1. Widder - Spirituelle Werte

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1. Widder

SINNFRAGEN > Astrologie

Das erste Lebensprinzip - Widder

Persönlichkeitsentfaltung und Energieverwendung

Mit dem Widderzeichen werden landläufig Begriffe wie Durchsetzung, Energie, Bewegung, Entscheidungsfreude, Mut und Zielbewusstsein, im Problemfall aber auch Aggression, Zorn, Rivalität, riskantes Handeln und Rücksichtslosigkeit verbunden.

Kaum ein anderes Zeichen ist im Ausdruck so direkt wie der Widder, was, je nach Eigenart und Reife, von einer herzerfrischenden Ehrlichkeit und Unmittelbarkeit über reichliches Benützen der herumstehenden Fettnäpfe bis hin zu verletzender Rücksichtslosigkeit und Taktlosigkeit reichen kann.

Dabei haben auch die seelischen Befindlichkeiten bei Widderbetonung meist die kürzesten Halbwertszeiten. Ein durchaus schnelles und heftiges Aufbrausen, eine völlig undurchdachte Bemerkung können für ihn selbst schnell verflogen sein, ohne dass er sich darüber Gedanken macht, daß er vielleicht beim sensiblen Krebs gerade viel Porzellan zerschlagen oder sich den prinzipienbetonten Skorpion soeben zum langjährigen Feind gemacht hat. –


Der Sinn des Prinzips: Raum erobern


Der Tierkreis beginnt also mit einem Zeichen, das auf Energieentfaltung und Raumeroberung ausgerichtet ist. Das ist sinnvoll, denn es hat mit unserer Entwicklung zu tun, derentwegen wir überhaupt hier auf der Erde leben. Wir sollen, von einem unbewussten Zustand ausgehend, nach und nach in längeren Zeitläufen zum Sich-selbst-Bewusstsein kommen. Keimhafte Möglichkeiten ent-wickeln und ent-falten sich mit dem Ziel der Vervollkommnung.

Das Neugeborene entwickelt sich im Laufe der Jahre und beansprucht dazu auch immer mehr Raum. Zuerst liegt es in der Wiege, krabbelt dann in der Wohnung und näheren Umgebung herum, unternimmt schon bald kleinere, dann immer größer werdende Ausflüge „in die Welt“ und sammelt zunehmend Erfahrungen, bis es schließlich „flügge“ geworden ist und als eigenständiger Mensch, dem im günstigen Fall die ganze Welt offensteht, seine selbstverantwortlichen Wege geht.

Dazu muss das Kind seine Kräfte entfalten, ähnlich wie sich jeder Baum im Wald durchringen muss, um ans Licht zu kommen. Es muss seine Kräfte messen, seine Eroberungen machen, im Spiel gewinnen und unterliegen, mit anderen Einflüssen konfrontiert werden, um alle die Erfahrungen zu machen, die es zu seiner gesunden Entwicklung braucht. Auch Fehler gehören zu diesem Weg, falsche Verwendungen seiner Eroberungs-Energie, damit es sehen kann, wie etwas nicht funktioniert, um es in Zukunft besser zu machen.

Beim Erwachsenen ist es nicht anders: Seine Entwicklung soll ja ebenfalls nicht irgendwann einmal aufhören, sondern ständig weitergehen, bis zum irdischen Tod und darüber hinaus. Gerade der Erwachsene muß also schauen, wie er seine bis dahin erworbenen Fähigkeiten verwertet und sich seinen Beruf, seinen Platz im Leben damit erobert.


Die verbogene Form: Aggression

Dieses Erringen seines persönlichen Platzes in der Welt hat also mit Durchsetzung und Konkurrenz zu tun, die dazu anspornen sollen, seine Fähigkeiten zu erhöhen.

In einer weiterentwickelten Gesellschaft wäre das Ganze in einer Art edlem Wettstreit mit Ansporn und Freude verbunden, und jeder würde schließlich den Platz in seinem Leben finden, der ohne Über- oder Unterforderung zu seinen tatsächlichen Fähigkeiten passen würde und wo er sich nützlich machen könnte.

So ist es heute aber eher selten, und unsere Gesellschaftssysteme mit Wachstumszwang fördern eine Verrohung dieses ersten Prinzips der Persönlichkeitsdurchsetzung. Im Bestreben, möglichst einen Sonnenplatz gegenüber anderen zu bekommen, geht bei einem Menschen mit problematischer Widderbetonung die Tendenz dahin, den Blick für die Gleichberechtigung und die notwendigen Bedürfnisse der anderen zu verlieren; kurz gesagt, sie zu überfahren. So lässt es sich aber nicht vermeiden, daß er in seinem ausufernden Energie- und Ausdehnungsbestreben immer wieder gebremst werden muß – denn es kollidiert ja zu oft mit den berechtigten Lebens- und Handlungsbedürfnissen der anderen. Diesen Widerstand wird er aber als Bedrohung empfinden und um so mehr versuchen, seine Interessen vor die der anderen zu stellen, und auf jede Beschneidung seiner Anliegen aggressiv und feindlich reagieren.

Er gerät damit in Gefahr, das Leben zu einseitig zu sehen und die Menschen in erster Linie in zwei Gruppen einzuteilen: in Gewinner oder Verlierer, in solche, die entweder selbst bestimmen oder aber bestimmt werden. Da aber niemand freiwillig zu den Verlierern gehören möchte, setzt damit das bekannte Gerangel ein, der Erste, der Beste, der Größte zu sein, was ja nur auf Kosten der anderen gehen kann.

Jeder Aufstieg eines Mitmenschen in die Nähe der eigenen Position wird als Bedrohung der eigenen Stellung angesehen und energisch bekämpft. Dabei besteht die Gefahr, die anderen von vornherein als Gegner oder sogar als Feinde zu betrachten, die es zu besiegen gilt, wenn man nicht selbst untergehen will – nach dem Grundsatz: „Fressen oder gefressen werden!“

Die Idee, dass es auch auf anderen, partnerschaftlicheren Wegen gehen könnte, kommt in diesem Zustand nicht so leicht auf – vor allem deswegen, weil ein solcher Widder nach dem Naturgesetz der Anziehung der Gleichart vorwiegend Personen anziehen wird, die ähnlich geartet sind, die also auch nicht „zimperlich“ sind. So wird das Erringen und Halten der eigenen Stellung sehr erschwert, und wenn der betreffende Mensch diesen Mechanismus nicht durchschaut, kann sein Leben zu einem einzigen Kampf gegen die Mitmenschen werden. Dabei übersieht er jedoch, dass er diese Art Menschen anzieht, die ihm damit eine Art Spiegel vorhalten. Ändert er sich, so werden zunehmend partnerschaftlicher denkende Menschen in sein Leben treten!


Die gehemmte Form: Nachgiebigkeit

Das Prinzip der Persönlichkeitsentfaltung und Durchsetzung kann aber auch in seiner Entwicklung abgedrosselt werden. Das führt dazu, dass ein solcher Mensch, bei dem das Prinzip gegenteilig verletzt ist, nicht den Mut zu einer eigenen Entwicklung findet. Er wird bei jeder Gefahr der Konfrontation zurückstecken, auch wenn seine Interessen berechtigt sind, und widerstandslos anderen das Feld überlassen. Das führt natürlich zur Fremdbestimmung und hemmt eine gesunde Entwicklung mindestens ebenso wie das Übermaß des vorher geschilderten Typs.


Lösungsansatz: Zusammenarbeit!

Erst das Zusammenwirken vieler Menschen mit ihren verschiedenen Fähigkeiten, also der Zusammenschluss, kann eine Gesellschaft zur Blüte bringen. Niemand kann alles alleine machen, wir sind aufeinander angewiesen. Auch brachliegende Fähigkeiten nutzen niemandem, sondern sie sollen mutig verwirklicht werden. Diesen wichtigen Sachverhalt zeigt das biblische Gleichnis von den vermehrten oder aber vergrabenen Talenten eindringlich.

So müssen Menschen mit aggressiven Feindbildern die Zusammenarbeit lernen und die Bereitschaft, auch anderen den ihnen zustehenden Platz im Leben zuzubilligen. Das eigene Leben kann dadurch viel harmonischer werden, denn es ist Naturgesetz, daß wir dann Hilfe erhalten, wenn wir bereit sind, auch anderen zu helfen und sie zu stützen. Der Kampf kann so nach und nach durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zum Nutzen aller ersetzt werden, und man wird automatisch eine angenehmere Art Mitmenschen anziehen, da man sich selbst geändert hat.

Wer nicht den Mut hat, sich selbst in seiner Art einzubringen, sollte sich klarmachen, daß er ein unbedingtes Recht auf seine persönliche Entfaltung hat! Natürlich ist gerade der Anfang der Eigenverwirklichung nicht immer leicht, da es dem Umfeld bisher sehr angenehm war, einen sich immer unterordnenden Diener zu haben, der keinerlei eigene Ansprüche stellt. Sie werden selbstverständlich versuchen, den plötzlich „Aufmüpfigen“ in seine bisherige Rolle zurückzudrängen. Dann ist es notwendig, standhaft zu werden, auch wenn Erfolge manchmal eine gewisse Zeit auf sich warten lassen und das Gefühl geben, falsch zu gehen, weil jetzt Schwierigkeiten kommen, die früher nicht da waren. Schafft er es, so wird er zunehmend Menschen begegnen, die ihn fördern und nicht hemmen wollen. Doch zuvor muss dieses Recht erkannt und, dem Widder-Prinzip entsprechend, mutig „in Angriff“ genommen werden!





Der ins Zeichen Widder eintretende Aszendent (AC) mit dem herrschenden Planeten Mars



Wie bei den anderen Prinzipien ist es auch hier gut, sich klarzumachen, dass es oft Angst ist, die uns daran hindert, dieses Gebiet richtig zu leben, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Viele, die ausgesprochen forsch ihre Umgebung beherrschen wollen, tun das nicht aus wirklicher Überlegenheit, sondern aus dem Bestreben heraus, lieber vorsorglich selbst zu herrschen als beherrscht zu werden. Es geht hier um das überzogene Erringen seiner Persönlichkeitsrechte aus Angst heraus. Das entfällt, sobald man in sich so gefestigt ist, dass man sich selbst nicht mehr auf diese falsche Art durchzusetzen braucht.

Das soeben Gesagte erklärt auch das Phänomen, dass gerade dominierende Menschen besonders aggressiv auf die Beschneidung ihrer momentanen Wünsche reagieren. Das würden sie aus wirklicher Souveränität heraus nicht tun. Tatsächlich ist es die Angst, das Gefühl des Bedrohtseins, das sie so überschießend reagieren und selbst berechtigte Interessen anderer Menschen bekämpfen läßt.

Ein gutes Zeichen für die richtige Umsetzung dieses Widder-Prinzips ist deswegen eine ruhige Gelassenheit, auch in schwierigen Situationen, da dieser Mensch beim Vertreten seiner Interessen nicht mit seiner Angst zu kämpfen hat. Dadurch kann er seine Energie auf die Sache richten und wird deswegen auf lange Sicht erfolgreicher sein und erheblich weniger Nerven lassen! Er wird auch die Interessen anderer Menschen objektiver und sachlicher einschätzen können und sie auf faire Art mit seinen eigenen Bestrebungen ausbalancieren. Das wiederum wird ihm die Sympathie vieler Mitmenschen bringen, die sich nicht übergangen, sondern ernst genommen fühlen.

Der fortgeschrittene Widder beiderlei Geschlechts wird durch Mut, große Energie und Freude am Handeln automatisch zu einem „Alpha-Tier“ werden, der den Schwächeren zum Vorbild wird, ihnen Selbstvertrauen einflößt und Schutz bietet. Seine Direktheit und Klarheit räumt mit Umständlichkeit, falscher Diplomatie und unnützem Ballast auf, bringt Frische und Motivation zum Handeln in seine Umgebung und macht ihn in jeder Beziehung glaubwürdig.


Widder

Astrologische Zuordnung Widder – 1. Haus des Horoskops.

Herrschender Planet: Mars

1. Haus des Horoskops

Bei folgenden eigenen Horoskopstellungen lohnt es sich, genauer hinzuschauen:

• Aszendent (AC), Medium Coeli (MC), die Sonne oder Planeten stehen im Zeichen Widder und unterliegen Spannungsverbindungen (vor allem bestimmte Konjunktionen, Oppositionen, Quadrate und Quincunxe).

• Der Mars unterliegt Spannungsverbindungen.

• Der Aszendent (AC) oder Planeten im 1. Haus (oder Feld) des Horoskops unterliegen Spannungsverbindungen.

Handelt es sich um harmonische Verbindungen (bestimmte Konjunktionen, Sextile, Trigone), so können die günstigen Widdereigenschaften verhältnismäßig leicht entwickelt und erschlossen werden.


 
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