3. Zwillinge - Spirituelle Werte

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3. Zwillinge

SINNFRAGEN > Astrologie

Das dritte Lebensprinzip - Zwillinge

Persönlichkeitsdarstellung und Raumerschließung


Beim Zwillingeprinzip geht es im aufbauenden Sinne um Beweglichkeit, Kommunikationsgabe und -freude, Vielseitigkeit, schnelles Auffassungsvermögen, naturwissenschaftliches und technisches Verständnis, Witz und geschicktes Vermitteln. Zu den problematischen Seiten gehören Zerstreutheit, Oberflächlichkeit, Prinzipienlosigkeit, ein rein rationaler Blick auf die Welt, Beeinflussbarkeit, Entschlusslosigkeit und Zwiespältigkeit.


Der Sinn des Prinzips: Austausch

Die Stellung als drittes Lebensprinzip ist folgerichtig: Im ersten Entwicklungsgebiet geht es darum, in die Welt einzudringen und Eroberungen zu machen (Widder). Sind anschließend die Kräfte regeneriert und die Eroberungen gesammelt (Stier), so wird es notwendig, uns selbst und unsere Besitztümer in Austausch mit unserer Umwelt zu bringen, damit wir uns nicht isolieren.

Es geht also um Kommunikation, um die Darstellung und Bewegung des Menschen in der Außenwelt. Dazu brauchen wir in erster Linie die Sprache, die Schrift und den Verkehr. Hinzu kommen noch Grundlagen in Form der Naturwissenschaften, der Mathematik, Informatik und anderen. Weiterhin gehört auch der Handel mit dem Austausch von Gütern und Dienstleistungen dazu.


Im Reich der Verstandesherrschaft

Da sich die Astrologie mit grundlegenden Gesetzmäßigkeiten befasst, sind diese sowohl im Persönlichen als auch im Überpersönlichen wirksam. Das gilt im Aufbauenden wie im Destruktiven. Besonders bei den Zeichen Zwillinge und Krebs ist es sinnvoll, zuerst die Auswirkungen im Überpersönlichen zu betrachten.

Der Schwerpunkt des Zwillingezeichens liegt in den Bereichen, die vorwiegend vom Denken gespeist werden und deswegen unmittelbar mit dem Verstand zu tun haben. Dieser sollte durch vernünftiges und klares Denken Helfer und Diener unseres Geistes, also unseres spirituellen Kernes sein!

Hier gibt es nun einen wichtigen Brückenschlag zum Werk „Im Lichte der Wahrheit“. In diesem Werk ist zentral die Problematik angesprochen, dass die spirituelle Entwicklung fast aller Menschen dadurch gefährdet ist, dass wir unseren Verstand an die oberste Stelle gesetzt und uns damit seinen natürlichen Grenzen unterworfen haben. Wir sind dadurch in vielen Fällen nicht mehr fähig, ganzheitlich zu denken, sondern folgen der linearen Denkweise unseres Verstandes und den dadurch entstehenden Sachzwängen, denen wir uns mittlerweile weitgehend untergeordnet haben!

So kommt es zwar einerseits, dass wir eindrucksvolle Erfindungen und technische Möglichkeiten in atemberaubendem Tempo entwickeln, damit aber andererseits auch viel Leid in die Welt bringen. Auch unser Denken und Reden hat heute vielfach die aufbauende Richtung verlassen. Das ist eine von der ganzen Menschheit erzeugte gefährliche Schattenseite des Zwillingeprinzips: Wir übersehen, dass unser Verstand, der dieses Lebensgebiet regiert, von Natur aus keine Empfindungsfähigkeit besitzt, die ganz allein dazu befähigt, liebevoll zu sein und die Folgen unseres Handelns umfassend und ganzheitlich zu erkennen und zu bewerten.

Unser Verstand dient dazu, für sinnvolle Entscheidungen, die aus dem Geist kommen sollen, irdisch praktische Umsetzungsmöglichkeiten zu finden. Bei gutem Wollen kann das Wirken des Verstandes so überaus fördernd und aufbauend sein. Tiefes und klares Denken kann Sachverhalte durchdringen, wertvolle Erkenntnisse bringen und damit auch bei der Wahrheitsfindung helfen. Schläft jedoch der Geist und ermöglicht es damit unserem Verstand, alleinherrschend zu werden, so wird dieser steuerlos, da er weder zum Erkennen einer höheren Wirklichkeit fähig ist, noch ethischen oder moralischen Maßstäben folgt.

Nicht zuletzt wirkt sich die Verstandesherrschaft in der Verflachung der Sprache aus, die ja unsere Begriffswelt bilden soll; denn auch die Sprache ist dem Zwillingsprinzip zugeordnet. –


Die verbogene Form: Überbetonung des Denkens

Auf individueller Ebene ist es sehr wichtig, ob und wie stark sich der Zwillingegeborene oder -betonte von seinem Geist und damit von ethischen, humanitären und aufbauenden Einstellungen leiten läßt.

Das Tierkreiszeichen gilt normalerweise als eines der harmlosesten. Typische Zwillinge sind freundlich, wenig angriffslustig, charmant, unterhaltsam und gebildet, und mit einem zwillingebetonten Menschen in der Runde muß man sich meist keine Sorge darum machen, dass das Gespräch ins Stocken kommt oder gar zusammenbricht.




Der ins Zeichen Zwillinge eintretende Aszendent (AC) mit dem herrschenden Planeten Merkur




Gerade das ausgeprägte Austauschbestreben des Zwillinge-Zeichens führt aber dazu, dass man sich seine Gesprächspartner auf keinen Fall verprellen will. Kontroverse und emotionale Themen werden oft als eher heikel angesehen und daher umschifft. Werden sie von anderen Menschen in der Runde angesprochen, wandelt sie der Zwilling schnell wieder in „unverfängliche“ Themen um. Moralische und ethische Wertungen liegen nicht in der Natur dieses Zeichens, statt dessen eher Erklärungen und Analysen problematischer Zusammenhänge.

Eine stärkere Verletzung dieses 3. Prinzips in einem Menschen zeigt sich entweder in einer Überbetonung oder Hemmung des Denkens und des Glaubens an den Verstand und seine Möglichkeiten. In seiner Überbetonung wird der betreffende Mensch versucht sein, jedes Geschehen, auch das außerhalb der verstandesmäßig erfaßbaren Grenzen, rational zu erklären. Er wird sich eine oft überdurchschnittliche Allgemeinbildung zu eigen machen, damit er zu jeder Frage, jedem Problem, auch zu Glaubensdingen die Meinung „kompetenter Fachleute“ kennt und zitieren kann. Religionen werden dabei mehr von ihrer Geschichte, den äußeren Formen, aber nicht von den Inhalten her betrachtet. Bei Religionsstreitigkeiten werden gerne deren Hintergründe analysiert, ohne irgendwelche Wertungen vorzunehmen.

In vielen Bereichen, so zum Beispiel bei den Medien und im Finanzsektor, sind diese rein intellektuellen Fähigkeiten allgemein geschätzt und machen erfolgreich. Die Übertreibung und damit Verletzung dieses Prinzips zeigt oft bei diesen Menschen einen scharfen, analytischen Intellekt, eine gute Sprach- und Schriftgewandtheit und einen erheblichen Bestand an Kenntnissen und intellektuellem Wissen. Das alles ist gut und wünschenswert, sofern damit nicht eine regelrechte Abspaltung des Seelenlebens einhergeht, eine Verweigerung, charakterliche Defizite, Ängste, Hänge, ein problematisches Triebleben und vieles mehr anzuschauen und aufzuarbeiten.


Die gehemmte Form: kognitive Defizite

Ist dieses Lebensfeld in einem Menschen gehemmt, so treten oft Schwierigkeiten auf, sich im verstandesmäßigen Bereich gewandt äußern zu können, also Lern-, Sprach-, Schreib-, Rechenschwierigkeiten und deren Folgen. Dieser Mensch wird in unserer intellektbetonten Welt als „unfähig“ auffallen, als zurückgeblieben und dumm bezeichnet werden, obwohl er vielleicht in anderen Bereichen viele menschliche Qualitäten aufweist.

Tritt auch hier das Problem einer Vernachlässigung seelischer Qualitäten auf, so kann das nicht so gut versteckt werden wie bei einem Menschen mit „geschliffenem“ Intellekt.


Lösungsansatz: Seelisches stärken

Wenn wir bei uns feststellen, dass wir mit den Schattenseiten des Zwillingeprinzips, also einer zu großen Verstandesbetontheit, zu tun haben, so stehen wir vor der Notwendigkeit, unseren Verstand wieder an die Stelle zu setzen, an die er von Natur aus gehört: als Werkzeug und nicht als Bestimmender! Es geht darum, nach und nach ein ausgeprägtes Wertebewusstsein zu entwickeln, das nur noch Aufbauendes und damit das Wohl der Mitmenschen und der Natur im Auge hat. Vermeintlich unüberwindliche Sachzwänge sollten genau angesehen und nach Auswegen abgesucht werden, die zwar manchmal irdische Nachteile, aber seelisch-geistigen Gewinn bringen.

Weiterhin ist es notwendig zu schauen, ob unter Umständen das Seelenleben zu kurz kommt oder sogar regelrecht verdrängt wird und ob wir dann dazu neigen, die seelische Arbeit an uns selbst über den Verstand wegzurationalisieren.

Sind wir mit damit ernsthaft beschäftigt, so werden sich zunehmend die schönen Zwillingeseiten zeigen: der natürliche Charme, der die Mitmenschen gewinnt, die Überzeugungskraft guter Argumente, die ausgeprägte Fähigkeit, zwischen verschiedenen Standpunkten zu vermitteln und damit Frieden zu stiften!

Der fortgeschrittene Zwilling wird darüber hinaus in der Lage sein, die Einheitlichkeit der kosmischen Gesetze zu empfinden und deren Wirkung auch verstandesmäßig, also auf das Irdische bezogen, erfassen und übertragen zu können. Damit ist er ein wertvoller Vermittler geistigen Wissens in unserer zu materiell ausgerichteten Welt.

 
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