4. Krebs - Spirituelle Werte

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4. Krebs

SINNFRAGEN > Astrologie

Das vierte Lebensprinzip - Krebs

Die seelische Übereinstimmung

Mit dem Krebsprinzip verbinden sich im günstigen Sinne Gefühlsreichtum, Natur- und Heimatverbundenheit, Beziehungsfreudigkeit, Einfühlungsvermögen, Idealismus, Empfänglichkeit, Fürsorglichkeit und Arbeitsfreude, im Problemfall allerdings auch Launenhaftigkeit, Ungeborgenheitsgefühl, Unausgeglichenheit, Weichlichkeit, überfürsorgliches, „gluckenhaftes“ Verhalten, seelische Erwartungshaltungen an die anderen, Beeinflussbarkeit und Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen.


Der Sinn des Prinzips: Verinnerlichung


Dieser 4. Bereich der Entwicklung hat mit dem Seelenleben zu tun, der inneren Übereinstimmung des Menschen mit sich selbst, seinen Mitmenschen und der Umwelt. Ist diese harmonisch, so kommt auch eine ausgesprochene Arbeitsfreude, weil man sich mit seinen Tätigkeiten identifizieren kann.

Weiterhin gehört in das Krebsprinzip noch unsere Einstellung zur Natur. Ebenso das Empfinden von Wärme und Geborgenheit, alles mütterlich Beschützende, die Nestwärme, Heimat- und Vaterlandsliebe, die bewahrende Tradition und mehr.

Die logische Stellung im Tierkreis ergibt sich daraus, daß nach der Raumeroberung des Widderzeichens, der Sammlung und Nutzbarmachung der Dinge im Stierzeichen und deren Erweiterung und Austausch im Zwillingszeichen die größtmögliche räumliche Ausdehnung erreicht ist. Soll die Entwicklung weitergehen, muss sie sich nun nach innen, in den seelischen Bereich wenden und im dann folgenden Löwezeichen Taten hervorbringen.


Das Kampffeld im Tierkreis


Beim Krebsprinzip findet übergeordnet der wohl problematischste Kampf des ganzen Tierkreises statt! Der Verstand bringt vorher sein eigenes, das dritte Gebiet, zu der ihm möglichen höchsten Blüte, was sich in enormen technischen und wissenschaftlichen Fortschritten zeigt. Ist er jedoch fehlgeleitet, hat dies zur Folge, dass nur noch Materielles als bestehend und wertvoll angesehen und alles darüber Hinausgehende geleugnet wird. Ist das der Fall, so wird das folgende vierte Krebsprinzip angegriffen, da eine starke und harmonische Entwicklung des Seelenlebens wie kaum etwas anderes die Vormachtstellung des Verstandes bedrohen würde. Alles, was mit dem Seelenleben und Höherem zu tun hat, wird in unserer verstandesbetonten Welt oft als unbeweisbar, zumindest aber nebensächlich, eher minderwertig und überflüssig angesehen!

Der Verstand (und ein sich ihm völlig unterordnender Mensch) lehnt alles ab, was jenseits der Grenzen seines Erfassenkönnens liegt, also alles außerhalb der gröbsten Stofflichkeit. Der Kampf setzt sich dann gegen die Natur fort, die uns Ruhe, Erholung, Besinnung, innere Stille, Sammlung und Staunen bringen könnte – und damit inneres, geistiges Erwachen durch die Verbindung mit den Naturkräften!

Verfeinertere Heilmethoden wie Akupunktur, Heilmagnetismus oder Homöopathie werden als wirkungslos oder als Scharlatanerie dargestellt und bekämpft, wie letztlich alles Höhere oft als fehlgeleitete Phantasie belächelt oder sogar verspottet wird.

Ein weiteres Problem liegt in der Entwertung der Arbeit! Sie wird viel zu wenig als die Selbstverwirklichung eines gesunden, fleißig und aufbauend tätigen Menschen angesehen, sondern als Plage, Mühe und Last, die man nach Möglichkeit tunlichst anderen überlassen sollte, während man selbst das Nichtstun „genießt“. Das begünstigt natürlich auch das ungesunde Streben nach übermäßigem Reichtum, der das erstrebte Ziel möglich machen soll.

Auch das Jahrtausende währende Patriarchat und die Unterdrückung der Frau sind ein Teilaspekt dieses Kampfes des fehlentwickelten Verstandes gegen das überwiegend weibliche Krebsprinzip und das ihm zugeordnete Seelen- und Empfindungsleben.

An diesen Auswirkungen können wir sehen, wie wichtig ein Stärken unserer Empfindungsfähigkeit ist, die den Verstand zurückleiten und wieder zu einem treuen Diener machen kann! Diese Aufgabe stellt uns das vierte Prinzip, der Krebs.


Die verbogene Form: Unausgeglichenheit

Wenn das Krebs-Prinzip individuell verletzt ist, wird der betreffende Mensch oft einen starken Mangel an Geborgenheit verspüren. Er wird nicht so leicht das Gefühl haben, eingebettet und beschützt zu sein und die notwendige „Nestwärme“ zu bekommen, was sich meist schon in der Kindheit zeigt. Die Eltern dieses Kindes, besonders oft die Mutter, werden auch selbst in der Regel nicht so leicht in der Lage sein, Geborgenheit zu vermitteln. Frauen könnten Schwierigkeiten mit ihrer Weiblichkeit, der harmonischen Führung des Haushaltes, der Mutterschaft und Partnerschaft haben, wenn dieses Gebiet beeinträchtigt ist; denn das Krebsprinzip und der dazugehörige herrschende Planet, der Mond, wirkt besonders ausgeprägt auf Mädchen und Frauen. Menschen beiderlei Geschlechts werden leicht zur inneren Unausgeglichenheit neigen, mit der Tendenz, die Ursache dafür in der Umgebung zu suchen und nicht bei sich selbst.

Eine weitere Problematik des Krebsprinzips kann in aktiver Form darin liegen, sich emotional derart an seine Bezugspersonen zu klammern und sie übertrieben zu bemuttern, dass sie abhängig werden und sich nur schwer lösen können, obwohl es oft sinnvoll und notwendig wäre; beispielsweise bei den eigenen Kindern, die im passenden Alter aus dem Haus gehen oder sich einem Partner anschließen möchten.


Die gehemmte Form: Unselbständigkeit


In passiver Form ist es umgekehrt: Der betreffende Mensch bleibt auch als Erwachsener in der Rolle des „hilfsbedürftigen Kindes“ und erwartet lebenslängliche Fürsorge. Manchmal dienen dazu auch (vermeintliche) Krankheiten als Mittel zum Zweck.

Bei sehr problematischen Aspekten, insbesondere des Mondes mit den äußeren Planeten, also Saturn, Uranus, Neptun und Pluto, kann sich der Zugang zum eigenen Seelenleben als schwierig erweisen und sich in einer ausgeprägten Gefühlskälte, Zwanghaftigkeit, Überfremdungsproblematik oder einer sehr geringen seelischen Belastbarkeit zeigen.


Lösungsansatz: Vertrauen

Um dieses wichtige 4. Prinzip zu harmonisieren, ist es notwendig, wieder in stärkere Verbindung mit dem eigenen Seelenleben, aber auch der Natur zu kommen. Der Kontakt mit seelisch aufbauenden Menschen kann dabei eine sehr starke Hilfe sein – umgekehrt aber auch die Kontaktverminderung zu Menschen, die das Seelenleben zu stark irritieren.



Der ins Zeichen Krebs eintretende Aszendent (AC) mit dem herrschenden Planeten Mond




Das Krebszeichen gehört zu den Wasserzeichen, und so ist der Versuch, die Dinge fließen zu lassen, sich seelisch auszutauschen und berühren zu lassen, sehr hilfreich. Es braucht auch eine gewisse Disziplin, die Ursachen für eigene Unausgeglichenheit stets bei sich selbst zu suchen und bereit zu sein, von den Menschen zu lernen, die man als seelisch stabiler und ausgeglichener erlebt. Nicht selten liegt auch eine herabgesetzte Vertrauensfähigkeit ins Leben und in die Mitmenschen vor. Dann gilt es, die Angst, verletzt zu werden, zu überwinden und durch Hinwendung zu vertrauenswürdigen Menschen nach und nach selbst mehr Vertrauen zu entwickeln.

Im Grunde stellt sich die Aufgabe, wieder eins zu werden mit sich und in Harmonie mit seinen Mitmenschen und seinen Tätigkeiten zu kommen, nach innen zu lauschen, um nach dem Wesentlichen Ausschau zu halten. Nach und nach kommen so die Stärken des Krebszeichens zum Tragen!

Der fortgeschrittene Krebsgeborene oder -betonte wird den unschätzbaren Wert erkannt haben, stets auf die Stimme seiner Empfindung zu hören, selbst wenn gelegentliche äußere Nachteile damit verbunden zu sein scheinen. Er macht die verzehrende Jagd nach verstandesmäßigem Scheinglück, zum Beispiel über unendliche Geld- und Konsumwünsche, nicht mit, sondern setzt seine Priorität auf Ausgeglichenheit und Harmonie, die ihn auch auf seine Umgebung einen wohltuenden Einfluss ausüben läßt. In der Regel ist er auch sehr naturverbunden, da er deren heilsame Kräfte spürt. So wird er zur „seelischen Oase“ und Anlaufstelle für andere, die ein Stück Heimat, Geborgenheit und innere Werte suchen.

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