faszinierendes Stück! Der Weg des Flusses wird nicht von einem außenstehenden Betrachter erzählt, auch begegnen uns die einzelnen Stationen nicht wie bei einer Bootsfahrt. Nein, der Fluss, das Wasser wird zur Musik, die Musik zum Wasser ... oder das Wasser wird in Musik verwandelt.

Der Inbegriff des Wassers ist die Welle, die sich in der Musik gut darstellen läßt. Und so begleiten uns durch das ganze Stück hindurch schnelle, tanzende, ruhige, zerrissene oder mächtige Klang-Wellen, manchmal wichtig im Vordergrund stehend, oft ganz versteckt untermalend, aber immer vorhanden, so dass der Eindruck des zeitlosen, ununterbrochenen Fließens nie verlorengehen kann.



 
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