10. Steinbock - Spirituelle Werte

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10. Steinbock

SINNFRAGEN > Astrologie

Das zehnte Lebensprinzip - Steinbock

Die Verpflichtung an ein überpersönliches Gesetz

Der Steinbock steht für Ernsthaftigkeit, Disziplin, Konzentrations- und Arbeitswille, Zielstrebigkeit, Ausdauer, Gründlichkeit, Regelorientiertheit, Zuverlässigkeit, das Setzen von Maßstäben, Gesetzestreue, Beherrschtheit, Widerstandskraft und Pflichtbewusstsein; im Problemfall finden wir Starre, Maßregeln, Gefühlskälte, Verbitterung, Umständlichkeit, herabgesetzte Liebes- und Vertrauensfähigkeit, Kontroll- und Belehrungsneigung, Berechnung, Pedanterie und ein unterdrücktes Seelenleben.

Suchen wir eine oberflächliche „Quasselstrippe“, einen eitlen Schönling, Partylöwen, Abenteurer oder Alleinunterhalter, so dürften wir im Steinbockzeichen ausgesprochen selten fündig werden. Sein Markenzeichen ist die ernsthafte Konzentration, Arbeitswille, Engagement für die Sache und der beharrliche irdische Aufstiegswille. Steht er prominent in der Öffentlichkeit, so repräsentiert er eher die Aufgabe, für die er eintritt, als seine Person an sich.

Das Steinbockspektrum reicht vom ernsten, würdig bis fürstlich auftretenden Menschen mit natürlicher Autorität und großer Güte über den wenig spontanen, aber zuverlässig seine Überzeugung vertretenden und dafür arbeitenden Typ bis hin zum grausamen, gefühlskalten Tyrannen.


Der Sinn des Prinzips: übergeordnete Regeln und Maßstäbe

Mit dem Steinbock als sogenanntem Kardinalzeichen vollzieht sich im Tierkreis wieder ein bedeutender Umschwung, denn wir treten nun in den vierten und überpersönlichen Quadranten der letzten drei Tierkreiszeichen ein.

Gehen wir wieder vom Idealzustand aus, der, von der höheren Weisheit aus betrachtet, der Normalzustand hätte werden sollen:

Das vorhergehende Schützezeichen hätte also eine enorme Horizonterweiterung und Erkenntnisflut gebracht, einen Einblick in die kosmische Ordnung, in die Geistesverwandtschaft mit den Mitmenschen und vieles ähnliche. Derart mit Wissen und Erkenntnissen überschüttet, tritt im Steinbock, der gleichzeitig ein kardinales, passives und ein Erdzeichen ist, die Notwendigkeit heran, die gewonnenen Einsichten zu ordnen, sie zu konzentrieren und in irdisch verwertbare Regeln zu gießen, um damit Maßstäbe und Gesetze zu formen, die dem Gemeinwohl dienen und die für alle verbindlich sind!

In einer höher entwickelten Gesellschaft wäre damit keinerlei Bedrückung oder Freiheitseinschränkung verbunden, da die einzige dazu erforderliche Fähigkeit der notwendigen Rücksichtnahme auf Mitmenschen, Tiere, Umwelt und Natur sich längst als Selbstverständlichkeit herausgebildet hätte, insbesondere im Jungfrauprinzip. So würde lediglich ein vielleicht im Schützeprinzip entwickelter Übermut durch die Notwendigkeit, sich einzufügen und zu disziplinieren, gebremst und in sinnvolle Bahnen gelenkt werden. Die gesellschaftlichen Gesetze wären also eng an die kosmischen Gesetze angelehnt und würden einen beispiellosen Aufschwung im Irdischen verankern.


Die kollektiv verbogene Form: Willkür und Unterdrückung

Von der eben geschilderten reifen Umsetzungsform des Steinbockprinzips sind wir aber leider weit entfernt. Wie wir in der ganzen bisherigen Astrologie-Serie sehen konnten, wurden alle vorangehenden Zeichen vorwiegend falsch entwickelt, woraus dann logischerweise folgt, dass die daraus resultierenden Gesetze, Regeln und Maßstäbe natürlich nicht plötzlich auf einer gesunden Grundlage stehen können, sondern ebenfalls durch Egoismus, Übervorteilung und Willkür geprägt sein müssen! Fast jede gesellschaftliche Gruppierung versucht, ihre Privilegien mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, ohne den Blick auf das Ganze zu haben, ohne die enormen Schäden für das Ganze zu erkennen.

Gerade im Steinbockprinzip zeigt sich daher auch der spirituelle Niedergang der Menschheit überdeutlich! Herrscht anstelle unseres Geistes ausschließlich unser Verstand, so verkümmert nach und nach das Bewusstsein und das Empfinden, sich in der Schöpfungsordnung zu bewegen und dementsprechend auch die volle geistige Verantwortung für sein Denken, Reden und Tun zu haben.

Gelten daraufhin scheinbar nur noch irdisch-menschliche Gesetze, so stellen sich viele Menschen die Frage, wie man diese entweder umgehen oder, noch geschickter, sich durch Ausnutzen von Gesetzeslücken eigene Vorteile zum Nachteil der anderen verschaffen kann – ohne jegliche Gewissensbisse! So kommt es auch, dass einfache, aber fundamentale Weisheiten wie der Christussatz „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst!“ und das Kennenlernen der lediglich drei zentralen Schöpfungsgesetze ignoriert werden. Statt dessen müssen, um das soziale Zusammenleben noch einigermaßen zu regeln, umfangreiche Gesetzesbibliotheken erstellt werden, die an Kompliziertheit nicht mehr zu überbieten sind und darüber hinaus noch manches fragwürdige Gesetz zum Vorteil einzelner Gruppen und zur Unterdrückung anderer Gesellschaftsschichten enthalten.


Die individuell verbogene Form: Starrheit, Maßregelung und Gefühlskälte

Die Eigenart des Steinbockprinzips, zu konzentrieren, zu verdichten und zu verirdischen bringt kollektiv wie individuell die große Gefahr, seelisch regelrecht zu erstarren, wenn nicht die belebende, auflockernde und wärmende geistige Kraft das Gegengewicht dazu bildet.

Die Verletzung dieses zehnten Lebensgebietes führt beim Einzelmenschen in der Regel zu einer großen Starre im Umgang mit lebendigen Vorgängen und den Mitmenschen. Es herrscht hier eine unlebendige Identifikation mit den irdisch-menschlichen Regeln vor, ohne zu prüfen, ob diese auch richtig und sinnvoll sind.

Das bringt die Gefahr, aus der inneren Bewegung herauszutreten und nach und nach den Zugang zum eigenen Seelenleben zu verlieren! So kann eine große Gefühlskälte und die ständig zunehmende Neigung entstehen, das „Gesetz“ über das Leben zu stellen, damit aber auch den lebendigen und liebevollen Bezug zu den Mitmenschen zu verlieren.

In diesem Zustand schwingt man sich zum „Hüter des Gesetzes“ auf, der die größte Befriedigung darin findet, Verstöße der Mitmenschen, auch kleine, zu maßregeln oder zur Anzeige zu bringen, wie zum Beispiel der Typ des griesgrämigen, freudlosen Rentners, der sein Viertel durchkämmt, um Falschparker aufzuschreiben oder im Park diejenigen zu maßregeln, die die Leinenpflicht für Hunde nicht beachten. Mit gleicher Intensität vertritt dieser Typ Mensch auch die ungeschriebenen, oft äußerst fragwürdigen Regeln und maßt sich Rechte an, die in Wirklichkeit gar nicht bestehen. Beurteilende Instanz ist stets das „man“. Man tut dies und jenes, anderes tut man nicht – und so wächst die Isolation.

Im Extremfall kann ein Mensch mit problematischer Steinbockbetonung durch sein seelisches Abgeschnittensein in Verbindung mit Macht zu einem grausamen, kaltblütigen Tyrannen werden.



Der ins Zeichen Steinbock eintretende Aszendent (AC) mit dem herrschenden Planeten Saturn



Die gehemmte Form: fehlende Maßstäbe


Der Mensch, der es aus chronischer Angst oder aber Trägheit versäumt, ein klares Bewusstsein für seine wirklichen Rechte und Pflichten zu entwickeln, wird das bevorzugte Opfer des eben geschilderten Typs. Er wird, oft mit zunehmender Tendenz bis hin zum Unerträglichen, in seinen Lebensäußerungen und seinem Verhalten gemaßregelt und kritisiert, bis er zuletzt in Gefahr gerät, seine Eigenart gänzlich zu verlieren. Damit entsteht die Entscheidungsnotwendigkeit, entweder einen Gegendruck aufzubauen oder aber seelisch und als Persönlichkeit immer farbloser zu werden, bis hin zum vollständigen Verkümmern.

Diese ständige Unterdrückung der lebendigen Eigenart mündet entweder als Rückschlag auf den eigenen Körper in chronischen, schweren Krankheiten oder aber in der Suche nach heimlichen Ventilen, die oft hinterhältigen, heimtückischen Charakter annehmen.


Die Hand des Schicksals

Ein wesentlicher Punkt muß hier noch erwähnt werden, der bei genauer Beobachtung zeigt, dass die zwölf kosmischen Prinzipien nicht etwa abstrakte Vorstellungsgebilde sind, sondern in gewissem Sinne lebendig arbeiten.

Wenn wir auf unserem Lebens- und Entwicklungsweg im Sinne der kosmischen Gesetze falsch gehen, so greifen die drei letzten Prinzipien in der umgekehrten Reihenfolge vom zwölften über das elfte zum zehnten Prinzip in zunehmender Härte regulierend ein. Das erleben wir als Rückwirkungen und Schicksalsschläge! Der Steinbock und besonders sein herrschender Planet Saturn haben deshalb in der Astrologie bei vielen einen schlechten Ruf: als Übeltäter, großes Unglück, Krankheit, Einschränkung, Armut und Tod. Doch damit wird dem Saturn Unrecht angetan – er wirkt nur dort, wo etwas nicht in Ordnung ist, um uns zur Umkehr zu bewegen! Ändern wir uns zum Guten, so bleiben wir zunehmend verschont!

Diese regulierende Funktion des zehnten Prinzips erklärt auch die überall sichtbare Tatsache, dass schwere Krankheiten und allgemeine Degenerationserscheinungen trotz großer Bemühungen der Medizin nicht weniger werden, sondern eher zunehmen, da die Ursache nicht im Körperlichen, sondern im Seelischen liegt.


Lösungsansatz: die Wahrheit hereinnehmen

Eine von den wenigsten Menschen erkannte, höchst ernste Tatsache ist, dass die einzige noch realisierbare Hilfe für die fehlsteuernde Menschheit über das Steinbockprinzip möglich ist, und zwar über die Hereinnahme richtiger Maßstäbe und Gesetze. Diese können seit Jahrtausenden nur noch auf dem Gnadenweg kommen, nachdem wir uns durch beharrliches Handeln gegen die Naturordnung die Möglichkeit genommen haben, ein ausgeprägtes und ganzheitliches Rechtsempfinden selbst zu entwickeln!

Die ganze Dramatik dieses Geschehens bringt das Werk „Im Lichte der Wahrheit“ in einem einzigen Satz auf den Punkt: „Das Wort ,Werdet wie die Kinder!‘ wollt Ihr nicht erfüllen, und so bleibt für Eure Rettung als die letzte aller Hilfen nur der eine Weg: das Wissen von der Schöpfung!“

Zum Hereinnehmen des Schöpfungswissens gehört natürlich unsere Bereitschaft und der Entschluss, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Allein daran scheitert es bei Abermillionen Menschen, obwohl dies erst der Anfang ist. Die Hauptarbeit liegt natürlich darin, anhand des aufgezeigten richtigen Weges nun sämtliche anderen Lebensbereiche Schritt für Schritt in Ordnung zu bringen.

In astrologischer Hinsicht ist die Saturnstellung im Horoskop eine gute Hilfe. Saturn ist in gewisser Hinsicht der stärkste Planet, da er die Wirklichkeit repräsentiert. Er kann sämtliche anderen Planeten einschränken, selbst aber nicht behindert werden. Das tut er natürlich nur, wenn ein Bereich nicht in Ordnung ist. Dann tritt er als hemmendes und einschränkendes Prinzip auf den Plan. Saturnspannungen und -auslösungen sind deshalb immer noch oft gefürchtet, da sie uns die Folgen unserer Fehler und ungünstigen Einstellungen bringen und uns damit zu deren Hinterfragen und Ändern sowie zu mehr Flexibilität herausfordern.

Menschen mit problematischer Steinbockbetonung müssen daher in allererster Linie lernen, die eigenen Fehler zu bereinigen und nicht mehr die der anderen zu suchen, um der Erstarrung und Verbitterung zu entgehen. Insgeheim steht hinter dem Maßregeln der Mitmenschen nicht selten ein hoher Grad an Schmerz, bei den anderen eine Lebens- und Genussfreude, ein höheres Maß an Leichtigkeit und Flexibilität, Vitalität, Begegnungsfreude, Spontaneität und vor allem einen Gefühls- und Empfindungsreichtum zu sehen, der einem selbst abhanden gekommen ist. Von daher sollte keine Stunde versäumt werden, diese Werte wiederzugewinnen, seine starren, leblosen Prinzipien zu relativieren und „fünf auch einmal gerade sein zu lassen“. –

Reif und weit fortgeschritten kann ein Steinbockbetonter beiderlei Geschlechts dann sein, wenn er sich seinen Geistes- und Empfindungsreichtum erhalten oder wiedererrungen hat. Dann strahlt er neben einer fürstlichen Würde mit ernsthafter Grundnote gleichzeitig ein beträchtliches Maß an Güte und Wärme aus. Da er hohe Werte lebendig in sich trägt und selbst lebt, verkörpert er eine natürliche Autorität, die alle gutwollenden Mitmenschen seiner Umgebung automatisch dazu bringt, Respekt zu empfinden, ohne viele Worte ihre besseren Seiten hervorzukehren und sich freiwillig zu disziplinieren.

Im Bewusstsein seiner eigenen Fehler, zumindest der vergangenen, zeigt der reifere Steinbock ein hohes Maß an Verständnis und Nachsicht, was ihm die Achtung und gleichzeitig die Zuneigung der anderen bringt. Dieser Steinbock ist in vielerlei Hinsicht ein Vorbild.

 
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