Leben nach dem Tod (1) - Spirituelle Werte

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Leben nach dem Tod (1)

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Leben nach dem Tod (1)Spirituelle Werte - Leben-Tod

Der Tod – Abschied für immer oder Neubeginn?

   Tabu und Abschied


Das Thema Tod ist in unserem Kulturkreis nach wie vor nichts, worüber man gerne spricht, worüber man sich austauscht und über das man sich ähnlich unbefangen unterhält wie beispielsweise über den Gegenpol, die Geburt.

Obwohl dieser Vorgang unbestreitbar für jedes Lebewesen, also auch für den Menschen, einmal unabänderlich ansteht, tun wir uns in der Regel doch schwer, ihn als etwas Natürliches anzusehen, das genau so zum Leben dazugehört wie die schon erwähnte Geburt! Wir verbinden oft etwas Dunkles, ja sogar Bedrohliches mit dem Tod. Er ist immer noch eines der großen Tabuthemen, mit dessen Beschäftigung wir uns nicht selten schwertun und das uns meistens eine gewisse Überwindung kostet.

Von daher gehört jeder Mensch, der
sich mit diesem Thema auseinandersetzen und mehr darüber erfahren möchte, immer noch zu den mutigeren Zeitgenossen, die diese Sperre überwinden möchten.

Doch auch das äußere Geschehen zwingt uns immer wieder von Zeit zu Zeit, uns damit auseinanderzusetzen. Immer wieder verlässt uns, schon von Kindheit an, ein geliebter und wichtiger Mensch, und auch Haustiere mit einer geringen Lebensspanne stellen schon das kleine Kind, aber auch jeden Erwachsenen, vor die große und oft bange Frage: Was ist der Tod?

Vielleicht wird auch unter den Leserinnen und Lesern dieser Internetseite der ein oder andere den Verlust eines geliebten Menschen verkraften müssen und nun vor vielen Fragen steht: Gibt es ihn überhaupt noch? Ist es ein endgültiger Abschied für immer oder könnte es sein, dass er doch in irgendeiner Art weiterlebt?


   Weiterleben: Hoffnung, Spekulation oder ernstzunehmende Perspektive?


Auch in Bezug auf den eigenen, einst anstehenden Tod sind die gleichen Fragen akut. Ist die Hoffnung auf ein Weiterleben vielleicht letztlich doch nichts anderes als eine Schutzreaktion, um mit diesem Vorgang der scheinbaren Existenzvernichtung überhaupt fertigwerden zu können?

Oder könnte andererseits an der Vorstellung eines Weiterlebens nach dem Tod, die immerhin in allen Kulturen und Religionen weltweit zu finden ist, wenn auch in verschiedenen Formen, etwas Wahres dran sein? Könnte es sein, dass über den leiblichen Körper hinaus noch etwas in uns ist, das nicht dem Zerfall unterworfen ist, das weiterexistieren kann? Ist es also möglich, dass wir über eine unsterbliche Seele verfügen, die nach dem irdischen Tod weiterlebt?

Gleichgültig, zu welchem Ergebnis man kommt, sind wir beim Tod eines geliebten Menschen erst einmal mit der Tatsache des Abschiednehmens konfrontiert: Seine bloße Anwesenheit, sein Lächeln und Lachen, die gemeinsamen Erlebnisse, die schönen Gespräche, seine Anteilnahme und Nähe – all das ist erst einmal vergangen und kommt in diesem Leben nicht wieder zurück. Und doch spielt es für uns natürlich eine sehr große Rolle, ob es diesen Menschen definitiv nicht mehr gibt, ob also seine Existenz vernichtet ist, oder ob er einfach „verreist“ ist.

Gehen Sie bitte einmal mit mir im Geiste etwa 500 Jahre zurück: Kolumbus ist zurückgekehrt und berichtet von einem neuen, großen, schönen, nur dünn besiedelten Kontinent, den er entdeckt hat. Sie selbst leben eher in Armut, und Ihre Kinder beschließen, auszuwandern und ihr Glück in der Ferne zu suchen. Auch das war damals in der Regel ein Abschied fürs Leben. Aber leichter zu ertragen, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass es den Kindern dort besser geht und sie günstigere Perspektiven haben, groß war.

Wenn es aber um die sogenannte „große Reise“ geht: Haben wir, außer einer reinen Spekulation, überhaupt die Möglichkeit eines Zugangs zu diesem unsterblichen Teil in uns, oder bleibt uns doch nur die Hoffnung, der Glaube?

Die in unserem Kulturkreis vertretenen Religionen vermitteln uns in der Regel das Bild einer Überwindung des Todes, der Hoffnung auf eine Auferstehung in Gott oder Christus und eine Erlösung durch den Kreuzestod des Gottessohnes Jesus. In manchen Lehren soll die Auferstehung nach langer Grabesruhe dann leiblich am Jüngsten Tag erfolgen.

Mit all diesen Auffassungen tun sich aber viele aufgeklärte Zeitgenossen, die Religion und Wissenschaft mit der darin enthaltenen Logik gerne unter einen Hut bringen möchten, nicht selten schwer! Sie fragen sich, worin die Grundlage zu einer derartigen Hoffnung überhaupt gesucht werden kann; wie man sich eine Auferstehung überhaupt vorstellen kann; wie die Körper, deren Bestandteile nach langer Zeit längst wieder in neuen Pflanzen-, Tier- und Menschenkörpern aufgegangen sind, wieder zusammengeführt werden sollen, ohne naturgesetzliche Grundlagen eklatant zu verletzen und vieles mehr.

Nicht zuletzt fragen sich viele dann auch noch, wie eine Menschheitserlösung durch Christus vonstatten gehen soll, wenn dieser, entgegen dem 5. Gottgebot „Du sollst nicht töten“, von derselben Menschheit ans Kreuz gebracht wird, die er erlösen will.

Auf jeden Fall ist es auch für viele Menschen, die sich als gläubig bezeichnen, nicht leicht, aus dieser formulierten Hoffnung an ein Weiterleben nach dem Tod die unerschütterliche Überzeugung zu gewinnen, die einen angstfreien, konstruktiven und natürlichen Umgang mit diesem Thema ermöglicht und für das Leben im Hier und Jetzt neue Perspektiven eröffnet.


 
 Der wissenschaftliche Standpunkt und die Gerechtigkeit

Verlassen wir den Bereich der Religion und wenden uns der etablierten Wissenschaft zu, so sieht die Sache regelrecht trostlos aus! Leben definiert sich danach als eine, auf schwer erklärliche Art und Weise von der Evolution begünstigte, geordnete Abfolge von biochemischen Prozessen, die, und das ist für unsere folgenden Betrachtungen wichtig, auf den jeweiligen Organismus lokal begrenzt sind. Ebenso wird unser ganzes Innenleben, das wir als seelisch bezeichnen, also unser Bewusstsein, unsere kulturellen und sozialen Fähigkeiten, unsere Empfindungen wie Liebe und Freundschaft, Sympathie und Antipathie, unser ethisches und moralisches Bewusstsein, der Gerechtigkeitssinn und vieles mehr, als Ergebnis von Gehirnströmen angesehen, die in dieser Betrachtungsweise dann natürlich dann mit dem Tod enden müssen.

Doch ist die mangelnde wissenschaftliche Nachweisbarkeit gleichzeitig der Beweis, dass es kein Leben nach dem Tod gibt? Oder hat es nicht einfach mit den naturgesetzlichen Grenzen des Verstandes zu tun? Genau genommen ist doch aufgrund unserer Verstandesgrundlagen ein Leben nach dem Tod weder beweis- noch widerlegbar!

Würde jedenfalls das Leben mit dem Tod enden, so würde selbstverständlich dann daraus auch folgern, dass jegliches Bemühen um Vervollkommnung, um das Bestreben, ein guter und wertvoller Mensch zu werden, am Schluss dann doch, einmal salopp gesprochen, „für die Katz“ war. Ebenso aber auch umgekehrt, dass beispielsweise ein Diktator, der es schaffte, trotz vieler Verbrechen sein Volk bis zu seinem Lebensende zu unterdrücken und selbst in Saus und Braus zu leben, völlig ungeschoren davonkommt und mit dieser Art, vordergründig betrachtet, doch sehr erfolgreich war. –

Müssen wir uns also damit abfinden, dass wir letztlich doch wieder auf uns selbst zurückgeworfen sind? Es wäre so, wenn diese zwei Anschauungswege die einzigen wären, die es gibt. Das sind sie aber nicht, denn bei genauer Betrachtung fehlt uns der wichtigste und damit entscheidende Weg noch: der ganzheitliche Weg, den ich gerne in diesem Vortrag skizzieren möchte!


   Die große Reise

Kommen wir noch einmal auf den Aspekt der großen Reise zu sprechen. Wenn wir irdisch für längere Zeit in ein anderes Land verreisen, so besorgen wir uns doch vorher alle möglichen Informationen über Sprache, Geografie, Klima, Kultur, Lebensverhältnisse, Mentalität, mögliche Krankheitserreger, und nicht zuletzt, über die Gesetze, die in diesem Land gelten.

Tun wir das nicht, so laufen wir Gefahr, uns dort nicht zurechtzufinden, kulturell und sozial anzuecken, übervorteilt zu werden, uns anzustecken und vieles mehr. Kurz: wir würden einem unerfreulichen Aufenthalt in diesem Land entgegensehen. Können wir nun von unserer großen Reise ins Jenseits, sofern es existiert, etwas anderes erwarten?

Zu Beginn ist es gut, einmal zu überlegen, welche zwei elementaren Bedingungen erfüllt sein müssen, wenn man ein Weiterleben nach dem Tod, oder mit anderen Worten gesprochen, die große Reise, ernsthaft in Erwägung ziehen will.

Wir brauchen erstens ein Reiseziel als Land, wo man sich aufhalten kann, und zweitens natürlich einen Reisenden, der überhaupt verreist.

Übertragen auf die “Große Reise” muss es also

• ein Jenseits überhaupt geben

• und etwas geben, das unabhängig vom bisherigen Körper ist und bewusst dorthin gehen kann.

Wenn wir es also erstens schaffen, eine nicht sichtbare, jenseitige Welt, die ich im Folgenden feinstofflich nennen will, plausibel nachzuweisen, und wenn wir es zweitens schaffen, Bewusstseinsbereiche und Phänomene nachzuweisen, die unabhängig von unserem Körper sind, so wäre kein Hinderungsgrund mehr vorhanden, uns mit der Möglichkeit eines Weiterlebens nach dem Tod anzufreunden.

Brauchen wir dazu Hellseher? Nein! Brauchen wir spiritistische oder okkulte Sitzungen? Auch nicht! In Wirklichkeit ist das sogenannte Jenseits nicht unbedingt etwas Mysteriöses, Unheimliches oder Dunkles, sondern es ist etwas mit dem wir tagtäglich, uns selbst unbewusst, immer wieder zu tun haben!

 
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